Die Staatliche Technische Universität Nowosibirsk (auch Nowosibirsker Staatliche Technische Universität, die TU Nowosibirsk aus dem Russischen: Новосибирский Государственный Технический Университет; Abkürzung: НГТУ, NGTU oder NSTU) ist eine multidisziplinäre Universität in der russischen Stadt Nowosibirsk. Zurzeit ist sie eine der größten Hochschulen der Region Nowosibirsk.

An der TU werden Bachelor und Masterstudiengänge in 95 Fachrichtungen angeboten. An 14 Fakultäten werden ca. 14.000 Studierende unterrichtet. Die TU Nowosibirsk nimmt am Programm des russischen Ministeriums für Bildung und Wissenschaft „Stützuniversitäten in Russland“ teil.

Es ist eine der größten Hochschulen in Sibirien. An der Universität studieren 14.000 Studenten und es sind 1500 Dozenten und Professoren tätig (Stand: 2017). Es gibt 84 Studienrichtungen (Bachelor und Master) und 5 Fachgebiete: die physisch-mathematischen, technischen, ökonomischen und geisteswissenschaftlichen Bereiche. Jährlich werden an der TU Nowosibirsk ca. 6000 Studenten immatrikuliert. An der TU Nowosibirsk gibt es mehr als 120 multimediale Unterrichtsräume und Computerklassen. Neben den wissenschaftlichen Ausbildungszentren und Laboratorien gibt es eine wissenschaftliche Bibliothek.

Von der TU werden wissenschaftlichen Publikationen herausgegeben, u. a. „Der wissenschaftliche Bote der TU Nowosibirsk“, „Sammlung wissenschaftlicher Arbeiten der TU Nowosibirsk“, „Nachrichten der Hochschulen Russlands“, „Funkelektronik“, „Vorträge der Akademie der Wissenschaften von den Hochschulen Russlands“, „Sibirische Zeitschrift für industrielle Mathematik“, „Metallbearbeitung“, „Automatisierung und Programmtechnik“.

Die Universität führt Forschungen auf den Gebieten der Hochschulbildung, der Vervollkommnung des Lehrprozesses sowie zur Verbesserung der Qualität der Vorbereitung von Fachkräften durch.

Die TU arbeitet mit ausländischen Unternehmen zusammen, unter anderem mit Kjellberg Finsterwalde, DMG, ABB, Cisco Systems, National Instruments, Festo, Motorola, Siemens, Carl Zeiss.

Geschichte 1950 wurde das Nowosibirsker Elektrotechnische Institut (NETI) gegründet.

Internationale Zusammenarbeit Besondere Aufmerksamkeit schenkt die Universität der internationalen Zusammenarbeit. Die TU unterhält 103 Abkommen über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wissenschaft, Bildung und Kultur mit Hochschulen in 28 Ländern weltweit. Ferner nimmt die Universität an internationalen Projekten und Programmen teil, z. B. TEMPUS, ERASMUS MUNDUS. Außerdem ist die TU Nowosibirsk kollektives Mitglied der Assoziation der technischen Universitäten Russlands, der Assoziation der technischen Universitäten Russlands und Chinas (aus dem russischen: АТУРК, Association of Sino-Russian Technical Universities/ASRTU), der Akademie der Wissenschaften der Hochschulen, des Fonds der wissenschaftlich-technischen innovativen und schöpferischen Tätigkeiten der Jugend.

An der Universität sind ca. 12 Lehrer aus China, Deutschland, den USA und Japan tätig. Die Universität hat jeweils ein Zentrum der Russischen Sprache und Kultur an der Sianski Universität (Sian/Volksrepublik China), sowie an der Tadschikischen Technischen Universität namens Akademiemitglied Ossimi (Duschanbe/Tadschikistan) eröffnet.

Es gibt eine eigene Fakultät für die Vorbereitung auf den Hochschulbesuch, die Kurse zur Vorbereitung auf ein Studium für ausländische Studierende durchführt.

Die Hochschule arbeitet mit internationalen Organisationen, Fonds und Programmen zusammen. An der TU befindet sich das regionale Zentrum der internationalen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Ingenieurausbildung, der regionale Fonds der Nixdorf-Industrie, das Sibirische Zentrum der Ingenieurausbildung auf dem Gebiet der Automatisierung und das regionale Zentrum für Prüfungen der Russischen Sprache für die Ausländer.

Die TU ist ein kollektives Mitglied der Assoziation technischer Universitäten Russlands, der Assoziation technischer Universitäten Russlands und Chinas, der Akademie der Wissenschaften der Hochschulbildung und der Stiftung der wissenschaftlich-technischen, innovativen und kreativen Tätigkeit der Jugend. Die TU hat Kontakte mit Hochschulen in den USA, Kanada, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Dänemark, Österreich, Polen, Südkorea, China, Neuseeland, Malaysia, der Schweiz und der Mongolei aufgenommen. Zu den Partneruniversitäten und -instituten gehören Technische Universität Sofia (Bulgarien); TU Ilmenau, TU Chemnitz, Hochschule RheinMain, Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut (Deutschland); Universität Ariel in Samarien (Israel); Universität Bologna, Universität Pisa (Italien); Polytechnische Hochschule Harbin, Universität für Fremdsprachen Dalian (China); Schlesische Universität Katowice, Universität Warschau, Technische Universität Łódź (Polen); Technische Universität Brünn (Tschechien); National University of Singapore (Singapur). Die TU arbeitet auch mit der Universität Ulsan (Südkorea) zusammen, tauscht Programme und Studenten aus.

An der TU gibt es das DAAD-Informationszentrum, die Abteilung des Goethe-Institutes, das deutsche und französische Sprachlernzentren, das Ost-West-Zentrum, das Konfuzius-Institut. Die Studenten haben eine Möglichkeit, Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Polnisch, Chinesisch, Koreanisch, Japanisch zu lernen.

Die TU kooperiert auch mit folgenden internationalen Organisationen, Fonds und Programmen: Rat der Rektoren in Europa, Internationale Assoziation der Akademien, Europäische Assoziation für internationale Ausbildung (European Association for International Education), Internationales Zentrum der UNESCO für Ingenieurausbildung. In der TU gibt es das regionale Zentrum der internationalen Zusammenarbeit für Ingenieurausbildung und Regionalfonds Nixdorf-Industrie, das Sibirische Zentrum für Ingenieurausbildung auf dem Gebiet Automatisierungstechnik und das Regionalzentrum der Prüfung in russischer Sprache für Ausländer. Am 18. September 2002 wurde die TU Nowosibirsk nach der Unterzeichnung der Bologna-Erklärung nach der Lomonossow-Universität Moskau und der Staatlichen Universität Sankt Petersburg als dritte Universität in Russland Mitglied der Magna Charta der Universitäten.

Innovative Entwicklung Das Innovationsprogramm der TU („High-Tech“), das auf die komplexe Ausbildung von hochqualifizierten Spezialisten im Bereich der Informationstechnologien, Nanotechnologien, Mechatronik und Materialwissenschaften ausgerichtet ist, ermöglicht die Lösung von vielen Aufgaben, die mit der Ausbildung von hochqualifizierten Fachkräften auf dem Gebiet der High-Tech verbunden sind, und verstärkt den positiven Einfluss der Universität auf die allgemeine soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Region Nowosibirsk. Im Jahr 2017 erhielt die TU den Status einer Stützuniversität. Diesen Status erhalten die Universitäten, die imstande sind, die Aufgaben der Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte für die Zwecke der Region Nowosibirsk zu lösen, ein Wissenschaftszentrum zu werden sowie eine kulturelle und soziale Infrastruktur zu schaffen.

Fakultäten Fakultät für angewandte Mathematik und Informatik Fakultät für Radiotechnik und Elektronik Fakultät für Automatik und Rechentechnik Mechanisch-technologische Fakultät Fakultät für Mechatronik und Automatisierung Fakultät für Rechtswissenschaft Fakultät für Energietechnik Fakultät für Flugapparate Physisch-technische Fakultät Fakultät für Geisteswissenschaften Fakultät für Business Fakultät für Vorschulvorbereitung Fakultät für Weiterbildung Volksfakultät

Wissenschaftliche Arbeit An der TU arbeiteten 2014 neun von 12 Kollegien für Dissertationen für 21 Fachrichtungen.

Mit der Tomsker Polytechnischen Universität bereitet die TU Unterlagen für die Eröffnung des Rates für Wirtschaftswissenschaften vor. Am 25. April 1995 wurde das Zentrum der wissenschaftlich-technischen Arbeit der Studenten gegründet.

An der TU werden drei allrussische Olympiaden und eine Reihe von Konferenzen und Wettbewerben auf städtischer, regionaler und auf allrussischer Ebene durchgeführt.

Allrussische Olympiaden: „Management (Verwaltung des Unternehmens im Wettbewerbsumfeld)“ „Technische Grafik und grafische Informationstechnologien“ „Materialwissenschaften und Technologie baulicher Materialien“

Jährliche wissenschaftliche Konferenzen die Poster-Konferenz im Rahmen der Tage der studentischen Wissenschaft an der TU Nowosibirsk Konferenzen im Rahmen der Tage der studentischen Wissenschaft an der TU Nowosibirsk die allrussische wissenschaftliche Konferenz von Studenten, Aspiranten und junge Wissenschaftlern „Wissenschaft. Technologien. Innovationen“ die allrussische wissenschaftliche studentische Konferenz „Wissenschaft. Industrie. Verteidigung“ die wissenschaftliche studentische Konferenz „Das intellektuelle Potenzial Sibiriens“ mit Beteiligung anderer Hochschulen der inneruniversitäre Wettbewerb „Das wissenschaftliche Potential der Studenten und Aspiranten der TU Nowosibirsk“ internationale wissenschaftliche Konferenzen der jungen Wissenschaftler „Elektrotechnik. Energiewirtschaft. Maschinenbau“

Wissenschaftliche Periodika Die wissenschaftliche Tätigkeit der TU Nowosibirsk spiegelt sich in wissenschaftlichen Publikationen wider. Zurzeit veröffentlicht die TU eine Reihe von wissenschaftlichen Publikationen. Drei von ihnen stehen auf der Liste der begutachtenden wissenschaftlichen Zeitschriften und Publikationen, die von der zertifizierenden Kommission des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft empfohlen werden. Es handelt sich dabei um folgende Publikationen:

Wissenschaftlicher Bote der TU Nowosibirsk Die Zeitschrift „Wissenschaftlicher Bote der TU Nowosibirsk“ erscheint seit 1998. In der Zeitschrift werden wissenschaftliche Texte und Artikel aus den folgenden Bereichen veröffentlicht: automatische Steuerung und Identifikation, Modellierung von Prozessen und Geräten, Informationsverarbeitung, fortschrittliche Informationstechnologie.

Berichte der Akademie der Wissenschaften der Hochschulbildung der Russischen Föderation Die Zeitschrift enthält Artikel über neue Ergebnisse abgeschlossener Forschungen, aus den Bereichen der Natur- und Ingenieurwissenschaften, aber auch auf dem Gebiet der Innovation. Themen sind:

physikalische und mathematische Wissenschaften Chemie Ingenieurwissenschaften

Verarbeitung von Metallen (Technologie, Ausrüstung, Werkzeuge) Diese wissenschaftlich-technische und industrielle Zeitschrift publiziert Artikel zu den Themen: Folgeverbundwerkzeuge, fortschrittliche Technologie, Ausrüstungen für Metall- und Holzverarbeitung.

Außerdem zählt die TU zu den Gründern der Publikationen „Sibirien Zeitschrift der industriellen Mathematik“ (gehört zum Verzeichnis der russischen rezensierten wissenschaftlichen Zeitschriften, die von der Obersten Attestationskommission des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft der Russischen Föderation bestätigt sind), „Automatisierung und Softwaretechnik“, „Sammlung wissenschaftlicher Text für die Wirtschaft“ (in englischer Sprache).

Automatik und softwarebasiertes Ingenieurwesen Wissenschaftliche Zeitschrift für Elektronik: Thematiken der Publikationen sind: Automatik, Robotertechnik, automatisierte Systeme, Programmsysteme und Anwendungen (softwarebasiertes Ingenieurwesen), Informationsschutz, Netztechnologien, Nationale Softwareplattform, Cloud-Technologien, Innovationen, Informationstechnologien, Systemmodellierung, Freeware und offene Software.

Nachrichten der Hochschulen Russlands. Radioelektronik Die „Nachrichten der Hochschulen Russlands. Radioelektronik“ sind eine Serie von russischen wissenschaftlichen Zeitschriften, die von verschiedenen Hochschulen veröffentlicht werden.