Die Sacri Monti (Heilige Berge) im Piemont und in der Lombardei sind neun weitläufige Kapellenanlagen und andere Pilgerstätten, die im späten 16. und 17. Jahrhundert auf Bergen und an Seen errichtet wurden und jeweils die Verehrung bestimmter Aspekte des christlichen Glaubens zum Ausdruck bringen. Zusätzlich zu ihrer symbolischen und spirituellen Bedeutung sind sie von großer Schönheit und gut an die Landschaft angepasst. Sie bergen zahlreiche Kunstwerke, wie etwa Gemälde und Skulpturen. Seit 2003 sind die Sacri Monti ein Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes in Norditalien.
Das Weltkulturerbe Die neun Sacri Monti des Weltkulturerbes heißen:
Nr. Sacro Monte Ort / Provinz / Lage Beschreibung Bild 1 Sacro Monte di Varallo Varallo SesiaProvinz Vercelli Im Jahr 1497 wurden die Arbeiten am Sacro Monte begonnen, es ist damit der älteste seiner Art. Gegen 1650 war die Anlage weitgehend vollendet. Insgesamt besteht der Sacro Monte aus 45 Sakralbauten. 130px 2 Sacro Monte di Crea Ponzano MonferratoSerralunga di CreaProvinz Alessandria 1589 130px 3 Sacro Monte di Orta Orta San Giulio Provinz Novara 1590 130px 4 Sacro Monte di Varese Varese(Provinz Varese) 1598 130px 5 Sacro Monte di Oropa Biella, Ortsteil OropaProvinz Biella 1617; alte und neue Wallfahrtsbasilika 130px 6 Sacro Monte di Ossuccio OssuccioProvinz Como 1635 130px 7 Sacro Monte di Ghiffa GhiffaProvinz Verbano-Cusio-Ossola 1591 130px 8 Sacro Monte di Domodossola DomodossolaProvinz Verbano-Cusio-Ossola 1657 130px 9 Sacro Monte di Belmonte Valperga, Cuorgnè, Pertusio und PrascorsanoMetropolitanstadt Turin 1712 130px
Weitere Sacri Monti Im Tessin in der Schweiz befinden sich der Sacro Monte von Brissago (erbaut 1767–1774) und die Madonna del Sasso oberhalb Locarno (erbaut 1616–1677), die eigentlich auch zu den Sacri Monti, aber bisher nicht zum Weltkulturerbe gehören.
Sacro Monte di Andorno Sacro Monte di Arona Sacro Monte di Graglia
Siehe auch Kalvarienberg Kreuzweg Via matris Via lucis
Weblinks Unesco Site (englisch) Die Heiligen Berge des Piemont und der Lombardei
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