Theodor Wilhelm Danzel (* 4. Februar 1818 in Hamburg; † 9. Mai 1850 in Leipzig) war ein deutscher Ästhetiker und Literaturhistoriker.
Herkunft und Familie Danzel wurde als Sohn des Hamburger Arztes Friedrich Danzel (1792–1847) und dessen Ehefrau Anna Catharina Westphalen (1786–1849) geboren. Seine Mutter war eine Schwester des Juristen Nicolaus Adolf Westphalen (1793–1854). Der Chirurg August Danzel (1822–1889) war sein Bruder.
Leben und Wirken Danzel absolvierte seine Schulzeit an der Gelehrtenschule des Johanneums und dem Akademischen Gymnasium seiner Vaterstadt. Ab 1837 studierte er an den Universitäten Leipzig, Halle, Berlin und Jena. 1841 promovierte er in Jena zum Doktor der Philosophie, kehrte anschließend nach Hamburg zurück und hielt Vorlesungen über Ästhetik am Akademischen Gymnasium sowie Vorträge über Goethe und Schiller. Im Februar 1845 habilitierte er sich als Privatdozent in Leipzig. 1848 trat er dem Deutschen Verein in Leipzig bei. Im Alter von 32 Jahren starb Danzel, der seit jungen Jahren eine Lungenkrankheit hatte, an einer Gehirnentzündung am 9. Mai 1850 in Leipzig und fand auch seine letzte Ruhestätte dort.
Danzel war anfangs ein konsequenter Parteigänger Georg Wilhelm Friedrich Hegels, konnte sich aber 1844 mit seinem Werk „Über die Aesthetik der Hegelschen Philosophie“ von diesem emanzipieren. Sein Werk „Gotthold Ephraim Lessing, sein Leben und seine Werke“ stand im Gegensatz zu den Thesen Georg Gottfried Gervinus’ und wurde kontrovers diskutiert.
Werke
Literatur
Weblinks
Otto Jahn: Theodor Wilhelm Danzel im Internet Archive
Einzelnachweise
Kategorie:Ästhetiker Kategorie:Literaturhistoriker Kategorie:Philosoph (19. Jahrhundert) Kategorie:Person (Leipzig) Kategorie:Geboren 1818 Kategorie:Gestorben 1850 Kategorie:Mann