Go Trabi Go 2 – Das war der wilde Osten ist eine deutsche Filmkomödie aus dem Jahr 1992. Wie im erfolgreichen Vorgänger Go Trabi Go (1991) sind erneut Wolfgang Stumph, Claudia Schmutzler und Marie Gruber in den Hauptrollen zu sehen. Auch die Nebenrollen sind prominent besetzt.

Handlung Als Familie Struutz nach rund zwei Wochen aus ihrem Italien-Urlaub zurückkehrt, hat sich in Bitterfeld so einiges verändert. Das Mehrfamilienhaus, in dem sie jahrzehntelang gewohnt haben, wird im Auftrag durch den US-Investor William Buck planiert und zum modernen Golfplatz umgebaut. Ein Neuanfang in der Großstadt Dresden wird nun versucht. Dabei kommt Udo Struutz die Erbschaft einer Gartenzwergfabrik im sächsischen Landwitz zugute. An dem ehemaligen volkseigenen Betrieb „Rote Mütze“ hängt jedoch ebenso der Bürgermeister Kuhn, der sich das Grundstück für ein Autobahnprojekt unter den Nagel reißen will.

Familie Struutz teilt sich auf und versucht, sich Vorteile zu verschaffen. Tochter Jacqueline tourt mit ihrer besten Freundin Diana durch sämtliche Dresdner Diskotheken, während Mutter Rita in Landwitz den Bürgermeister Kuhn bezirzt, der sich jedoch mehr für seine Vogelbeobachtung zu interessieren scheint. Udo wird schließlich das Angebot gemacht, die Fabrik für eine symbolische Mark zu verkaufen. Andernfalls würde er enteignet – es sei denn, er kann eine Million Mark auftreiben, die als Investitionsbeweis gelten sollen und so die Enteignung verhindern könnten.

Kurz darauf trifft Udo den Abenteurer Charlie, der sich von seinem Ziel, Ostdeutschland nun mit Kondomen zu versorgen, schnell verabschiedet. Charlie steckt Udo jedoch mit seinem Unternehmergeist an und bringt ihn auf die Idee, zu dem Mann zu reisen, der das Haus von Familie Struutz quasi auf dem Gewissen hat: William Buck. In New York angekommen, macht Udo den Investor durch einen Wutausbruch auf sich aufmerksam und bekommt schließlich einen Auftrag für die Gartenzwergproduktion im Wert von einer Million Dollar. Zurück in der Heimat, kann Udo mit dem Scheck in letzter Minute die Enteignung verhindern und die Produktionsstätte für Gartenzwerge erhalten. Dank Jacquelines Initiative, die den Trabant „Schorsch“, der von Skinheads von der Augustusbrücke in Dresden auf einen Altmetallkahn gestoßen wird, vor der Verschrottung bewahrt hat und wieder im alten (hellblauen) Glanz hat herrichten lassen, kommt es nun auch zur Wiedervereinigung der Familie Struutz.

In einer letzten Begegnung auf einer Landstraße verabschiedet sich Udo von Charlie, der nun auf dem Weg zum Ural ist, weil es für ihn den „wilden Osten“ schon gar nicht mehr gibt.

Hintergrund Go Trabi Go 2 – Das war der wilde Osten kam am 20. August 1992 in die deutschen Kinos, konnte jedoch nicht an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen. Die Fernsehpremiere folgte am 5. November 1995 auf ProSieben.

Die Dreharbeiten fanden von April bis Juni 1992 in den Bavaria Filmstudios sowie an Originalschauplätzen in Bitterfeld, Dresden, München und New York statt. Drehorte waren unter anderem in der Titelsequenz die Possendorfer Straße „K9013“ mit dem Wanderwegweiser bei Karsdorf, der Bahnübergang in Rabenau, das ehemalige Schwimmbad in Kleinnaundorf, das Schloss Burgk als Bürgermeister Kuhns Wohnhaus, die Semperoper, die Augustusbrücke und der Flughafen in Dresden und verschiedene Orte in der Sächsischen Schweiz.

mini|Die Augustusbrücke in Dresden, von der im Film Trabant „Schorsch“ von Skinheads auf einen Altmetallkahn gestoßen wird Während der Trabant in Go Trabi Go noch Mittelpunkt der Handlung war, steht er in der Fortsetzung eher im Hintergrund.

Soundtrack Für den Film wurden zahlreiche bekannte Musiktitel verwendet, die bei Polydor 1992 auf CD erschienen sind. Slade: Far Far Away Look Wot You Dun I Don' Mind Universe Everyday

Chris De Belle: Black Satin Take Me In Your Arms Again True Love Wieder Daheme

West Lake Orchestra: True Love Wieder Daheme G. G. Anderson: Mädchen, Mädchen U 96: Das Boot Wolfgang Stumph: Das War Der Wilde Osten Taco: Heartbreak City

Kritiken

Weblinks

Go Trabi Go 2 – Das war der wilde Osten auf zdf.de

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1992 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmkomödie Kategorie:Auto im Film Kategorie:Ostdeutschland seit 1990