Die Furkareuss ist der Oberlauf der Reuss im Schweizer Kanton Uri. Bei Hospental vereinigt sie sich mit der kleineren Gotthardreuss und wird danach nur noch Reuss genannt.
Geographie Verlauf Die Furkareuss entspringt als Blaubergbach im Oberen Schwärziseeli oberhalb des Furkapasses.
Danach durchfliesst sie das Mittlere Schwärziseeli, stürzt steil ins Tal hinab und trifft in der Nähe der Bahnstation Furka (2163 m. ü. M.) auf die Furka-Bergstrecke und wird nun Furkareuss genannt. Nach der Einmündung des Sidelen- und des Tiefenbachs (beide von links) mündet von rechts die Witenwasserenreuss (ihr grösster Nebenfluss) ein. Im Talboden des Urserentals passiert sie die Ortschaften Realp und Zumdorf und fliesst bei Hospental mit der Gotthardreuss zusammen, um die Reuss zu bilden.
Bis hierhin hat die Furkareuss einen Weg von etwa 16 Kilometern zurückgelegt, die Gotthardreuss nur etwa neun Kilometer.
Ihr Lauf endet ungefähr 1193 Höhenmeter unterhalb ihrer Quelle, sie hat somit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 77 ‰.
Einzugsgebiet Das 92,01 km² grosse Einzugsgebiet der Furkareuss liegt im Urseren und wird durch sie über die Reuss, die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.
Es grenzt im Osten an das Einzugsgebiet der Gotthardreuss; im Südosten an das des Tessin (Ticino), der in den Po mündet; im Südwesten an das des Gerewassers, das in den Rotten (Rhone) mündet; im Westen an das des Muttbachs, der ebenfalls in den Rotten mündet; im Nordwesten an das des Rhonegletschers und im Norden an das der Göschenerreuss, die in die Reuss mündet.
Das Einzugsgebiet besteht zu 4,2 % aus bestockter Fläche, zu 39,1 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 0,9 % aus Siedlungsfläche und zu 55,8 % aus unproduktiven Flächen.
Die Flächenverteilung
Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt , die minimale Höhe liegt bei und die maximale Höhe bei Topographische Einzugsgebiete Schweizer Gewässer: Furkareuss
Zuflüsse Wichtigster Zufluss ist die Witenwasserenreuss.
Zuflüsse der Furkareuss ab 3 km Länge
Hydrologie Beim Zusammenfluss mit der Gotthardreuss beträgt die modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) der Furkareuss 4,61 m³/s. Ihr Abflussregimetyp ist a-glacio-nival Abrufbar unter , und ihre AbflussvariabilitätDie Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert. beträgt 13.
Brücken mini|180px|Denkmalgeschützte Tennlenbrücke in Hospental
Auf ihrem Weg wird die Furkareuss von 23 Brücken überspannt: Zehn Strassenbrücken, sieben Fussgängerstegen und sechs Eisenbahnbrücken.
Zwei historische Steinbogenbrücken überqueren den Fluss, nämlich die Alte Furkastrasse-Brücke (gebaut 1860er Jahre) in Realp und die Tennlenbrücke (gebaut vermutlich 16.–17. Jahrhundert) in Hospental.
Erwähnenswert sind zwei markante Eisenbahnviadukte: der Steinstafelviadukt (1926) der Furka-Bergstrecke in Realp-Tiefenbach und der Richlerenviadukt (1913) der Matterhorn-Gotthard-Bahn in Hospental.
Siehe auch Liste der Nebenflüsse der Reuss
Weblinks
Verlauf der Furkareuss auf dem Geoportal des Kantons Uri
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Realp) Kategorie:Hospental