Lotte Spira, gebürtig Wilhelmine Emilie Charlotte Andresen, auch Lotte Spira-Andresen (* 24. April 1881 in Berlin, Deutsches KaiserreichLandesarchiv Berlin, Geburtsregister Standesamt Berlin I, Nr. 681/1881; kostenpflichtig abrufbar auf Ancestry.com; † 18. Dezember 1943 ebendaLandesarchiv Berlin, Sterberegister Standesamt Berlin-Friedrichshain, Nr. 5120/1943; kostenpflichtig abrufbar auf Ancestry.com), war eine deutsche Schauspielerin.

Leben Die gebürtige Charlotte Andresen trat erstmals 1904 am Berliner Lustspielhaus auf. In den 1920er Jahren erhielt sie auch einige kleine Filmrollen. Erst in späteren Jahren mehrten sich die Filmangebote. Lotte Spira spielte hauptsächlich gut-bürgerliche Damen der Gesellschaft. Sie stand auch weiterhin auf der Bühne am Thalia-Theater, am Theater am Admiralspalast und zuletzt am Rose-Theater.

Von besonderer Bedeutung ist Lotte Spiras Familienleben. Am 20. Dezember 1905 heiratete sie in Hamburg den Wiener Schauspieler und späteren Stummfilm-Star Fritz Spira. Aus dieser Ehe stammen die Schauspielerinnen Steffie Spira und Camilla Spira. Auf Druck der Nazis wurde die Ehe mit ihrem als Jude geltenden Ehemann, der 1933 ins Ausland geflohen war, 1934 geschieden. Ihre verhaftete Tochter Camilla Spira, die im Durchgangslager Westerbork für den Transport in ein Vernichtungslager vorgemerkt war, konnte sie vorerst bis zur endgültigen Klärung davor bewahren, indem sie behauptete, dass diese angeblich das Kind einer Verbindung mit einem Christen sei.

Lotte Spira starb 1943 an der Zuckerkrankheit und Kreislaufversagen.

Filmografie (Auswahl) 1915: Das Rätsel von Sensenheim 1922: Hallig Hooge 1923: Fenton (Der Geldteufel) 1927: Im Luxuszug 1927: Der falsche Prinz 1927: Der Fahnenträger von Sedan 1930: Liebeswalzer 1930: Rosenmontag 1930: Aschermittwoch 1931: Wäsche – Waschen – Wohlergehen 1932: Unmögliche Liebe 1933: Liebelei 1933: Skandal in Budapest 1934: Hermine und die sieben Aufrechten 1935: Viktoria 1935: Stradivari 1935: Pole Poppenspäler 1935: Lady Windermeres Fächer 1936: Mädchenjahre einer Königin 1936: Konfetti (Confetti) 1936: Rolf hat ein Geheimnis (Kurzfilm) 1936: Gleisdreieck 1936: Annemarie. Die Geschichte einer jungen Liebe 1936: Es geht um mein Leben 1936: Die Unbekannte 1937: Die Kreutzersonate 1937: Streit um den Knaben Jo 1937: Kapriolen 1937: Der Unwiderstehliche 1937: Der Berg ruft 1938: Kleiner Mann – ganz groß 1939: Bel Ami 1939: Die Reise nach Tilsit 1939: Eine kleine Nachtmusik 1939: Der Gouverneur 1939: Das Ekel 1939: Frau am Steuer 1940: Die lustigen Vagabunden 1940: Links der Isar – rechts der Spree 1941: Sechs Tage Heimaturlaub 1943: Zirkus Renz 1944: Die Frau meiner Träume

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Einzelnachweise

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