mini|Tüpfelgelbschenkel in Kalifornien
Der Tüpfelgelbschenkel (Tringa melanoleuca) auch Große Gelbschenkel ist ein nordamerikanischer Schnepfenvogel. In Mitteleuropa ist er ein sehr seltener Irrgast, der deutlich seltener als der Gelbschenkel beobachtet wird.
Merkmale Das Gefieder des 36 cm langen Tüpfelgelbschenkels ist oberseits graubraun gesprenkelt und unterseits heller. Das Prachtkleid ist kräftiger gemustert und zeigt dunklere Flecken am Rücken, die Unterseite ist ebenfalls gefleckt. Der lange, schlanke Schnabel ist grau und die langen, dünnen Beine sind orange oder gelb gefärbt.
Vorkommen mini|Orange=Brutgebiet, Gelb=Durchzugsgebiet und Blau=Überwinterungsgebiet Das Brutareal des Tüpfelgelbschenkels ist die Tundrenzone bis in die nördliche Taigazone von Südalaska und British Columbia über Zentralkanada bis nach Labrador, Neufundland und Neuschottland.
Der Tüpfelgelbschenkel brütet in der Tundra, in Sümpfen, Gehölzen und Nadelwäldern, gewöhnlich in der Nähe kleiner Seen und Teiche. Er zieht zum Überwintern nach Mittel- und Südamerika. Gelegentlich wird er in Nordeuropa gesehen.
Verhalten Der Tüpfelgelbschenkel ist meist allein anzutreffen. Während der Zugzeit bildet er aber größere Schwärme. Er ernährt sich von Wirbellosen, kleinen Fischen und Amphibien, aber auch von vegetarischer Kost wie Beeren. In Küstengebieten pickt er bei Ebbe die Beutetiere entweder direkt vom Schlamm auf oder stochert im Schlamm nach ihnen mit dem Schnabel.
Fortpflanzung Am Boden, oft am Fuß eines Baums oder unter einem Busch legt der Vogel drei bis vier Eier in eine flache Bodenmulde, die mit Pflanzenmaterial gepolstert ist.
Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung des Tüpfelgelbschenkels erfolgte 1789 durch Johann Friedrich Gmelin unter dem wissenschaftlichen Namen Scolopax melanoleuca. Als Verbreitungsgebiet gab er die sandigen Ufer Labradors an.Johann Friedrich Gmelin (1789), S. 659. 1758 führte Carl von Linné die neue Gattung Tringa ein.Carl von Linné (1758), S. 148. Dieser Name hat sein Ursprung in ein Name den Aristoteles für einen drosselgroßen Watvogel mit weißem Bürzel, der mit dem Schwanz wippt verwendete.Tringa The Key to Scientific Names. Edited by James A. Jobling Der Artname melanoleuca ist ein Wortgebilde aus und .melanoleuca The Key to Scientific Names. Edited by James A. Jobling Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay kein Balg zur Verfügung. Er sah die Art als Zugvogel in Paraguay und nur in den nordischen Wintermonaten als anwesend. Als Nachweise für das Land sah er Waikthlatingmayalwa im Gran ChacoJohn Graham Kerr (1901), S. 236. sowie Fortín Page am Río Pilcomayo durch John Graham KerrJohn Graham Kerr (1892), S. 151, am Bach Yaguarazapá im Distrikt Capitán Meza durch Arnaldo de Winkelried BertoniArnaldo de Winkelried Bertoni (1914), S. 39. und am Puerto Pinasco im Departamento Presidente Hayes durch Alexander Wetmore.Alexander Wetmore (1926), S. 150. Zusätzlich erwähnte Laubmann Chorlito del rabadilla blancaFélix de Azara (1805), S. 305–306. und Chorlito del pardo picado de blancoFélix de Azara (1805), S. 308–310. von Félix de Azara als Nachweise für die Art.Alfred Laubmann (1939), S. 84.
Literatur
Weblinks
Einzelbelege
Kategorie:Schnepfenvögel