mini|150px|Das „F“-Logo mini|150px|Die „Gefällt mir“-Schaltfläche ist ein bekanntes Symbol.
Facebook ist ein soziales Netzwerk, das vom US-amerikanischen Unternehmen Meta Platforms betrieben wird. Es ist das am meisten genutzte soziale Netzwerk der Welt.
Facebook ermöglicht die Erstellung von drei Arten von Seiten: Seiten zur Darstellung der eigenen Person, Seiten zur Eigenpräsenz von Künstlern, Unternehmen oder sonstigen Organisationen sowie Seiten zur Kommunikation von Gruppen. Vor allem aus den eigenen Abonnements dieser Seiten ergibt sich ein individueller Feed, der wie bei den meisten anderen sozialen Netzwerken eine zentrale Rolle in der Benutzung einnimmt. Von einigen wird dieser Feed als ihr primärer Nachrichtenkanal genutzt, weshalb Facebook auch eine Konkurrenz von Nachrichtenportalen ist. Darüber hinaus bietet Facebook unter anderem einen Messenger sowie eine Entwicklungsplattform zur Erstellung von Anwendungssoftware.developers.facebook.com, Entwicklerplattform Facebook für Entwickler. Abgerufen am 1. November 2018.
Facebook wurde im Februar 2004 gegründet und war jahrelang die unangefochtene Nummer eins der größten sozialen Netzwerke. Mit der Zeit verlor es diese Stellung allerdings aufgrund der steigenden Popularität anderer sozialer Netzwerke. Im Jahr 2019 betrug der Umsatz 70,7 Mrd. USD. Es zählte nach eigenen Angaben im 1. Quartal 2022 rund 2,9 Milliarden Mitglieder, welche die Seite zumindest einmal pro Monat besuchten. Facebook ist eine der 10 meistbesuchten Websites der Welt, fiel in Deutschland 2020 allerdings aus den Top 10 heraus. Noch im Mai 2017 verzeichnete es nach anderen Statistiken in Deutschland 30 Millionen aktive Nutzer, diese Zahl sank bis Ende 2019 aber auf 25,9 Millionen. Facebook-Seiten und -Likes werden auch, teils illegal, in großen Mengen und zu Täuschungszwecken gehandelt. Gerichtlich wurde dies als unlauterer Wettbewerb eingestuft.Rechtsanwalt Jonas Kahl: Die Übernahme von Facebook-Fanpages und ihre rechtlichen Grenzen: Kaufen, kapern, übernehmen. Abruf am 15. April 2024 In Deutschland war Facebook 2022 zwar immer noch das meistgenutzte soziale Netzwerk, 35 % benutzten es mindestens einmal in der Woche, bei jüngeren Menschen lag es allerdings nur noch auf Platz drei hinter Instagram und TikTok.
Seit seiner Veröffentlichung steht Facebook aus vielerlei Gründen in der Kritik, unter anderem wegen Überwachung, der bewussten Erzeugung von Suchtverhalten sowie der Manipulation der öffentlichen Meinung.
Name Der Name bezieht sich auf die sogenannten Facebooks (Englisch wörtlich: „Gesichtsbuch“, sinngemäß: „Jahrbuch“) mit Abbildungen von Studenten, die an manchen US-amerikanischen Colleges verteilt werden.
Geschichte
mini|Mark Zuckerberg (2005)
Im Jahr 2003 entwickelte Mark Zuckerberg die Website facemash.com, den Vorgänger von Facebook, während seines Studiums der Psychologie und Informatik an der Harvard University. Es handelte sich um ein Bewertungssystem für das Aussehen von Frauen, das wegen Protesten nur wenige Tage zugänglich war. Zuckerberg hatte ungefragt Fotos von Studentinnen ins Internet gestellt und Seitenbesucher aufgefordert, von jeweils zwei zufällig ausgewählten Fotos das attraktivere zu wählen.
Facebook in seiner heutigen Form besteht seit dem Frühjahr 2004. In Harvard war die webbasierte Version der offiziellen, gedruckten Jahrbücher wegen Bedenken zum Datenschutz nur langsam in Gang gekommen. Das erweiterte Konzept verbreitete sich über die Ivy-League-Universitäten und anschließend weltweit. Neben Zuckerberg waren die Studenten Eduardo Saverin, Dustin Moskovitz und Chris Hughes am Projekt beteiligt. Außerdem stieß 2004 Napster-Mitbegründer Sean Parker als Berater hinzu und erhielt sieben Prozent der Anteile, war aber nach seiner Verhaftung wegen Kokainbesitzes gezwungen, Facebook zu verlassen.
Das Unternehmen Facebook Inc. gibt es seit dem 4. Februar 2004. Die Plattform erreichte im September 2011 rund 800 Millionen Mitglieder weltweit. Die am 2. Februar 2012 angekündigte Erstnotierung an der Börse wurde am 18. Mai 2012 umgesetzt. In der ersten Woche nach dem Börsengang sank der Aktienkurs von 38 auf rund 33 US-Dollar. Die Börsenaufsicht warf Facebook vor, Kleinanlegern Informationen vorenthalten zu haben. Diese strengten Sammelklagen auf Schadenersatz an.
Am 19. Februar 2014 kaufte Facebook Inc. den Messenger-Dienst WhatsApp für 4 Milliarden US-Dollar in bar und 15 Milliarden US-Dollar in Facebook-Aktien. Im Zuge des Verkaufs zog WhatsApp-Mitgründer Jan Koum in den Facebook-Verwaltungsrat ein.
Am 25. März 2014 gab Facebook Inc. die Übernahme von Oculus VR bekannt. Für 400 Millionen US-Dollar in bar und 1,6 Milliarden US-Dollar in Facebook-Aktien wurde Oculus VR von Facebook übernommen.
Im Dezember 2015 kündigte der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg an, 99 % seiner Facebook-Anteile zu verkaufen. Am 23. August 2016 veräußerte der Facebook-Chef das erste Aktienpaket im Wert von 95 Millionen Euro, um die Chan-Zuckerberg-Initiative finanziell zu unterstützen. Der Aktienkurs des Unternehmens wurde davon kaum beeinflusst. Da die Chan-Zuckerberg-Initiative keine echte Stiftung ist, sondern eine Limited Liability Company, kann Zuckerberg Steuerabgaben niedrig halten und sich medienwirksam als Wohltäter präsentieren.
Im Frühjahr 2018 rückte das Unternehmen zunehmend in den Blick der Öffentlichkeit, da die Sonderermittlung zur Beeinflussung des Wahlkampfs in den Vereinigten Staaten 2016 ergab, dass Agenten der Russischen Föderation Facebook benutzt hatten, um den US-Präsidentschaftswahlkampf zu beeinflussen.
Außerdem wurde bekannt, dass das britische Unternehmen Cambridge Analytica Daten von bis zu 87 Millionen Facebooknutzern missbräuchlich verwendete. Drei Monate vor der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten im Jahr 2020 kündigte Mark Zuckerberg eine Reihe von Maßnahmen an, um Fehlinformationen und Falschmeldungen bzw. Fake News über Facebook entgegenzuwirken. Eine der vielen Maßnahmen war die Entfernung von Seiten wie QAnon, die Verschwörungstheorien auf Facebook verbreiteten Facebook Inc. gab an, von Januar 2020 bis September 2020 insgesamt 4,5 Milliarden Fake-Accounts auf Facebook entdeckt und gelöscht zu haben.
Im Juli 2021 kündigte Mark Zuckerberg an, Facebook zum Metaversum umzubauen.
Am 4. Oktober 2021 kam es wegen eines selbstverschuldeten Fehlers in der Netzwerk-Neukonfiguration zu einem mehrstündigen Ausfall der Plattform ab 17:30 MESZ, der auch WhatsApp und Instagram betraf. Mitarbeiter von WhatsApp waren vom Zugang zu Konferenzräumen abgeschnitten.
Anfang Januar 2025 kündigte Zuckerberg an, dass Facebook sein Programm zur Überprüfung von Fakten abschaffen werde, damit die „freie Meinungsäußerung wiederhergestellt“ wird. Frederick Attenborough: Facebook dumps fact-checkers in attempt to “restore” free speech./
Funktionen mini|Facebook auf der Ad-tech-Messe in London 2010 mini|Lok der Rhätischen Bahn als Werbeträger
Jeder Benutzer von Facebook verfügt über eine Profilseite, auf der er sich vorstellen sowie Fotos und Videos hochladen kann. Diese Seite ist unter www.facebook.com/Benutzername aufrufbar. Die Profile können durch Freundschaftsanfragen oder Abonnements untereinander vernetzt werden, wobei eine unbeschränkte Anzahl von Abonnenten (analog den Followern auf Twitter) möglich ist, die Höchstgrenze von direkt verbundenen Freunden jedoch auf 5000 beschränkt bleibt.Facebook für Anfänger: Profil, Seite oder Gruppe: Was ist der Unterschied? allfacebook.de, abgerufen am 22. November 20155 Reasons to Use a Facebook Profile (Not a Page) to Build Platform, janefriedman.com, abgerufen am 22. November 2015 (englisch)
Auf dem Profil können Besucher öffentlich (bzw. nur für ihre Freunde) sichtbare Nachrichten hinterlassen oder Kommentare zu eigenen Beiträgen des Profil-Inhabers veröffentlichen. Bekannt wurde Facebook für die Like- bzw. Gefällt mir-Schaltfläche, mit dem der Nutzer mit einem Klick eine Befürwortung zum Ausdruck bringen kann. Alternativ zu öffentlichen Nachrichten können sich Benutzer persönliche Nachrichten schicken oder chatten. Für gemeinsame Interessensbereiche kann man GruppenGruppen bei Facebook, In: zeit.de. Die Zeit, 7. August 2012, abgerufen am 13. Januar 2015. einrichten, und Freunde können zu Veranstaltungen eingeladen werden. Facebook verfügt zudem über einen Marktplatz, auf dem Benutzer Kleinanzeigen aufgeben und einsehen können.
Die Identität neu angemeldeter Nutzer wird zunächst nur anhand der E-Mail-Adresse geprüft. Im Oktober 2010 berichtete ein Angestellter des Nachrichtenmagazins TechCrunch, bei Facebook ein Konto mit dem Namen des Google-Managers Eric Schmidt mit dessen korrekter E-Mail-Adresse erstellt zu haben. Da Facebook Konten, die noch nicht auf die Bestätigungsnachricht reagierten, bereits Aktionen wie das Einrichten des Profils und das Versenden privater Nachrichten erlaubt, erhielt das gefälschte Konto von Eric Schmidt private Nachrichten diverser Bekannter, die das Konto für echt hielten.
Bis 2012 war die Profilseite die Startseite bei Facebook. Um alle Aktivitäten seiner Freunde zu sehen, musste man jeweils die Profilseiten der Freunde einzeln aufrufen. Durch die Einführung des Newsfeed wurden diese Informationen automatisch auf der Startseite angezeigt.
Profil und Chronik Am 16. Dezember 2011 wurde die Funktion Chronik () freigeschaltet. Damit soll der Nutzer sein Leben chronologisch darstellen oder eine Art Tagebuch führen können. Während die Chronik zunächst optional durch Nutzer freigeschaltet werden konnte, ist sie seit Herbst 2012 automatisch und wird auch auf älteren Konten zwangsweise als Facebook-Startseite aktiviert. Hier erscheinen auch alle Mitteilungen des Nutzers, wobei er auswählen kann, wer diese sehen darf.
Facebook-Seiten Facebook bietet nicht nur Profile für Privatpersonen an, sondern auch sogenannte Seiten () für Künstler, bekannte Personen, Unternehmen und Marken. Im Gegensatz zu den Profilen der Mitglieder und den Beiträgen aus Gruppen sind Seiten auch für nicht bei Facebook angemeldete Benutzer sichtbar. Folgende Seitenkategorien werden unterschieden:
lokales Unternehmen oder Ort; Unternehmen, Organisation oder Institution; Marke oder Produkt; Künstler, Band oder öffentliche Person; Unterhaltung; guter Zweck oder Gemeinschaft.
Viele Facebook-Seiten dienen als Teil des Social-Media-Marketings oder für Public-Relations-Aktivitäten. In der Regel gelingt die Akquisition von Fans auf Facebook einfacher, je emotionaler ein Produkt oder eine Dienstleistung ist.
Ausgewählte Werbekunden (Facebook Business Partners) können seit Oktober 2012 mit einer „Global Page“ mehrere Seiten unter einer einzigen Adresse und einem einheitlichen Dashboard zusammenzufassen. Besucher sehen je nach Sprache und Aufenthaltsort die entsprechenden Inhalte.
Für Unternehmen mit mehreren physischen Standorten kann eine Standortstruktur beantragt werden. Die Facebook-Seiten der einzelnen Standorte sind der Hauptseite untergeordnet, um Inhalte und Nutzerrollen der übergeordneten Seite zu übernehmen. Außerdem kann man individuell Rechte vergeben und Inhalte teilen. Kontaktdaten und Öffnungszeiten können pro Standort festgelegt werden und Nutzer werden über eine Kartenansicht auf Standorte in ihrer Nähe hingewiesen.
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