Meteora ist das zweite Studioalbum der US-amerikanischen Nu-Metal-Band Linkin Park. Es wurde am 25. März 2003 bei Warner Brothers Records veröffentlicht. Der Name Meteora stammt von den Meteora-Klöstern (griechisch Μετέωρα (n. pl.)), östlich des Pindos-Gebirges nahe der Stadt Kalambaka in Thessalien, Griechenland.
Entstehung links|mini|Blick auf die Felsen von Meteora über Kastraki, Griechenland Nach Angaben der Band wurden die Stücke auf Meteora hauptsächlich an vier verschiedenen Orten geschrieben. Neben den NRG Studios in Kalifornien und den Soundtrack Studios in New York wurden einige Titel auch im Tourbus und im Haus von Mike Shinoda entwickelt. Das Songwriting fand überwiegend im Jahr 2002 statt. Das Intro des Titels Somewhere I Belong wurde, nachdem Sänger Chester Bennington mit akustischem Gitarrenspiel die Basis für den Titel schuf, von Mike Shinoda überarbeitet und in vier Teile geteilt und neu angeordnet, da sich durch die Umkehrung des Riffs (das Rückwärtslaufen des Intros ist das, was dem Song seinen einzigartigen Sound gab) die Akkordfolge verändert hatte. Bennington und Shinoda nahmen 30 Versionen des Refrains für das Lied auf, wobei „jedes mal die vorhergegangene Version verschrottet wurde, auf der Suche nach etwas Besserem“.Zugehöriges CD-Booklet von Meteora
Die lyrische Idee für das Stück Breaking the Habit war zum Zeitpunkt der Aufnahmen bereits über fünf Jahre alt. Als Mike Shinoda an einem Interludium arbeitete, schlugen Gitarrist Brad Delson und DJ Joseph Hahn vor, aus dem musikalischen Zwischenspiel einen ganzen Song zu machen. Der vorläufige Titel des Liedes lautete Drawing, wurde aber allerdings von Shinoda beim Schreiben von Liedtexten erweitert. Das Intro Foreword wurde nach der Fertigstellung des gesamten restlichen Albums aufgenommen. Das abschließende Lied Numb entstand kurz bevor Linkin Park in die NRG Studios einzog.
Musikstil Verglichen mit dem drei Jahre zuvor erschienenen Vorgängeralbum Hybrid Theory, zeigt Meteora deutlichere Einflüsse von Rapcore (Lying from You, Hit the Floor, Figure.09), Hip-Hop (Nobody’s Listening) und elektronischer Musik (Breaking the Habit).
Titelliste # Titel Länge Bemerkung 1 Foreword 0:13 Intro 2 Don’t Stay 3:07 3 Somewhere I Belong 3:33 Erste Single 4 Lying from You 2:55 Promo-Single 5 Hit the Floor 2:44 6 Easier to Run 3:24 7 Faint 2:42 Zweite Single 8 Figure.09 3:17 9 Breaking the Habit 3:16 Fünfte und letzte Single 10 From the Inside 2:53 Vierte Single 11 Nobody’s Listening 2:57 12 Session 2:23 Instrumental 13 Numb 3:05 Dritte Single
Singleauskopplungen Meteora hält mit fünf Singles den Rekord für die meisten Singles aus einem Album, die Platz eins der US-amerikanischen Alternative Songs Charts belegen konnten.
Rezensionen Professionelle Bewertungen Durchschnittsbewertung Quelle Bewertung Metacritic 62 %metacritic.com Weitere Bewertungen Quelle Bewertung Allmusic Rolling Stone Billboard The Guardian Artistdirect Sputnikmusic laut.de plattentests.de CDstarts.de Alexander Cordas von laut.de bewertete das Album mit drei von möglichen fünf Punkten. Meteora sei „genau so geworden, wie man es erwarten konnte“ und weise nur sehr geringe Abweichungen zum Debütalbum Hybrid Theory auf. Die meisten Stücke klängen „zu glatt, zu hit-orientiert,“ seien ohne „Einfallsreichtum“ und werden als „Fastfood-Nu Metal“ bezeichnet. Dennoch beeindrucke „der unglaublich fette Sound.“ Der Song Faint wird als „Highlight des Albums“ bezeichnet, da er „aus dem ewig gleichen Midtempo-Quark“ ausbreche.Bewertung: laut.de
Kommerzieller Erfolg Chartplatzierungen
Auszeichnungen für Musikverkäufe Meteora verkaufte sich Quellen zufolge weltweit über 27 Millionen Mal, davon sind 13,1 Millionen Einheiten mit Schallplattenauszeichnungen belegt. Es zählt damit zu einem der meistverkauften Musikalben der Geschichte. In Deutschland verkaufte es sich über eine Million Mal, womit es 2024 mit der fünffachen Platinauszeichnung zertifiziert wurde und seither zu einem der meistverkauften Musikalben des Landes zählt.
In Österreich und der Schweiz wurde das Album 2003 mit der Platin-Schallplatte ausgezeichnet. In beiden Ländern stellt die Platinauszeichnung die aktuelle Zertifikation dar.Gold & Platin. ifpi.at (deutsch); abgerufen am 17. Februar 2010.Suche nach: Meteora. hitparade.ch (deutsch); abgerufen am 17. Februar 2010. Auch im englischsprachigen Raum erfolgten Zertifikationen. In Kanada und den Vereinigten Staaten von Amerika wurde Meteora innerhalb von zwei Jahren mit vierfachem Platin beziehungsweise vierfachem Multi-Platin ausgezeichnet. Weiterhin ist der Tonträger beispielsweise in Großbritannien und Australien mehrfach mit der Platin-Schallplatte ausgezeichnet.Certified Awards Search. bpi.co.uk; abgerufen amAccreditations – 2003 Albums. aria.com (englisch); abgerufen am 17. Februar 2010.
Weiterverwendung Der auf Meteora enthaltene Titel Session wurde für den Soundtrack des Filmes Matrix Reloaded verwendet.The Matrix Reloaded (2003) – Soundtracks. imdb.com (englisch); abgerufen am 17. Februar 2010. Der Titel Figure.09 ist in dem Film S.W.A.T. – Die Spezialeinheit zu hören.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Album 2003 Kategorie:Album (Alternative Metal) Kategorie:Album (Alternative Rock) Kategorie:Album (Nu Metal) Kategorie:Nummer-eins-Album Kategorie:Linkin-Park-Album Kategorie:Mehrfach-Platin-Album (Deutschland) Kategorie:Mehrfach-Platin-Album (Europa) Kategorie:Mehrfach-Platin-Album (Vereinigte Staaten) Kategorie:Mehrfach-Platin-Album (Vereinigtes Königreich)