mini|UT Tower und Littefield-Springbrunnen mini|Das Lone Star Showdown 2006

The University of Texas at Austin, oft auch University of Texas, UT oder Texas verkürzt, ist die größte Universität von Texas und Hauptcampus im University of Texas System. Sie wurde 1883 gegründet und wurde im Jahr 2023 von 51.913 Studenten besucht. Die UT Austin gehört zu den besten staatlichen Universitäten der USA, eine sogenannte Public Ivy. Weiterhin ist sie Mitglied der Association of American Universities, einem seit 1900 bestehenden Verbund führender forschungsintensiver nordamerikanischer Universitäten. Die UT Austin hat insgesamt 8 Nobelpreisträger (zuletzt in den Jahren 2017, 2018, 2019) und 3 Turing-Award-Gewinner hervorgebracht. Sie ist außerdem die einzige Universität der Welt, die drei Gewinner des Abelpreises hervorgebracht hat, und die einzige Universität, deren Akademiker im selben Jahr sowohl den Abelpreis als auch den Turing-Award gewinnen konnten.

Die Universität besteht aus einem 1,4 km² großen Campus in urbaner Lage sowie diversen Nebenstellen wie zum Beispiel dem J. J. Pickle Research Campus. Des Weiteren ist die UT Austin ein herausragendes Zentrum für akademische Forschung mit jährlichen Forschungsausgaben in Höhe von 1,06 Milliarden US-Dollar.

Zahlreiche europäische Schriftsteller hatten Gastdozenturen in Austin inne, so zum Beispiel Lars Gustafsson, Peter Rühmkorf und viele andere.

Organisationale Gliederung Die Universität besteht aus den folgenden 17 Einheiten (Colleges und Schools), die jeweils mit dem Gründungsjahr gelistet sind:

College of Liberal Arts (1883) College of Natural Sciences (1883) School of Law (1883) Cockrell School of Engineering (1894) College of Education (1905) Continuing Education (1909) Graduate Studies (1910) McCombs School of Business (1922) College of Pharmacy (1893 in Galveston, 1927 nach Austin verlegt) College of Fine Arts (1938) School of Information (1948) School of Social Work (1950) School of Architecture (1951) College of Communication (1965) LBJ School of Public Affairs (1970) School of Nursing (1976) Jackson School of Geosciences (2005) School of Undergraduate Studies (2008)

Zur University of Texas at Austin gehört zudem unter anderem das renommierte Harry Ransom Center, das 1957 gegründet wurde, und das 1963 eröffnete Blanton Museum of Art.

Ranking In ihren umstrittenen Hochschulrankings listete The Times Higher Education Supplement die Universität 2005 auf Platz 26, im Vorjahr, 2004, auf Platz 15, fiel jedoch im Jahr 2007 auf Platz 51 zurück.http://www.paked.net/higher_education/rankings/times_rankings.htm Im Jahr 2019 und 2020 belegt die Universität Texas, Austin, den Platz 38 und gehört weiterhin zu den Top 50 Universitäten der Welt. Im Shanghai Ranking, auch Academic Ranking of World Universities, belegt die Universität Texas, Austin, im Jahr 2018 den Platz 40, im Jahr 2019 den Platz 45 und im Jahr 2020 den Platz 41. Im einschlägigen US News & World Report belegt die Universität Texas, Austin, im Jahr 2020 den Platz 34. Gemäß dem Center for World University Ranking (CWUR) 2020 belegt die Universität Texas, Austin, den Platz 33.

In den USA belegt die Universität Texas, Austin, Platz 22 (Stand 2019) bzw. Platz 21 (Stand 2023) und gehört somit zu den besten Universitäten des Landes.

Die renommierte School of Law der Universität Texas belegte gemäß dem einschlägigen US News Ranking im Jahr 2018 den Platz 14 und gehörte somit zu den T14 Law Schools, im Jahr 2019 und 2020 belegt sie wie in den Jahren zuvor den Platz 16.

Weltweit belegt die School of Law der Universität Texas gemäß dem einschlägigen QS World University Rankings Platz 74 (Stand 2023) bzw. gemäß Times Higher Education World University Rankings Platz 77 (Stand 2023).

Zahlen zu den Studierenden Im Herbst 2020 waren 50.476 Studierende eingeschrieben. Davon strebten 40.048 ihren ersten Studienabschluss an, sie waren also undergraduates. Von diesen waren 56 % weiblich und 44 % männlich; 23 % bezeichneten sich als asiatisch, 4 % als schwarz/afroamerikanisch und 26 % als Hispanic/Latino. 10.428 arbeiteten auf einen weiteren Abschluss hin, sie waren graduates.

Sport

Die Sportteams der UT Austin sind die Longhorns. Die Hochschule ist Mitglied der Southeastern Conference seit 1. Juli 2024.

Persönlichkeiten Derzeitige und ehemalige Professoren Nobelpreisträger Hermann Joseph Muller (1890–1967) – Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 1946, Genetiker, ab 1920 an der UT Austin Ilya Prigogine (1917–2003) – Nobelpreis für Chemie 1977, Physiker und Chemiker Steven Weinberg (1933–2021) – Nobelpreis für Physik 1979, ab 1982 an der UT Austin John B. Goodenough (1922–2023) – Nobelpreis für Chemie 2019, ab 1986 an der UT Austin

Abelpreisträger

John T. Tate (1925–2019) – Mathematiker Karen Uhlenbeck (* 1942) – Mathematiker Luis Caffarelli (* 1948) – Mathematiker

Turing-Award-Gewinner

Edsger W. Dijkstra (1930–2002) – Informatiker Robert Metcalfe (* 1946) – Informatiker

Weitere Professoren

Edith Clarke (1883–1959) – erste Professorin für Elektrotechnik an dieser Hochschule (ab 1947) Bryce DeWitt (1923–2004) – Physiker Kristen Grauman (* 1979) – Informatikerin Tatsuo Itoh (1940–2021) – Hochfrequenzingenieur Barbara Jordan (1936–1996) – erste afroamerikanische Frau aus dem Süden im US-Abgeordnetenhaus Allan Hugh MacDonald (* 1951) – Physiker Charles Willard Moore (1925–1993) – Architekt Oran M. Roberts (1815–1898) – Gouverneur von Texas 1879–1883 Elliot See (1927–1966) – Astronaut Michael Tye (* 1950) – Philosoph

Absolventen Nobelpreisträger J. M. Coetzee (* 1940) – Nobelpreis Literatur E. Donnall Thomas (1920–2012) – Nobelpreis Medizin Michael W. Young (* 1949) – Nobelpreis Medizin James Allison (* 1948) – Nobelpreis Medizin

Turing-Award-Gewinner

Allen Emerson (1954–2024) – Informatiker

Bildung Alan Lomax (1915–2002) – Musikologe und Publizist

Journalismus Paul Begala (* 1961) – Fernsehmoderator und Berater von Bill Clinton Walter Cronkite (1916–2009) – Moderator von CBS News, Reporter im Zweiten Weltkrieg John Moore – Fotojournalist Will Potter (* 1980) – Journalist und Freiheitsrechtler

Kunst und Unterhaltung Wes Anderson (* 1969) – Filmregisseur Steve Barton (1954–2001) – Schauspieler Berkeley Breathed (* 1957) – Comiczeichner Felicia Day (* 1979) – Schauspielerin, Produzentin Farrah Fawcett (1947–2009) – Schauspielerin Kinky Friedman (1944–2024) – Schriftsteller, Musiker Richard Garriott (* 1961) – Erschaffer von Videospielen Peri Gilpin (* 1961) – Schauspielerin Marcia Gay Harden (* 1959) – Schauspielerin John Hillerman (1932–2017) – Schauspieler Janis Joplin (1943–1970) – Musikerin Richard Linklater (* 1960) – Filmregisseur Matthew McConaughey (* 1969) – Schauspieler Jayne Mansfield (1933–1967) – Schauspielerin Sterling Morrison (1942–1995) – Musiker, Gründer von The Velvet Underground Rick Riordan (* 1964) – Autor Tex Ritter (1905–1974) – Schauspieler Michelle Shocked (* 1962) – Musikerin Bruce Sterling (* 1954) – Science-Fiction-Autor Rip Torn (1931–2019) – Schauspieler Eli Wallach (1915–2014) – Schauspieler Owen Wilson (* 1968) – Schauspieler Renée Zellweger (* 1969) – Schauspielerin

Politik und Recht Lloyd Bentsen (1921–2006) – Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus (1948–1955), Senator (1970–1992) und Finanzminister unter Bill Clinton Jeb Bush (* 1953) – Gouverneur von Florida von 1999 bis 2007 Laura Bush (* 1946) – Ehefrau von George W. Bush Ramsey Clark (1927–2021) – Attorney General Lloyd Doggett (* 1946) – Kongressabgeordneter für den 25. Distrikt von Texas Donald Louis Evans (* 1946) – ehemaliger Wirtschaftsminister unter George W. Bush Tommy Franks (* 1945) – ehemaliger Commander-in-Chief der United States Central Command Mike Godwin – Erfinder des Godwins Gesetz Lady Bird Johnson (1912–2007) – Ehefrau des ehemaligen amerikanischen Präsidenten Johnson Bill Owens (* 1950) – Gouverneur von Colorado Ann Richards (1933–2006) – ehemalige Gouverneurin von Texas Hans Sennholz (1922–2007) – deutscher Ökonom und US-Hochschullehrer, bedeutender Vertreter der Österreichischen Schule der Volkswirtschaftslehre Maman Sambo Sidikou (* 1949) – Außenminister Nigers Fernando Belaúnde Terry (1912–2002) – ehemaliger Präsident von Peru

Sport Walt Anderson (* 1952) – Zahnarzt und American-Football-Schiedsrichter Mo Bamba (* 1998) – Basketballspieler Lance Blanks (1966–2023) – Basketballspieler Bill Bradley – American-Football-Spieler Blake Brockermeyer (* 1973) – American-Football-Spieler Earl Campbell (* 1955) – American-Football-Spieler Roger Clemens (* 1962) – Baseballspieler Ben Crenshaw (* 1952) – Golfspieler Ian Crocker (* 1982) – Schwimmer (Olympiade) Shane Dronett (1971–2009) – American-Football-Spieler Kevin Durant (* 1988) – Basketballspieler Anna Elendt (* 2001) – Schwimmerin Ox Emerson (1907–1998) – American-Football-Spieler Doug English (* 1953) – American-Football-Spieler Leah Fortune (* 1990) – brasilianische Fußballspielerin Ahmard Hall (* 1979) – American-Football-Spieler Brendan Hansen (* 1981) – Schwimmer (Olympiade) Tom Kite (* 1949) – Golfspieler Tom Landry (1924–2000) – American-Football-Spieler und -Trainer Bobby Layne (1926–1986) – American-Football-Spieler und Baseballspieler Arch Manning (* 2005) – American-Football-Spieler Johnny Moore (* 1958) – Basketballspieler Tommy Nobis (1943–2017) – American-Football-Spieler Aaron Peirsol (* 1983) – Schwimmer (Olympiade) Nanceen Perry (* 1977) – Leichtathletin (Olympiade) Scottie Scheffler (* 1996) – Golfspieler Lyle Sendlein (* 1984) – American-Football-Spieler Kyle Shanahan (* 1979) – American-Football-Trainer Diron Talbert – American-Football-Spieler Don Talbert (* 1939) – American-Football-Spieler Earl Thomas (* 1989) – American-Football-Spieler Ricky Williams (* 1977) – American-Football-Spieler Vince Young (* 1983) – American-Football-Spieler

Wirtschaft Michael Dell (* 1965) – Gründer der Computerfirma Dell (kein Abschluss) David Geffen (* 1943) – Musik- und Filmproduzent Henning Kreke (* 1965) – Vorstandsvorsitzender der Douglas Holding

Wissenschaft und Technologie Alan Bean (1932–2018) – Astronaut Linda Katherine Escobar (1940–1993), Botanikerin und Hochschullehrerin John Hanke (* 1967) – Mitentwickler von Google Earth und Google Maps, Gründer von Niantic Nancy B. Jackson (1956–2022) – Chemikerin und Hochschullehrerin Stephanie Wilson (* 1966) – Astronautin

Sonstige Jenna Bush (* 1981) – Tochter von George W. Bush Yuri Slezkine (* 1956) – Historiker Charles Joseph Whitman (1941–1966) – Amokläufer

Weblinks

The University of Texas (englisch) The University of Texas Athletics (englisch) Texas Exes – The University of Texas Alumni Association (englisch)

Einzelnachweise

Austin

Kategorie:Organisation (Austin) Kategorie:Association of American Universities Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 1883