mini|hochkant|Karl Wilhelm Remus von Woyrsch. Portrait veröffentlicht 1935. mini|hochkant|Litho Rittergut Pilsnitz um 1866/1867, Sammlung Alexander Duncker. Karl Wilhelm Remus von Woyrsch (* 28. Oktober 1814 auf Gut Pilsnitz, Landkreis Breslau, Niederschlesien (heute Pilczyce); † 31. Dezember 1899 ebenda) war ein deutscher Gutsbesitzer und Politiker.
Familie Er entstammte dem alten südböhmischen, ab etwa 1500 in Troppau (Mährisch-Schlesien) ansässigen Adelsgeschlecht Woyrsch.
Woyrsch heiratete am 4. Januar 1844 auf Gut Wüste-Giersdorf (Landkreis Waldenburg, Niederschlesien) Cäcilie Websky (* 8. Oktober 1825 auf Gut Wüste-Giersdorf; † 12. April 1903 in Breslau), die TochterBernhard Koerner (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch. Genealogisches Handbuch Bürgerlicher Familien (DGB). Band 73, Band: Schlesien. 1, C. A. Starke, Görlitz 1931, S. 643. des Kommerzienrats und Textilfabrikanten Martin Websky, Gutsherr auf Wüste-Giersdorf, undBernhard Koerner (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch (DGB). Band 73, Band: Schlesien. 1; C. A. Starke, Görlitz 1931, S. 297. der Karoline Friederike Kramsta.
Söhne waren der spätere königlich-preußische Generalfeldmarschall Remus von Woyrsch und der spätere preußische Kammerherr und Gutsbesitzer Günther von Woyrsch, dessen Sohn wiederum war der spätere SS-General Udo von Woyrsch-Schwanowitz.
Leben Woyrsch studierte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Rechtswissenschaften und wurde 1834 Mitglied des Corps Borussia Bonn. 1846 wurde er Kreisjustizrat in Breslau, war von 1850 bis 1855 dort als Regierungsrat tätig und bewirtschaftete anschließend sein Familiengut Pilsnitz.Vgl. u. a. Alexander Duncker (Hrsg.): Die ländlichen Wohnsitze, Schlösser und Residenzen der ritterschaftlichen Grundbesitzer in der Preußischen Monarchie, nebst begl. Text. Band 9, Selbstverlag, Berlin 1866/1867, Litho u. Text-Blatt 539.
Er war königlich preußischer Wirklicher Geheimrat, Rechtsritter des Johanniterordens und von 1878 bis 1899 Mitglied des Preußischen Herrenhauses. Zudem war Herr von Woyrsch als hoher Landesdeputierter TeilHandbuch über den Königlichen Preußischen Hof und Staat für das Jahr 1875. Verlag der Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei R. (L). v. Decker, Berlin 15. November 1874, S. 512. der Provinzialständischen Verwaltung.
Literatur Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen von Flotow, Walter von Hueck, Johann Georg von Rappard: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. A (Uradel). 1965. Band VII, Band 34 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1965, , S. 402 f. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil A (Uradel). 1942. (Letztausgabe). Jahrgang 42, Justus Perthes, Gotha 1941, S. 620 ff. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil A (Uradel). 1938. (Erstaufnahme: Mit Stammreihe und älterer Genealogie). Jahrgang 37, Justus Perthes, Gotha 1937, S. 629 ff. Gustav Gotthilf Winkel: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1821–1928. Wailandt AG-Selbstverlag, Aschaffenburg 1928, S. 73.
Quellen BBAW (Hrsg.): Acta Borussica: Band 8/I (1890–1900) (PDF-Datei; 2,72 MB). BBAW (Hrsg.): Acta Borussica: Band 8/II (1890–1900) (PDF-Datei; 2,19 MB).
Einzelnachweise
Kategorie:Mitglied des Preußischen Herrenhauses Kategorie:Rechtsritter (Johanniterorden) Kategorie:Politiker (Deutsches Reich) Kategorie:Politiker (19. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Person (Schlesien) Kategorie:Geboren 1814 Kategorie:Gestorben 1899 Kategorie:Mann Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)