Final Fantasy VII (jap. Fainaru Fantaji Sebun) ist ein Konsolenrollenspiel, das von Square (heute Square Enix) entwickelt und im Jahr 1997 veröffentlicht wurde. Es ist der siebte Teil der Final-Fantasy-Reihe und das erste Spiel der Reihe, das für die Sony PlayStation und für Windows erschienen ist. Final Fantasy VII nutzt als erstes Spiel der Reihe 3D-ComputergrafikElectronic Gaming Monthly: Electronic Gaming Monthly Oktober 2005; Ausgabe 196 (englisch), Ziff Davis Media Inc., S. 104. sowie gerenderte Charaktere vor vorgerenderten Hintergründen.IGN: Final Fantasy VII Review von IGN. 1997. (Zuletzt geprüft am 2. August 2006.)Greg Kasavin: Final Fantasy VII for PlayStation Review GameSpot. 1997. (Zuletzt geprüft am 2. August 2006.)Electronic Gaming Monthly: von 1Up.com. 2004. (Zuletzt geprüft am 2. August 2006.)
Angesiedelt auf dem Fantasieplaneten GaiaRahul Choudhury: E3: Final Fantasy VII: Advent Children handout scan von SquareHaven.com. 2004. (Zuletzt geprüft am 2. August 2006.) folgt der Spieler zu Beginn einer Gruppe von Widerstandskämpfern, genannt Avalanche, in ihrem Kampf gegen den Megakonzern Shinra, der dem Planeten zwecks Energiegewinnung die Lebensenergie entzieht. Im Verlauf der Geschichte eskalieren die Konflikte und die gesamte Welt wird vom Untergang bedroht.
Das Spiel hatte nicht nur großen kommerziellen Erfolg, sondern ist bis heute eines der beliebtesten Spiele der Reihe und wird häufig als Grundlage für den Mainstream-Durchbruch von östlichen Rollenspielen außerhalb Japans angesehen. von Find Articles; ursprünglich veröffentlicht in 1Up.com. Oktober 2003. (Zuletzt geprüft am 2. August 2006.) Aufgrund der ungebrochenen Popularität dieses Spieles entschied Square Enix, eine Reihe von Sequels und Prequels zu produzieren. Diese Reihe hat den übergeordneten Titel Compilation of Final Fantasy VII. Bis zum Mai 2006 wurden von Final Fantasy VII weltweit mehr als 9,8 Millionen Einheiten verkauft.Suneo Gouda et al.: Final Fantasy VII: Advent Children – Reunion Files - (japanisch, englisch). SoftBank, 2006, S. 66, ISBN 4-7973-3498-3.
Seit dem 10. April 2009 ist Final Fantasy VII über das Downloadportal PlayStation Network in Japan erhältlichGamersGlobal.de: und seit dem 4. Juni 2009 in Europa. Bei der dort kostenpflichtig angebotenen Version von Final Fantasy VII handelt es sich um die handelsübliche International-Version, welche mit den westlichen Verkaufsversionen inhaltlich identisch ist.
Am 4. Juli 2013 wurde die PC-Fassung bei Steam zum Download wiederveröffentlicht.Final Fantasy VII im Steam Store Diese Version kann wahlweise in HD dargestellt werden, wobei aber die originalen Videos, Texturen und Hintergründe 'nur' hochgerechnet werden. Am 26. März 2019 kamen Versionen des Spiels für Xbox One und Nintendo Switch auf den Markt.
Auf der E3 2015 kündigte Sony ein Remake von Final Fantasy VII für die PlayStation 4 an.GamePro.de: Das Remake war als Demo auf der E3 2019 und der Gamescom 2019 anspielbar und soll in mehreren Teilen veröffentlicht werden. Der erste Teil (Final Fantasy VII Remake) erschien am 10. April 2020. Der zweite Teil der Reihe (Final Fantasy VII Rebirth) erschien am 29. Februar 2024 auf der PlayStation 5 sowie am 23. Januar 2025 für Windows-PCs über Steam und den Epic Games Store. Der abschließende dritte Teil der Trilogie wurde im Juni 2026 unter dem Namen Final Fantasy VII Revelation offiziell angekündigt und soll im Frühjahr 2027 zeitgleich für PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2 und PC erscheinen.
Handlung Szenario Die Entwickler haben sich bei der Spielwelt insofern an der des Vorgängers Final Fantasy VI orientiert, als die Technologie und Gesellschaft der einer Nahe-Zukunft-Science-Fiction ähnelt.Sam Kennedy und Gary Steinman: Official U.S. PlayStation Magazine August 2001; Ausgabe 47 (englisch). Ziff Davis Media Inc., 2001, S. 16. Die Welt von Final Fantasy VII besteht aus drei Landmassen: Auf dem östlichen Kontinent befindet sich die Stadt Midgar, eine industrielle Metropole und Hauptquartier von Shinra, Inc., einem skrupellosen Megakonzern, der die Weltregierung innehat. Shinras wichtigste Militärbasis, Junon, und verschiedene kleine Städte liegen ebenfalls auf diesem Kontinent.
Auf dem westlichen Kontinent befinden sich die meisten besuchbaren Gebiete, unter anderem ein Vergnügungspark, ein Seebad und auf einer Hochebene die Siedlung Cosmo Canyon. Der dort heimische Stamm legt großen Wert darauf, mit der Natur in Einklang zu leben und sich um das Wohlergehen des Planeten zu kümmern.Studio BentStuff: Final Fantasy VII Ultimania O (japanisch). Square Enix, 2005, S 217 ISBN 4-7575-1520-0. Ihre Siedlung verfügt über ein Observatorium und dient jenen, die im Rahmen der Untersuchung des Planetenlebens kommen, als Forschungsstätte. Die Untersuchung des Planetenlebens ist eine fiktive philosophische Strömung im Spiel, die behauptet, dass der Planet selbst lebendig sei (vgl. Gaia-Hypothese).
Noch weiter westlich liegt ein weiterer Kontinent, auf dem nur eine Stadt liegt, Wutai. Ein Ort, der sehr an der östlichen Kultur orientiert ist.
Der nördlichste Kontinent ist größtenteils eine Eiswüste. Die wenigen Siedlungen beschäftigen sich mit Ausgrabungen und Forschungsarbeit, allerdings gibt es auch ein Skigebiet.
Der Shinra-Konzern wuchs aufgrund der Gewinnung und Nutzbarmachung der sogenannten Mako-Energie durch spezielle Mako-Reaktoren innerhalb einer Generation von einem kleinen Rüstungskonzern zur dominierenden Weltmacht heran.Studio BentStuff: Final Fantasy VII Ultimania O (japanisch). Square Enix, 2005, S. 56, 216–217, ISBN 4-7575-1520-0. Die Mako-Energie befindet sich im Inneren des Planeten und zeichnet sich durch eine blassgrüne Farbe aus. Stirbt ein Lebewesen, egal ob Mensch, Tier oder Pflanze, setzt es spirituelle Energie frei, die zum Planeten zurückkehrt. Die Mako-Energie setzt sich somit aus der Energie unzähliger Einzelwesen zusammen. Tod und Leben bilden einen natürlichen Kreislauf, alles kehrt zum Planeten zurück.
Der Konzern entdeckte rasch, dass der abgeleitete und umgewandelte Stoff nicht nur zur Energiegewinnung genutzt werden kann, sondern auch, dass sich durch Komprimierung der Mako-Energie kleine Kugeln, genannt Substanzen (Materia), herstellen lassen, die Menschen magische Kräfte verleihen oder sie mit speziellen Fähigkeiten ausstatten. Zudem fand Shinra bald heraus, dass diese Energie bei einer Injektion in einen starken und gesunden Menschen diesem dauerhaft übermenschliche Kräfte verlieh. Sie nutzten ihr Wissen, um eine Einheit übermenschlicher Kämpfer, genannt „SOLDAT“ („SOLDIER“) zu erschaffen. Mit ihrer Armee beendeten sie einen mehrjährigen weltweiten Konflikt und nutzen die Abhängigkeit der Nachkriegsgesellschaft von Mako-Energie und Substanzen, um die Weltherrschaft an sich zu reißen.
Nachdem Shinra die Kontrolle übernommen hatte, wurden die acht Städte in der Umgebung des Konzerns zur Stadt Midgar zusammengeschlossen. Shinra bemühte sich vor allem um die höhergestellten Bevölkerungsschichten und baute eine gewaltige Metallplatte über der Stadt, auf der die Oberschicht leben konnte und auf der sich das siebzigstöckige Hauptquartier von Shinra befindet. Der untere Teil der Stadt verslumte, vollkommen vom Sonnenlicht abgeschnitten und unter ständiger Luftverschmutzung leidend. Da sie keine Hilfe von außen erhalten, sind die Bewohner dieser Gebiete meist unterernährt und kränklich.
Shinra sah sich bald einer Opposition von jenen gegenüber, die glaubten, dass die Verwendung der Mako-Energie die spirituelle Essenz – eine gewaltige Ansammlung an ätherischer Materie, auch als Lebensstrom bekannt – des Planeten aufbrauche. Die Philosophie der Untersuchung des Planetenlebens lehrte, dass diese Energiewelle nicht nur die Lebensader des Planeten sei, sondern gar die Quelle des Lebens aller Lebewesen. Jene, die diesem Lebensstil folgten, nannten die Mako-Energie „Lebensstrom“, ein Begriff, der zunehmend ungern gehört wurde, als die Bevölkerung immer abhängiger von Mako wurde. Die Untersuchung des Planetenlebens behauptete, dass jeder Organismus bei seiner Empfängnis einen Teil des Lebenshauches des Planeten mitbekommen habe, um zu leben. Wenn die Lebensform nun wuchs, so wuchs auch der Lebensstrom dank der gewonnenen Lebenserfahrung, sodass beim Tod des Lebewesens der Lebensstrom zum Kern des Planeten zurückkehrte und der Lebensstrom als Ganzes wuchs.Studio BentStuff: Final Fantasy VII Ultimania O (japanisch). Square Enix, 2005, S. 216–217, ISBN 4-7575-1520-0. Jene, die diesem Glauben anhingen, sagten, dass Shinras Taten dem Planeten das Leben absauge und somit die gesamte Welt und alle Lebewesen auf ihr langsam sterben würden.
Ein besonders gläubiger Anhänger der Untersuchung des Planetenlebens war der Meinung, die Zerstörung der Welt durch Shinra ließe sich nur durch Gewalt verhindern, und gründete die öko-terroristische Vereinigung Avalanche. Die Vereinigung startete einen langwierigen Guerillakrieg gegen Shinra, mit Schwerpunkt auf der Zerstörung von Mako-Reaktoren und Attentaten gegen den Konzernpräsidenten.Suneo Gouda et al.: Final Fantasy VII: Advent Children – Reunion Files - (japanisch, englisch). SoftBank, 2006, S. 96–97, ISBN 4-7973-3498-3. Obwohl die ursprüngliche Avalanche-Organisation von Shinras Spionage- und Killertruppe, den Turks, vernichtet wurde, formte Barret Wallace, einer der Hauptcharaktere des Spiels, eine kleinere Einheit mit demselben Namen und den gleichen Zielen.
Charaktere mini|Cosplayer als Cloud, Sephiroth, Vincent (hinten), Aeris und Tifa (vorne) Die spielbaren Charaktere in Final Fantasy VII sind:
Cloud Strife, der zurückhaltende, schweigsame, aber arrogante Protagonist des Spiels, der sich als Söldner durchs Leben schlägt;
Barret Wallace, der ungeduldige Anführer der zweiten Inkarnation von Avalanche; er hasst Shinra für die Auslöschung seiner Heimatstadt und den Tod von Freunden und Familie;
Tifa Lockheart, eine Freundin Clouds aus dessen Kindheit; sie will sich an Shinra für die Zerstörung ihrer Heimatstadt rächen und betreibt eine Bar, den „7. Himmel“, die als Versteck von Avalanche dient;
Aeris Gainsborough (in allen späteren Final-Fantasy-VII-Titeln und der Kingdom-Hearts-Serie nach der korrekten Übersetzung „Aerith“), eine Blumenverkäuferin, die seit ihrer Kindheit von Shinra verfolgt und überwacht wird;
Red XIII (tatsächlich „Nanaki“), ein sprechendes wolfs- oder löwenartiges Raubtier, an dem Shinra Experimente durchgeführt hat. Eins mit sich selbst und dem Planeten wird es ein treuer Begleiter;
Yuffie Kisaragi, die junge und verbitterte Prinzessin der Wutai-Nation, die von Shinra besiegt wurde;
Cid Highwind, ein Pilot, dessen größter Traum, eine Reise ins Weltall, zunichtegemacht wurde, als er den Start der Rakete abbrach, um seine Assistentin zu retten und dem Shinra daraufhin die Mittel für das Raumfahrtprogramm entzog;
Cait Sith, eine wahrsagende Katze, welche auf einer magisch zum Leben erweckten Puppe, einem Mogry, reitet.
Vincent Valentine, ein ehemaliges Mitglied von Shinras Sondereinheit, den Turks, der infolge eines Experimentes unsterblichSuneo Gouda et al.: Final Fantasy VII: Advent Children – Reunion Files - (japanisch, englisch). SoftBank, 2006, S. 46, ISBN 4-7973-3498-3.Final Fantasy Insider: Final Fantasy VII Advent Children Interview – Conducted by GanGan von Final Fantasy Insider. 2005. (Zuletzt geprüft am 2. August 2006.) wurde.