mini|hochkant|Kronprinz Akishino von Japan (2015) Prinz Fumihito, Prinz Akishino, Kronprinz von Japan (, Akishino-no-miya Fumihito-shinnō; * 30. November 1965 in Tokio) ist der jüngere Bruder Kaiser Naruhitos von Japan, des 126. Tennō, und seit der Abdankung seines Vaters Akihito am 30. April 2019 Erster in der Thronfolge.

Seit seiner Heirat im Juni 1990 trägt er den Titel Akishino-no-miya und ist Oberhaupt eines eigenen Zweiges des japanischen Kaiserhauses.

Leben Ausbildung Prinz Fumihito, zweiter Sohn von damaligen Kronprinzenpaares Akihito und Michiko, studierte von 1984 bis 1988 Rechtswissenschaft, Biologie und Politikwissenschaft an der Gakushūin-Universität und anschließend am St John’s College der University of Oxford von 1988 bis 1990 Ichthyologie, speziell die Taxonomie der Fische. 1996 promovierte er an der Graduiertenuniversität für interdisziplinäre Forschung ( Sōgō kenkyū daigakuin daigaku. ) mit einer Dissertation über Ornithologie.

Der heutige Kronprinz Akishino ist für seine Forschung zum Mekong-Riesenwels und für Geflügelzucht bekannt.Hideo Mohri: Imperial Biologists: The Imperial Family of Japan and Their Contributions to Biological Research. (= Springer Biographies). Springer-Verlag New York, LLC, New York (NY) 2019, ISBN 978-981-13-6755-7, , (englisch).

Heirat und Familie mini|Kronprinz und Kronprinzessin Akishino von Japan (2016) mini|Die kaiserliche Familie des Kronprinzen Akishino (Mitte) von Japan: Tochter Mako (1. v. links), Sohn Hisahito (2. v. links), Ehefrau Kiko (2. v. rechts) und Tochter Kako (2020) 1990 heiratete er Kiko Kawashima (* 1966), die einzige Tochter des Professors für Wirtschaftswissenschaften an der Gakushūin-Universität, Tatsuhiko Kawashima (1940–2021).

Vor der Hochzeit erteilte das kaiserliche Hofamt dem Prinzen die Erlaubnis, eine neue Seitenlinie der kaiserlichen Familie zu gründen. Der Tennō verlieh seinem zweiten Sohn an dessen Hochzeitstag den Titel Akishino no miya (), aus Prinz Fumihito wurde der jetzige Prinz Akishino. Durch die Heirat wurde seine Frau Kiko offiziell Prinzessin Kiko. Die Hochzeit fand am 29. Juni 1990 im Kaiserpalast Tokio statt.

Das Paar hat drei gemeinsame Kinder: Mako (, Mako-naishinnō; * 23. Oktober 1991) Kako (, Kako-naishinnō; * 29. Dezember 1994) Hisahito (, Hisahito-shinnō; * 6. September 2006)

Repräsentation Als Repräsentant des Kaiserhauses nahm Prinz Akishino am 3. Februar 1993 die Eröffnung der Alpinen Skiweltmeisterschaften in Morioka vor, wobei er sich indigniert präsentierte; es war anzunehmen, dass die Kritik an der Vergabe an das wetteranfällige Morioka auch zu ihm durchgedrungen war.Japans Prinz war ‚verschnupft‘. In: Kleine Zeitung, 2. Februar 1993, , S. 37.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau Kronprinzessin Kiko absolvierte er auch zahlreiche offizielle Reisen und Auslandsbesuche.List of Overseas Visits by the Emperor, Empress and Imperial Family (1999 - 2008). Website des Kaiserlichen Hofamts, abgerufen am 14. September 2022 (englisch). Im Juni 2002 besuchten sie als erste Mitglieder der kaiserlichen Familie die MongoleiTheir Imperial Highnesses Prince and Princess Akishino to Visit Mongolia. Website des Außenministeriums von Japan, abgerufen am 14. September 2022 (englisch). und 2019 bereiste das Kronprinzenpaar mit ihren Sohn Prinz Hisahito für zehn Tage das Königreich Bhutan. Es war die erste offizielle Auslandsreise von Prinz Hisahito.Familienreise nach Bhutan. In: Gala.de, 21. August 2019, abgerufen am 14. September 2022.

Im September 2022 vertrat Kronprinz Akishino zum ersten Mal seinen Bruder Kaiser Naruhito in den Staatsgeschäften, weil das Kaiserpaar zum Staatsbegräbnis der britischen Königin Elisabeth II. nach England gereist war. Am 16. September hatte es dazu einen Kabinettsbeschluss der japanischen Regierung gegeben.Japanisches Kaiserpaar reist zum Staatsbegräbnis der Queen. In: Sumikai, 18. September 2022, abgerufen am 20. September 2022.

Anfang Mai 2023 reiste das Kronprinzenpaar nach London zur Krönung von Charles III. Es war das erste Mal, dass das Paar die Krönung einer ausländischen Königsfamilie besuchte.

Im September 2026 reiste Kronprinz Akishino und Kronprinzessin Kiko zum Staatsbegräbnis des norwegischen Königs Harald V. nach Oslo. Da es in der japanischen kaiserlichen Familie Tradition ist, dass der amtierende Kaiser selbst nicht an Beerdigungen teilnimmt, wurde das Kronprinzenpaar als offizielle Vertretung des Kaiserhauses nach Norwegen entsandt.

Ehrenämter Kronprinz Akishino ist Präsident und Schirmherr verschiedener Organisationen, darunter sind u. a. das Yamashina-Institut für Ornithologie, der Japanische Verband der Zoos und Aquarien oder die Japanische Vereinigung botanischer Gärten sowie Ehrenschirmherr des WWF Japan und Ehrenmitglied des Universitätsmuseums der Universität Tokio.Honorary Positions and similar positions. Website des Kaiserlichen Hofamts, abgerufen am 14. September 2022 (englisch).

Privates Kronprinz Akishino ist ein begeisterter Tennisspieler und bekennender Fan der Beatles.Kronprinz Akishino von Japan: Infos über Familie und Thronfolge. In: 24royal.de, 13. Juni 2021, abgerufen am 21. September 2022.

Thronfolge mini|Standarte des Kronprinzen Akishino Am 8. November 2020 ernannte Kaiser Naruhito seinen jüngeren Bruder Fumihito in einer feierlichen Zeremonie im Kaiserpalast Tokio offiziell zum Thronfolger. Prinzessin Aiko, die einzige Tochter des Kaiserpaares, darf als weibliches Mitglied der Kaiserfamilie die Nachfolge ihres Vaters nicht antreten.

In der japanischen Primogenitur ist es nur männlichen Mitgliedern der Kaiserfamilie möglich, Tennō zu werden, das heißt, im Todesfall von Kaiser Naruhito wird sein jüngerer Bruder Kronprinz Akishino als neuer Kaiser von Japan eingesetzt.

In der japanischen Thronfolge steht Kronprinz Akishino auf Rang eins für den Chrysanthementhron,Konichiwa beim Kaiser. In: Gala.de, 8. November 2020, abgerufen am 9. November 2020. gefolgt von seinem einzigen Sohn Prinz Hisahito.

Auszeichnungen (Auswahl) mini|140px|Orden de Isabel la Católica 60px|links Großkreuz des Chrysanthemenordens 60px|links Großkreuz des Verdienstordens der Italienischen Republik border|60px|links Großkreuz des Orden de Isabel la Católica 60px|links Großkreuz des Kronenordens (Belgien) 60px|links Großkreuz des Kronenorden (Niederlande) 60px|links Großkreuz des Orden El Sol del Perú 60px|links Großkreuz des Militär- und Zivildienst-Orden Adolphs von Nassau 60px|links Kommandeur mit Großkreuz des Nordstern-Ordens 60px|links Orden Nacional del Mérito (Paraguay)

Literatur S. Noma (Hrsg.): Akishino, Prince. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, Tokio 1993, ISBN 4-06-205938-X, S. 28.

Weblinks

Their Imperial Highnesses Crown Prince and Crown Princess Akishino and their family, Informationen auf der Website des Kaiserlichen Hofamts (englisch) Their Majesties the Emperor and Empress and the Imperial Family (PDF; 1,8 MB)

Einzelnachweise

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