Zöschingen ist eine Gemeinde im Landkreis Dillingen an der Donau im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Syrgenstein und liegt direkt an der Grenze zu Baden-Württemberg.
Geografie mini|Höchster Punkt des Landkreises Dillingen im Zöschinger Forst Zöschingen liegt in einem kleinen Tal an einem Ausläufer der Schwäbischen Alb. Der Rostelbach, der in die Egau mündet, fließt durch die Ortschaft. Außer dem Pfarrdorf Zöschingen gibt es keine weiteren Gemeindeteile.
Geologie Gut 500 m nördlich des Ortskerns von Zöschingen befindet sich der Zigeunerfelsen, eine angewitterte Felskuppe. Das geschützte Naturdenkmal (Geotopnummer 773R001) misst etwa 20 m in der Länge, 12 m in der Breite und erreicht eine Höhe von etwa 8 m. Es handelt sich um Erosionsreste von Malmkalken, Riestrümmermassen als Auswurfmaterial infolge des Meteoritenimpakts im Nördlinger Ries.
Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung lässt sich auf 1257 zurückverfolgen. Zöschingen gehörte einstmals zum Deutschen Orden, Ballei Franken, und wurde 1806 im Rahmen der Rheinbundakte dem Königreich Bayern zugeschlagen. In unmittelbarer Nähe zum dortigen Sportplatz liegen die Reste der Burg der damaligen Ortsherren.
Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 649 auf 729 um 80 Einwohner bzw. um 12,3 %.
Politik Bei der Kommunalwahl 2020 entfielen alle acht Sitze auf die Gemeinschaftsliste, den einzigen Wahlvorschlag.
Der Gemeinderat setzt sich aus folgenden Personen zusammen (Wahlperiode 2020–2026): Gemeinschaftsliste ZöschingenStatusStimmenJäger Armingewählt288Hüfner Petragewählt252Schmid Marlenegewählt229Baur Mariongewählt193Schön Fabiangewählt178Baier Floriangewählt168Hoffmann Berndgewählt156Nadler Benjamingewählt133
Erster Bürgermeister ist seit Mai 2014 Tobias Steinwinter (* 1984) (Gemeinschaftsliste); er wurde am 15. März 2020 mit 92,3 % für weitere sechs Jahre bestätigt. Sein Vorgänger war Norbert Schön.
Wappen
Gemeindepartnerschaften Zöschingen unterhält seit 1989 eine Partnerschaft mit Marigné-Peuton in Frankreich (Département Mayenne).
Baudenkmäler mini|hochkant|Kapelle Steinbrunn
Pfarrkirche St. Martin Kapelle Steinbrunn
Bodendenkmäler
Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr Die Gemeinde Zöschingen befindet sich nahe der Bundesautobahn 7 (Anschlussstelle Nattheim).
Windpark In Zöschingen wurde 2012/13 der zu diesem Zeitpunkt größte Bürgerwindpark Bayerns durch die Firmen VenSol Neue Energien und Honold Windkraft errichtet und Anfang Mai 2013 offiziell in Betrieb genommen. Der Windpark besteht aus acht Windkraftanlagen des speziell für Schwachwindstandorte konzipierten Typs Nordex N117/2400. Die Anlagen, die auf 120 Metern hohen Stahltürmen errichtet wurden, verfügen über eine Nennleistung von je 2,4 MW, der Rotordurchmesser beträgt 117 Meter. Mit einer Gesamtleistung von 19,2 MW sollte der Windpark pro Jahr etwa 40 Millionen kWh elektrischer Energie liefern, entsprechend dem Stromverbrauch von etwa 12.000 Haushalten.Windpark in Zöschingen eröffnet: 600 Bürger sind beteiligt. In: Augsburger Allgemeine, 3. Mai 2013. Abgerufen am 3. Mai 2013.In Zöschingen entsteht der größte Windpark Bayerns. In: http://www.b4bschwaben.de, 14. November 2012. Abgerufen am 3. Mai 2013. Mittlerweile liegt man bei etwa 32 Millionen kWh pro Jahr. Dadurch wurden nun auch Änderungen der Beteiligungsverträge nötig. Insgesamt sind rund 600 Privatpersonen an dem Windpark beteiligt.Augsburger-Allgemeine
Weblinks
Offizielle Webseite der Gemeinde
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Dillingen an der Donau Kategorie:Ersterwähnung 1257 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)