Dave King (* 7. September 1953 in Lexington, Kentucky) ist ein amerikanischer Jazz- und Rock-Bassist, Komponist und Produzent.
Leben und Wirken King, der Sohn des Heldentenors James King, erhielt ab dem zwölften Lebensjahr zunächst Unterricht auf der Jazzgitarre. Dann wechselte er zum Kontrabass und erhielt Unterricht bei Jamey Aebersold. mini|hochkant=3|King (4. von links) mit dem United Jazz + Rock Ensemble (2002) 1970 zog er nach Deutschland, machte ein Jahr später erste Aufnahmen mit Embryo und spielte als Studiomusiker unter anderem für Klaus Doldinger, Niagara, Giorgio Moroder und Peter Thomas. Später arbeitete er unter anderem mit Udo Lindenberg, für den er zwischen 1975 und 1987 auch als Ko-Produzent tätig war, sowie für Peter Maffay und für Billy Cobham (1975). Dave King war sowohl Vorgänger (1975 bis 1977) als auch Nachfolger (1986 bis 1999) von Eberhard Weber als Bassist des United Jazz and Rock Ensemble und gehört ab 2012 auch dessen Second Generation an. Von 1976 bis 1987 war er Mitglied von Peter Herbolzheimers Rhythm Combination & Brass. Auch wurde er als Teil der Band Snowball von Curt Cress bekannt und tourte mit Chaka Khan. Charlie Mariano verstärkte sein Interesse für weltmusikalische Projekte, die er dann mit Hakim Ludin fortsetzte.
Ab 1991 lehrte King an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim; 2006 wurde er zum Professor ernannt.
Trivia Der Musiktitel Love to love you, Baby von Donna Summer und Produzent Giorgio Moroder (1976 Platz 2 der US-Charts/Billboard Hot 100) führte zu einem Rechtsstreit von King gegen Moroder, da dieser den Titel ohne die Angabe von King als Co-Komponist veröffentlicht hatte. Obwohl King glaubhaft machen konnte, die Basslauf-Figur bei Love to love you, Baby sei seine Erfindung gewesen, nicht die Moroders, und sie habe dem Musiktitel erst als prägendes Element zu weltweitem Erfolg verholfen, verlor er den Rechtsstreit.
Diskografische Hinweise Neben Kings „künstlerischen“ Aufnahmen spielte er, vor allem in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre, auch in unzähligen kommerziellen Produktionen verschiedenster Genres als Studiomusiker, von denen nachfolgend nur besonders bekannte und erfolgreiche gelistet sind: Embryo: Father Son and Holy Ghosts – 1972 Embryo: Rocksession – 1973 Martin Mann: Rock-Feuer – 1975 Donna Summer (Giorgio Moroder): Love to Love You Baby – 1975 Wolfgang Hofer: Heute – 1975 Curt Cress (mit Volker Kriegel, Ack van Rooyen, Kristian Schultze): Curt Cress Clan – 1975 „Malcolm's Locks“ (mit Dieter Reith, Peter Herbolzheimer, Ack van Rooyen u. a.) – Caribbean Rock – 1975 Dieter Reith: Knock Out – 1976 Costa Cordalis: Ich geh durch deine Straße – 1976 Siegfried Fietz (mit Siegfried Schwab, Keith Forsey, Mladen Franko): Frei wie ein Vogel im Wind – 1976 Eberhard Schoener: Bali Agung – 1976 Toto Blanke: Electric Circus – 1976 Zanki: Jetzt komm’ ich – 1977 Costa Cordalis: Ich zeige dir das Paradies – 1977 Bill Ramsey: On the Spot – 1977 Siegfried Schwab und Mladen Franko: Sound Service – 1978 Rosanne Cash: Rosanne Cash – 1978 Udo Lindenberg: Lindenbergs Rock-Revue (nur auf Die Rock'n'Roll-Komplizen) – 1978 Lonzo: Kommt, es ist soweit – 1978 Jürgen Drews: Feuer und Wasser – 1978 Su Kramer: Die zwei Gesichter – 1978 Peter Horton: ... will Deine Seele mit Dir singen – 1979 Dieter Reith: Love and Fantasy – 1979 Herbert Grönemeyer: Grönemeyer – 1979 Asha Puthli: 1001 Nights of Love – 1979 Lonzo: Heute geschlossen wegen gestern – 1981 Boney M.: Christmas Album – 1981 Andrew Lloyd Webber (mit Gitte Hænning, Curt Cress, Stephan Diez): Bleib noch bis zum Sonntag – 1981 Udo Lindenberg: Udopia – 1981 Precious Wilson: All Coloured in Love – 1982 Joël Vandroogenbroeck: Joel however – 1983 Joe Mubare: Mubare – 1984 Peter Horton: Komm näher – 1984 Hanne Haller: Eines Tages ... – 1984 Gitte Hænning: Berührungen – 1984 Udo Lindenberg: Phönix – 1986 Johannes Faber’s Consortium Feat. Billy Cobham, Dave King, Christof Lauer, Joerg Reiter: Johannes Faber’s Consortium – 1985 Joerg Reiter (mit Charlie Mariano, Freddie Santiago): The Night Groove – 1989 United Jazz + Rock Ensemble: Na Endlich! / Live in Concert – 1992 Alex Gunia (mit Justo Almario, Randy Brecker, Curt Cress Nippy Noya): Groove Cut – 1994 Jeff Newmann (= Joerg Reiter; mit Wolfgang Haffner, Klaus Graf): Keys – 1995 Dave King (mit Anita Davis, Patrick Gammon, Frank Kuruc, Hubert Nuss:) Wildcat – 1996 United Jazz + Rock Ensemble: Die Neunte von United – 1996 H. P. Salentin: It's Up to You – 1997 Charlie Mariano: Nassim – 1998 Charlie Mariano: Bangalore – 1999 United Jazz + Rock Ensemble: X – 1999 Bill Carrothers: The electric Bill – 2001 Susannah McCorkle (mit Kai Rautenberg, Walter Gauchel, Ned Irving): Adeus – The Berlin Concert – 2015 (aufgenommen 1996)
Weblinks
Webpräsenz mit weltmusikalischem Blog FunkMan53, Dave Kings Kanal auf YouTube Dave King an der Musikhochschule Mannheim
Kategorie:Fusion-Musiker Kategorie:Jazz-Bassist Kategorie:Hochschullehrer (Musikhochschule Mannheim) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1953 Kategorie:Mann