mini|Leusden, Kirche: de Jozefkerk Leusden () ist eine Gemeinde in der niederländischen Provinz Utrecht.
Ortsteile Achterveld, Leusden, Leusden-Zuid und Stoutenburg, ebenso Snorrenhoef, ein Teil von Moorst und weitere kleine Siedlungsgebiete.
Ursprüngliche Gemeinde Die Gemeinde Leusden besteht seit dem Zusammenschluss mit Stoutenburg im Jahr 1969 in ihrer heutigen Form. Die ursprüngliche Gemeinde bestand aus zwei kleinen Dörfern, Leusbroek und Hamersveld. In den 1960er und 1970er Jahren wuchsen beide Orte sehr und wurden in Leusden-Zuid und Leusden-Centrum, später nur Leusden, umbenannt. mini|Karte
Sehenswürdigkeiten Leusden besitzt die ältesten Kirchtürme der Niederlande. Sie stehen in Oud-Leusden und sind vom Rijksweg 28 aus zu sehen. Die KZ-Gedächtnisstätte des ehemaligen nationalsozialistischen Polizei-Durchgangslagers „Kamp Amersfoort“ (siehe: Amersfoort) befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Leusden.
Geschichte Um 1300 v. Chr. lebten hier bereits Menschen, was aus dem Fund einiger Urnengräber hervorgeht.
Der Name „Leusden“ ist sehr alt. Er wird zum ersten Mal in einer Schenkungsurkunde König Karls aus dem Jahr 777 als Villa Lisiduna erwähnt.Karl von Richthofen: Untersuchungen über friesische Rechtsgeschichte, Band 2: Upstalsbom, Freiheit und Grafen in Friesland. Hertz, Berlin 1882, Teilband 1, S. 94 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek). Damit war allerdings Oud-Leusden gemeint.
Der Ortsteil Stoutenburg beherbergte ab 1006 ein vom Utrechter Bischof gegründetes Kloster und ab dem 13. Jahrhundert auch ein von diesem benutztes Schloss. Von beiden Gebäudekomplexen ist jedoch so gut wie nichts mehr erhalten.
Der Ortsteil Hamersveld war von etwa 1600 bis 1890 wirtschaftlich auf den Anbau von Tabak angewiesen. Nach 1970 entwickelte sich dieser Teil von Leusden zu einem Vorort der nördlichen Nachbarstadt Amersfoort.
Das Heidegebiet Leusderheide wurde zu einem wichtigen Truppenübungsplatz mit mehreren Kasernen. Hier wurden im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Besatzungsmacht mehrere Anlagen errichtet. Die Nationalsozialisten errichteten in dieser Umgebung 1941 ein Durchgangslager für in die deutschen Konzentrationslager abzuschiebende Häftlinge.
Politik Die Lokalpartei Lokaal Belangrijk konnte bei der Kommunalwahl am 18. März 2026 rund 29 Prozent der Stimmen auf sich vereinen und damit zum zweiten Mal gewinnen. Allerdings ist der Wahlsieger nicht Teil der Koalition für die Legislaturperiode 2026–2030, die aus GroenLinks-PvdA, CDA und VVD gebildet wird.
Der Gemeinderat von Leusden wird seit 1982 folgendermaßen gebildet: Partei Sitze 1982 1986 1990 1994 1998 2002 2006 2010 2014 2018 2022 2026 Lokaal Belangrijk – – – – – – – – – – 7 7 D66 1 1 2 3 2 1 1 3 5 3 2 6 GroenLinks – – – 2 2 3 2 3 4 4 3 PvdA 4 4 3 2 3 4 5 2 CDA 7 7 7 6 5 5 5 5 5 5 4 3 Leusden Vooruit – – – – – – – – – – 2 3 VVD 6 5 4 4 6 5 5 5 4 4 2 3 ChristenUnie – – – – – 2 2 2 3 3 2 1 SGP 1 1 2 2 1 GPV – – – – – – – SP – – – – – – – – – 2 1 – Kiesvereniging Leusden ’90 – – 3 2 2 1 1 1 – – – – Lijst Van Putten – – – 0 – – – – – – – – Leusden ’85 – 3 0 – – – – – – – – – Gemeentebelangen 0 – – – – – – – – – – – Gesamt 19 21 21 21 21 21 21 21 21 21 23 23
Bürgermeister
Söhne und Töchter (Auswahl) Willem Hendrik de Beaufort (1845–1918), konservativ-liberaler Politiker Lieven Ferdinand de Beaufort (1879–1968), Zoologe und Hochschullehrer Jan van Burgsteden (* 1935), römisch-katholischer Priester, Weihbischof in Haarlem-Amsterdam Marieke Wijsman (* 1975), Eisschnellläuferin und Polizistin Matthias Havinga (* 1983), Organist und Hochschullehrer
Weblinks
Website der Gemeinde (niederländisch) Historische Kring Leusden (niederländisch) Website des ehemaligen Lagers Kamp Amersfoort (niederländisch, englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Gemeinde in der Provinz Utrecht Kategorie:Ort in der Provinz Utrecht
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