mini|Erich Segal (1965)

Erich Wolf Segal (* 16. Juni 1937 in Brooklyn, New York City; † 17. Januar 2010 in London) war ein US-amerikanischer Klassischer Philologe, Bestseller- und Drehbuchautor.

Leben Erich Segal wurde als Sohn eines Rabbis geboren. 1955 nahm er ein Studium der klassischen Philologie an der Harvard-Universität auf, das er 1965 mit einer Promotion über antike klassische Komödien abschloss. Danach lehrte er als Gastdozent und Assistenz-Professor unter anderem an der Yale-Universität sowie an den Universitäten von München, Princeton, Tel Aviv und Dartmouth. In dieser Zeit veröffentlichte er literaturwissenschaftliche Werke. 1970 schaffte er den Durchbruch als Romanautor mit Love Story. Ab 1968 schrieb er Drehbücher zu mehreren erfolgreichen Filmen, unter anderem zu Yellow Submarine und auch zur Love-Story-Verfilmung. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München und 1976 in Montreal kommentierte er, der frühere Marathonläufer, die Langstreckenwettkämpfe der Leichtathleten.

Sein Troja-Musical Sing Muse! wurde in 39 Vorstellungen auf einer Off-Broadway-Bühne aufgeführt.

Er starb im Alter von 72 Jahren an einem Herzinfarkt, nachdem er schon lange an Parkinson gelitten hatte.«Love Story»-Autor Erich Segal gestorben, NZZ Online. Veröffentlicht: 19. Januar 2010, abgerufen: 19. Januar 2010 Segal war ab 1975 verheiratet. Eine seiner beiden Töchter ist die Journalistin Francesca Segal.Obituaries: Erich Segal: Classics professor who shot to fame as the writer of ‘Love Story’, independent.co.uk, 22. Januar 2010< (britisches Englisch): "Erich Wolf Segal: born Brooklyn, New York 16 June 1937; married 1975 Karen James (two daughters); died London 17 January 2010."

Rezeption Sein Buch Love Story ist das erste Buch, das António Lobo Antunes zum Weinen gebracht hat.https://antonioloboantunesnaweb.blogspot.com/2015/12/entrevista-visao-todos-nos-somos-muito.html

Veröffentlichungen Belletristik Love Story, OT: Love Story (1970), Übers. Isabella Nadolny, Hoffmann & Campe 1971 (Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste vom 10. Mai bis zum 29. August und vom 20. bis zum 26. September 1971) Olivers Story, OT: Oliver’s Story (1977), Übers. Allmuth E. Erbert, Hoffmann & Campe 1978 Mann, Frau und Kind, OT: Man Woman and Child (1978), Übers. Isabella Nadolny, Piper Verlag 1980 … und sie wollten die Welt verändern, OT: Class (1985), Übers. Christian Grote, Blanvalet 1986 Die Ärzte, OT: Doctors (1988), Übers. Gisela Stege, Scherz Verlag 1990 auch als Die das Leben lieben veröffentlicht Die Gottesmänner, OT: Acts of Faith (1992), Übers. Gisela Stege, Scherz Verlag 1992 Der Preis des Ruhms, OT: Prizes (1995), Übers. Gisela Stege, Scherz Verlag 1995 auch als Preis des Lebens veröffentlicht Only Love, OT: Only Love (1997), Übers. Michaela Link, Scherz Verlag 1999

Wissenschaftliche Werke Roman laughter, 1968 Greek tragedy, 1983 Oxford readings in Aristophanes, 1996 The death of comedy, 2001 Oxford readings in Menander, Plautus, and Terence, 2002

Filmografie Literarische Vorlage 1970: Love Story 1978: Olivers Story 1982: Herzen im Aufruhr (Man, woman and child) 1998: Nur die Liebe hält ewig (Only Love) Drehbuch 1967: Yellow Submarine 1970: The Games 1970: Kampf den Talaren (R.P.M.) 1971: Jennifer On My Mind 1980: Jahreszeiten einer Ehe (A Change of Seasons) Darsteller 1971: Neun im Fadenkreuz (Sans mobile apparent)

Literatur

Das Buch der 1000 Bücher, hrsg. von Joachim Kaiser, Dortmund 2002

Einzelnachweise

Weblinks

Interview mit Erich Segal 1993 Die Schöpfer des Yellow Submarine (engl.)

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