mini|hochkant=1.5|Mainz zur Zeit des Kurfürsten Johann Friedrich Karl von Ostein, Kirchen und Kapellen hervorgehoben mini|hochkant|St.-Josephs-Kapelle mini|Portal Rochuskapelle mini|Kreuzkapelle Mombach
Die Liste der Kapellen in Mainz nennt erhaltene und nicht mehr erhaltene Kapellen in Mainz, Rheinland-Pfalz.
Die vielen kleinen aber auch größeren Kapellen in Mainz treten oft hinter dem großen Angebot der Kirchengebäude zurück. Neben den großen Kirchen aus verschiedenen Stilepochen wurden jedoch auch kleinere Haus- und Klosterkapellen in der Stadt errichtet, die oft nur aus einem umgenutzten Zimmer einer Privatetage bestanden.
Liste Existierende Kapellen St.-Josephs-Kapelle im Altersheim Kapelle Heilige Drei Könige in der Maria-Ward-Schule Kapelle Maria Mater Dolorosa im Bruder-Konrad-Stift in der Weintorstraße St.-Anselm-Kapelle im Haus Maria Frieden des Altenheimes Bruder-Konrad-Stift Marienkapelle im Bildungszentrum des Bistums Mainz St.-Bernhards-Kapelle im Bildungszentrum des Bistums Mainz Antoniterkapelle in der Adolf-Kolping-Straße Bonifatiuskapelle im Priesterseminar Mainz, Augustinerstraße Franziskuskapelle im Arnsburger HofWebseite des Bistums Mainz zur Franziskuskapelle mit dem Gnadenkreuz Vierzehn-Nothelfer-Kapelle, Kapellenstraße Kapelle der Schwestern von der Göttlichen Vorsehung, Stefansstraße Kapelle des Bischöflichen Willigis-Gymnasiums, Goldenbrunnengasse Kapelle des Neuen Berthier-Hauses im Kloster der Missionare von der Heiligen Familie (Berthierhaus), Bahnstraße 32 (seit 2009 im Besitz des Caritasverband Mainz) Kloster der ewigen Anbetung, Finthen (Kloster Schwestern von der Göttlichen Vorsehung (Mainz)), Poststraße Kapelle des St. Vincenz-Hospitals, An der Goldgrube Kapelle des Hildegardiskrankenhauses, Kirsteinstraße Rochuskapelle (polnische Gemeinde), Rochusstraße St. Bilhildis, Josefstraße St. Elisabeth von Thüringen in der Katholischen Hochschule Mainz, Saarstraße St. Rochus in der Universitätsmedizin, Langenbeckstraße Kapelle im Kloster der Ewigen Anbetung, Kapuzinerinnen von der Ewigen Anbetung, Gymnasiumstrasse Altenheim Maria Königin, Seminarstraße Kreuzkapelle Mombach, Kreuzstraße Kapelle des Theresianums, Oberer Laubenheimer Weg Gotthardkapelle am Dom, Markt Kapelle der Mainzer Dominikaner in der Gartenfeldstraße (2010), die künstlerische Gestaltung erfolgte durch den Heilbronner Glaskünstler Raphael SeitzKardinal Lehmann weihte Kapelle der Mainzer Dominikaner
Zerstörte oder nicht mehr existierende Kapellen Die Albanskapelle oder Albansruhe in der petersstiftischen Präbendkurie zum Huhn am Petersweg, bei dem heutigen Schloßplatz. Sie hieß Albansruhe, weil nach einer Legende, der Heilige Alban von Mainz nach seinem vor der Stadt in der heutigen Neustadt erlittenen Märtyrertod auf der Stelle der Kapelle geruht haben soll, als er sein abgeschlagenes Haupt zum Marterberg, dem heutigen Albansberg getragen hat. Die Allerheiligenkapelle, ehemals eine Jeschiwa, wurde nach dem Jahre 1462 von Kurfürst Adolf II. von Nassau den Juden genommen und von ihm dotiert. Später kam sie mit dem dabei stehenden Hause an die zeitlichen Weihbischöfe und wurde später in das bögnerische Haus verbaut. Die Allerheiligenkapelle auf dem Quintinskirchhof. Sie wurde im Jahre 1418 über das Beinhaus erbaut, welches die an ihr befindliche Inschrift MCCCCXVIII off nehst Sontage nach Pfingsten wert dieser kerntner — Ossarium — angefangen von der gemein almosen durch den ersamen Hern Johann Felzperg, Heinrich Medenbach, Eberhard Windeck, Pfarrer und Bumeister derselben Pharr beweist.Schaab S. 377 books.google Die Kapelle der Heiligen Andreas, Martin und Mansuetus in der ehemaligen Dompropstei, gegenüber dem Eingang des früheren Dominikanerklosters. Erst im Jahre 1668 wurde der Eingang von der Straße her geöffnet. Der Dompropst Damian Friedrich von der Leyen ließ die Dompropstei mit der Kapelle im Jahre 1786 abreißen und erstere ohne Kapelle neu erbauen. Die Antoniuskapelle des Einsiedlers im Hause zum Lorcher auf der Hundsgasse, wurde vom Jakobsbergerkloster in die königlich preußische Kaserne (Holzhofkaserne) verlegt. Die Bartholomäuskapelle am Eingang zum Stephanskreuzgang Die Bernhardskapelle im Arnsburgerhof in der Grebengasse Die Blasiuskapelle am Eingang in den Kirschgarten aus der Augustinergasse wurde im Jahre 1803 zur Erweiterung des Platzes abgerissen. Die Bonifaziuskapelle im ehemaligen peterstiftischen Kapitelhaus zum Rheingräfen, das zum Schloßplatz umgezogen wurde. Die Brigidenkapelle neben dem Haus zum Fuchs in der Altmünstergasse wurde später eine Beginenklause, deren Klausnerinnen nach den Regeln des Brigidenordens lebten und auf ihrer grauen Kleidung ein rotes Kreuz trugen. Zuweilen nannte man auch diese Klause das Dechantskonvent. In dem Testament eines Wernhers von Oppenheim vom Jahre 1390 heißt es: "Item vermache ich drei Malter Korn zu dem Münsterkonvcnt der Sustern in der Altmünstergasse, genannt Dechantskonvent — Item den „Becharten“ in der Altmünstergassen drei Malter Korn". Die Catharinenkapelle auf dem Kirchhof der ehemaligen Udenmünsterpfarrkirche (? St. Peter (Mainz)) wurde schon im Jahre 1590 auf Befehl des Kurfürsten Wolfgang von Dalberg zur Erweiterung der Straße abgerissen. Die Catharinenkapelle in der Domscholasterie wurde bei der Erbauung der neuen Häuser im Weihergarten abgebrochen. Die Cäcilienkapelle in der peterstiftischen Präbendkurie zum großen Schenkhaus, neben der Kurie zum Huhn, war eigentlich nur ein solider Erker, in dem ein Altar stand, der im Jahre 1492 eingeweiht wurde. Die Dreikönigskapelle im Hof zum Humbrecht, dem späteren Dreikönigshof in der Schustergasse. In diesem Hause sollen die Reliquien der heiligen drei Könige eine Nacht geruht haben, als sie im Jahre 1162 von Mailand nach Köln gebracht worden. Zum Andenken soll in der Folge diese Kapelle zur Ehre der drei Weisen des Morgenlandes erbaut, von den Schweden während ihrer Besetzung der Stadt profaniert und im Jahre 1643 neu eingeweiht worden sein. Im Jahre 1780 wurde sie zu einem Kramladen umgebaut. Die Elisabethenkapelle in der Dechanei des Liebfraustifts. Darin wurden oft Priesterweihen vorgenommen. Sie wurde im Jahre 1790 bei der Erbauung der neuen Dechanei abgerissen. Die Fatima-Kapelle im (Schul-)Hof des ehemaligen Schulgebäudes Jägerstraße 33, des sich damals noch dort befindlichen Gymnasiums Theresianum (Mainz), jetzt Oberer Laubenheimer Weg. In den späten 1950er und auch 1960er Jahren wurden mehrmals im Jahr so genannte Fatima-Prozessionen mit Hunderten von Gläubigen durch den Schulhof, das Schulsportgelände und den ausgedehnten Garten (mit Fatimagrotte) rund um die Fatima-Kapelle abgehalten. Die Kapelle wurde in den Jahren 1980/81 wegen des Verkaufs des Grundstücks an das Vincenz-und-Elisabethen-Hospital niedergelegt. Die Galluskapelle in der alten Metzgerscharn, oft die Sülzenkapelle genannt. Die Heilig-Geist-Kapelle in der Domkustodie wurde verbaut Die Heilig-Geist-Kapelle in der Domkurie zum Thiergarten wurde ebenfalls verbaut. Die Georgenkapelle auf der Marktstraße, der jetzigen Emmeransgasse, dem früheren Justizpalast schräg gegenüber. Mit ihr war eine Beginenklause verbunden und gehörte dem Altmünsternonnenkloster, das das Patronats- oder Provisionsrecht davon an Adelige und Patrizier als Lehen gab, denen dann die Aufnahme der Beginen oder Klausnerinnen mit einigen Nutzbarkeiten zustand. Im Jahre 1390 war Friedrich von Leyen, ein Edelknecht der Lehenträger und Patron der sant Georien off Marktstraße, im Jahre 1452 waren es Philipp und Heinrich zum Jungen. Heinrich zum Jungen gab in den Jahren 1479 und 1487 dieses Patronatrecht mit Bewilligung der Äbtissin von Altenmünster an andere in Afterlehen. Zu dieser Zeit wurde in dieser Klause so übel gehaust, dass man die Klausnerinnen fortjagte und sie leerstand, bis Kurfürst Berthold von Henneberg im Jahre 1485 einer gewissen Agnes Dille gestattete, hineinzuziehen, um die Klause wieder in ehrbaren Stand zu setzen. Kapelle und Klause kamen in Privathände und verfielen. Nur der Turm stand noch, als im Jahre 1652 die Erben eines gewissen Pleß die darum stehenden alten Gebäude und leeren Plätze an die Äbtissin des armen Klarissenklosters verkauften, die die Steine des Turms für ihre Klostermauern verwendete.Geschichte der Stadt Mainz von Karl Anton Schaab, Erster Band, 1841 S. 361 books.google Die Georgenkapelle in der ehemaligen Domdechanei, auf dem jetzigen Gutenbergplatz. Der Domdechant Otto von Rüdesheim hatte sie gestiftet. Mit ihr war eine Domvikarie verbunden. Die Kapelle wurde im Jahre 1807 mit der Dechanei abgerissen. Die Georgenkapelle in der alten Domsängerei hinter dem heiligen Grab. Sie wurde schon im Jahre 1319 abgebrochen. Die St. Gereonskapelle bei der Stadtmauer am Rhein, nachherige Heilig-Geist-Hospitalskapelle. Die Johanniskapelle, auch klein St. Johann, Lützel St. Johann genannt, lag hinter dem jetzigen großen Theater. Die Stiftskurie, in deren Bezirk sie lag, gehörte zu einer Domvikarie, welche bei dem schwedischen Besitze der Stadt mit den meisten geistlichen Häusern verwüstet wurde. Im Schutt lag noch Haus und Kapelle im Jahre 1658, als das Domkapitel dieselbe an die Jesuiten gegen das Haus zum Ehrenfels vertauschte, welche dort die vier Häuser C, 117, 118, 119 und 120 erbauten. Die Johanniskapelle im ehemaligen Johanniterordenshaus, zum Heiligen Grab genannt, später königlich preußische Geniedirection, heute Bischöfliches Ordinariat. Die Johanniskapelle bei der Altmünsterpforte, die Kurfürst Damian Hartard von der Leyen im Jahre 1676 mit dem Militärlazarett vereinigte. Die Kapelle der heiligen Kilian, Victor und Barbara in der großen Pfaffengasse Die Lambertuskapelle im Hof zum Reineck, dem rothen Thor gegenüber auf der Leergasse. Wahrscheinlich ist sie mit der Erlöschung des Geschlechts der zum Reineck im 16. Jahrhundert eingegangen. Die Lorenzkapelle in der Domkustorie, dem Bischofshof. Die Lorenzkapelle im ehemaligen kölnischen Hof auf dem Ballplatz. Der Graf Ludwig von Isenburg-Büdingen, welcher diesen Hof als ein kölnisches Lehen besessen, ließ im Jahre 1567 die Kapelle zur Vergrößerung des Gartens abreißen. Die Lorenzkapelle rechts am Eingang in den Stephanskreuzgang, der Pankratiuskapelle gegenüber Die Lorenzkapelle bei dem Hause zum alten Schultheiß Die Margarethenkapelle an der Flachsmarktstraße. Nach dem Wappen der Patrizier zum Jungen, den drei Jagdhörnern, zu schließen das daran auf einem steinernen Bogen ausgehauen ist, waren diese ihre Gründer. Später erwarb das Peterstift Eigentum davon, das ihm jedoch vom Dompropst bestritten wurde. Auch bei ihr hatten sich Beginen oder Klausnerinnen angesiedelt, welche die dritte Regel des heiligen Franziskus befolgten. Als zur Zeit der Reformation die Nonnen des Augustiner-Chorfrauenstiftes St. Peter zu Kreuznach vertrieben wurden und sich hierherflüchteten, wies Kurfürst Daniel Brendel von Homburg diesen vorübergehend die Margarethenklause zur Wohnung an, bis sie nach Eibingen und später dem Agnesenkloster in Mainz versetzt wurden. Von dieser Zeit kam die Kapelle wieder an das Peterstift, das darin bis zu seiner Aufhebung den Gottesdienst versehen ließ. Die Margarethenkapelle wurde von der französischen Domänenverwaltung mit dem dazugehörigen Hause versteigert. Die Marienkapelle im alten Deutschordenshaus wurde wahrscheinlich schon im Jahre 1314 abgerissen, als die Deutschordensbrüder ihre Elisabethenkirche erbauten. Die Marienkapelle auf dem Flachsmarkt Die Martinskapelle in der vom Kurfürst Diether von Isenburg erbauten Martinsburg. Der Altar stand in einem Erker, der aus der Mauer zum Rhein aussprang. Sie wurde mit der Martinsburg im Jahre 1807 abgerissen.