Freerk Huisken (* 29. Januar 1941 in Eberswalde) ist ein marxistischer Publizist und ehemaliger Hochschullehrer für Politische Ökonomie des Ausbildungswesens am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität Bremen. Huisken ist Autor der marxistischen Theoriezeitschrift GegenStandpunkt.

Leben Freerk Huisken wurde als Sohn des Celler Kunstmalers und Lehrers Dirk Huisken (1911–2007) geboren. Nach einem Studium an der Pädagogischen Hochschule Oldenburg, das er 1964 „mit Auszeichnung“ abschloss, arbeitete er bis 1967 als Volksschullehrer. Danach absolvierte er noch ein Studium der Politikwissenschaft und der Psychologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Nach seiner Promotion im Jahre 1971 erhielt er eine Professur für Politische Ökonomie des Ausbildungssektors an der Universität Bremen. Huisken vertrat in seiner Tätigkeit als Hochschullehrer einen Standpunkt, der jedem Menschen ein unbedingtes selbständiges Denken zugesteht. Nicht selten geriet er dabei mit der Universitätsleitung in Konflikt, zuletzt, als er Anfang 2003 aus Anlass des Schulmassakers von Erfurt ein Buch zum Thema Jugendgewalt schrieb und dieses in den Universitätsmedien bekanntmachen wollte. Die Pressestelle lehnte dies ab, da die Thesen des Buches nicht geeignet seien, „zum Ansehen und zur Reputation der Universität“ beizutragen. Auch solidarisierte er sich häufig mit Studenten, die mit der Universitätsleitung in Konflikt gerieten. Freerk Huisken ist mit der Zeitschrift GegenStandpunkt verbunden und vertritt einen marxistischen Standpunkt, der das Denken eines Menschen als immer selbständig und daher jeden Menschen als zur Kritik fähig ansieht. Wie schon beim GegenStandpunkt richtet sich diese Kritik bei Freerk Huisken in der Hauptsache gegen den Kapitalismus.

Im März 2006 trat Huisken in den Ruhestand, er hält jedoch weiterhin Vorträge zur Wissenschaftskritik und zu politischen Themen.

Veröffentlichungen (Auswahl) mit Elmar Altvater (Hrsg.): Materialien zur politischen Ökonomie des Ausbildungssektors. Politladen, Erlangen 1971, ISBN 3-920531-08-6.

2. Aufl. u. d. T.

Überarbeitete und erweiterte Neuausgabe 2016, ISBN 978-3-89965-691-6.

Frieden. Eine Kritik. Aus aktuellem Anlass. VSA-Verlag, Hamburg 2023, ISBN 978-3-96488-193-9. Schule, die 5. Gewalt. Die Zurichtung des Nachwuchses für Staat und Kapital. VSA-Verlag, Hamburg 2026, ISBN 978-3-96488-269-1.

Literatur

Weblinks

Website von Freerk Huisken

Videomitschnitte Zum Charakter der Warenproduktion, September 2018 (Dauer: 1 Stunde, 33 Minuten) Ausbildung im Kapitalismus: Macht die Schule dumm? Vortrag vom 14. Juni 2010 an der Universität Salzburg (Dauer: 1 Stunde, 19 Minuten)

Audiomitschnitte Warum eine Wissenschaft von der Erziehung überflüssig ist und weshalb es sie dennoch gibt, Erlangen 2013 Die Ferien sind vorbei. Was bezweckt und was leistet die Volksbildung im Kapitalismus? (Freerk Huisken zusammen mit Johannes Köper), Bremen 2010 Die Rolle der Universität im Kapitalismus und der Bologna-Prozess. Über die Freiheit der Wissenschaft und ihren Dienst an Kapital und Staat. 17. November 2009, Uni Wien. Vortrag, Schluss & Diskussion Wieso? Weshalb? Warum? Macht die Schule dumm? Zu den fragwürdigen Leistungen des Schulsystems. 16. November 2009, Uni Wien Vortrag & Diskussion.

Einzelnachweise

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