Das Gadmerwasser ist ein 17,6 Kilometer langer rechter Nebenfluss der Aare im Schweizer Kanton Bern. Sie entwässert das Gadmertal und ihre Seitentäler im Berner Oberland, ein Gebiet von 168,85 Quadratkilometern.

Geographie Verlauf { "type": "ExternalData", "service": "geoline", "ids": "Q1490897", "properties": { "stroke": "#00f", "stroke-width": 4 } } Das Gadmerwasser entspringt am Nordhang des Giglistock () und fliesst hauptsächlich in südwestliche Richtung durch das waldige Gadmertal.

Der Fluss nimmt schon früh wichtige Zuflüsse auf, darunter den Giglibach, das 5,8 km lange am Steingletscher entspringende Steinwasser und das am Wendengletscher entspringende Wendenwasser. Es passiert nun die Ortschaft Gadmen, durchfliesst das Ausgleichsbecken Fuhren und nimmt bei Milistalden von links das Triftwasser und wenig später den Hauptzufluss Gentalwasser aus dem Gental auf.

3,6 Flusskilometer später mündet das Gadmerwasser bei Innertkirchen von rechts in die Aare.

Der etwa 17,6 Kilometer lange Lauf des Gadmerwassers endet ungefähr 1621 Höhenmeter unterhalb seiner Quelle, es hat somit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 9,2 %.

Einzugsgebiet Das 168,85 km² grosse Einzugsgebiet des Gadmerwassers liegt in den Urner Alpen und wird durch es über die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es besteht zu 19,0 % aus bestockter Fläche, zu 16,4 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 0,7 % aus Siedlungsfläche und zu 63,9 % aus unproduktiven Flächen.

Die Flächenverteilung

Die mittlere Höhe beträgt , die minimale Höhe liegt bei und die maximale Höhe bei Topographische Einzugsgebiete Schweizer Gewässer: Gadmerwasser, Bundesamt für Umwelt BAFU

Hydrologischer Hauptstrang Direkter Vergleich beim Zusammenfluss:

Name Länge in km Einzugsgebiet in km² mittlerer Abfluss in m³/s Gadmerwasser3,15,70,45 Steinwasser6,824,31,98

Das Steinwasser ist beim Zusammenfluss länger als das Gadmerwasser, es hat ein grösseres Einzugsgebiet und einen grösseren mittleren Abfluss (MQ). Es ist somit Teil des hydrologischen Hauptstrangs.

Zuflüsse mini|hochkant|Das Steinwasser mini|hochkant|Das Triftwasser mini|hochkant|Das Gentalwasser Talegglibach (rechts) Giglibach (Gletscherbach) (links) Steinwasser (rechts) Schwarzenbrunnengraben (rechts) Wendenwasser (rechts) (Bach aus dem) Wanglauenen (links) Spreitbach (rechts) Bindenbach (rechts) Bielenweidbach (rechts) Sitegraben (rechts) Farlauigraben (links) Inner Flüeligraben (rechts) Üsser Flüeligraben (rechts) (Bach aus der) Schaftellaui (links) Troifbach (links) Sattelgraben (rechts) Eggeltigräbli (rechts) Sattelweid-Graben (rechts) Tiefengraben (rechts) Staldigraben (rechts) Triftwasser (links) Firschlachtgraben (links) Nessentalgraben (rechts) Äbnetbach (links) Chriisbiomgraben (links) Nessenlouwigraben (links) Gentalwasser (rechts) Flielibächli (links) Lymböimbächli (rechts) Moosbächli (rechts)

Gadmertal

Hydrologie Bei der Mündung des Gadmerwassers in die Aare beträgt seine modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 11,57 m³/s. Sein Abflussregimetyp ist a-glacio-nivalMartin Pfaundler, Rolf Weingartner, Robert Diezig: «Versteckt hinter den Mittelwerten» – die Variabilität des Abflussregimes. In: Hydrologie und Wasserbewirtschaftung. 50. Jg., Nr. 3, Juni 2006, S. 116–123., und seine AbflussvariabilitätDie Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert. beträgt 13.

Brücken

Auf seinem Weg führen 25 Brücken über den Fluss. Das Gadmerwasser wird fünfmal von der neuen Sustenstrasse (Hauptstrasse 11) überquert.

Weblinks

[ Verlauf des Gadmerwassers] auf dem Geoportal des Kantons Bern Gadmerwasser auf troutfisherman.de

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Innertkirchen)