mini|hochkant|Robert Leibnitz (1910) Robert Waldemar Leibnitz (* 22. Juni 1863 in Lindenaer Mühle im Schlossbezirk Dobrilugk, Kreis Luckau; † 22. November 1929Carl Weigandt: Geschichte des Corps Saxonia-Berlin zu Aachen 1867–1967. Aachen 1968, S. 143. in Berlin-Zehlendorf) war ein deutscher Architekt.
Leben Während seines Architekturstudiums an der Technischen Hochschule (Berlin-)Charlottenburg trat Leibnitz im Wintersemester 1882/1883 dem Corps Saxonia-Berlin bei und war zusammen mit den späteren Architekten Arthur Kickton und Friedrich Jenner aktiv. 1890 begann seine Mitarbeit bei dem Architekten Carl Gause in der Firma G. & C. Gause. 1893 wurde er nach dem bestandenen 2. Staatsexamen zum Regierungsbaumeister (Assessor in der öffentlichen Bauverwaltung) ernannt. Nach seinem Studium beteiligte sich Leibnitz in Berlin an einigen evangelischen Kirchenbauten. 1900 schied er aus dem Staatsdienst aus und arbeitete von da an zunächst mit dem Architekten Ludwig von Tiedemann zusammen, möglicherweise als dessen Mitarbeiter. 1901 wurde er Mitinhaber der Baufirma G. & C. Gause. Nach dem Tod von Carl Gause war er ab 1907 der alleinige Inhaber und führte als prominentestes Projekt den Bau des Hotels Adlon in Berlin zu Ende. 1913 wurde ihm der Charakter als Baurat verliehen.
Bauten und Entwürfe mini|hochkant|Geschäftshaus Friedrichstraße 61 in Berlin mini|hochkant|Lutherkirche in Cottbus (1912) 1893–1895: Bauleitung beim Bau der evangelischen Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche in Berlin, Hansaviertel, Händelstraße (nach Entwurf von Johannes Vollmer, kriegszerstört und 1957 durch Neubau ersetzt) 1896–1897: evangelische Genezareth-Kirche in Erkner (mit Ludwig von Tiedemann) 1899–1900: Bauleitung beim Bau der evangelischen Verklärungskirche in Berlin-Adlershof, Arndstraße (nach Entwurf von Heinrich Klutmann) 1900–1902: evangelische Bethanienkirche in Berlin-Weißensee, Mirbachplatz (mit Ludwig von Tiedemann, nur Turm erhalten) 1901–1911: evangelisches Pfarrhaus in Berlin-Waidmannslust, Bondickstraße 76 (unter Denkmalschutz) 1902: Hotel Carlton in Berlin, Dorotheenstadt, Unter den Linden 17 (mit Carl Gause, 1999–2001 zur Preussag-Konzern-Repräsentanz umgebaut) 1902–1903: Kirchturm zur spätromanischen Dorfkirche Berlin-Rosenthal, Hauptstraße 1903–1905: evangelische Glaubenskirche in Berlin-Lichtenberg, Roedeliusplatz (mit Ludwig von Tiedemann) 1904–1906: evangelische Dreifaltigkeitskirche in Berlin-Lankwitz, Paul-Schneider-Straße (mit Ludwig von Tiedemann) 1905–1906: Ausstellungshallen am Zoologischen Garten in Berlin-Charlottenburg, Hardenbergstraße (mit Carl Gause, später umgebaut, kriegszerstört) 1906–1907: Hotel Adlon in Berlin, Dorotheenstadt, Pariser Platz (mit Carl Gause, 1945 zerstört, nach 1990 formal ähnlicher Neubau) 1907–1910: Auguste-Viktoria-Hospiz in Jerusalem 1907–1908: evangelische Christuskirche in Berlin-Oberschöneweide, Firlstraße 16 1908: evangelisches Gemeindehaus „Haus Bethanien“ in Berlin-Weißensee, Mirbachplatz 1908: Grabmal Gause auf dem Friedhof der evangelischen St.-Petri-Luisenstadt-Kirchengemeinde(unter Denkmalschutz) 1908–1909: Geschäftshaus Mädler-Haus in Berlin, Friedrichstadt, Friedrichstraße 58 / Leipziger Straße 29 1909–1910: Geschäftshaus in Berlin, Friedrichstadt, Friedrichstraße 61 / Kronenstraße 15 (unter Denkmalschutz)Eintrag in der Landesdenkmalliste 1911–1912: Griechische Botschaft in Berlin, Tiergartenviertel, Hiroshimastraße 11a / Hildebrandstraße (nach schweren Kriegsschäden wiederaufgebaut) 1911–1912: Lutherkirche mit Gemeindehaus in Cottbus, Thiemstraße 27Stadt Cottbus, Lutherkirche 1911–1912: „Boarding-Palast“ (Appartement-Hotel), seit 1913 genannt „Hotel Cumberland“, seit 1914 „Haus Cumberland“, in Berlin-Charlottenburg, Kurfürstendamm 193/194 1911–1913: städtische Festhalle in Bingen, Hindenburganlage 3 (unter Denkmalschutz) 1912–1913: evangelische Königin-Luise-Kirche in Berlin-Waidmannslust, Bondickstraße 14
Auszeichnungen 1905: preußischer Roter Adlerorden IV. Klasse 1909: preußischer Kronen-Orden III. Klasse 1910: preußischer Roter Adlerorden III. Klasse mit Schleife 1911: russischer Sankt-Stanislaus-Orden II. Klasse 1912: Ritterkreuz I. Klasse des Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Hausordens
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Architekt (Berlin) Kategorie:Architekt des Historismus Kategorie:Angehöriger des Fünferbundes Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 3. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 3. Klasse Kategorie:Träger des Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Hausordens (Ritter/Ritter I. Klasse) Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Person (Doberlug-Kirchhain)
Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1863 Kategorie:Gestorben 1929 Kategorie:Mann