Zampelbüdel (auch kurz Zampel) ist die plattdeutsche Bezeichnung des über der Schulter getragenen Frühstücksbeutels der früheren Hamburger Hafenarbeiter.Im Gespräch: Zampel. In: Hamburger Abendblatt. 24. Juni 1974 (abendblatt.de, abgerufen am 23. Dezember 2022). Der Beutel, in dem neben Proviant auch Werkzeug transportiert wurde, war meistens aus Sackleinen oder Segeltuch hergestellt.Reinhard Goltz: Auf ein (Platt-)Wort. In: Die Welt. 27. Juli 2009 (welt.de, abgerufen am 23. Dezember 2022). Der Begriff Zampelbüdel setzt sich zusammen aus dem englischen sample („Probe“) und dem plattdeutschen Büdel für „Beutel“.Samplebeutel. In: Hamburger Abendblatt. 28. Juni 1974 (abendblatt.de, abgerufen am 23. Dezember 2022).
Besonders populär wurde der Zampelbüdel, nachdem die Zollgrenze des Hamburger Freihafens eingerichtet worden war. Die Hafenarbeiter nahmen auf dem Heimweg in ihrem Frühstücksbeutel gern hochwertige Zollgüter aus dem Hafen mit, beispielsweise Tabak, Kaffee und Rum, was in kleinen Proben toleriert wurde – unbenommen dessen, dass die sogenannte Probe manchmal recht umfangreich ausfiel und konfisziert wurde.
Weblinks Hamburg. Hafen. Hafenarbeiter mit Zampelbüdel (Frühstücksbeutel) über der Schulter. In: Deutsche Digitale Bibliothek.
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