BasisdatenAmtliche Schlüsselnummern und Bevölkerungsdaten der Gemeinden und Verwaltungsbezirke in der Bundesrepublik Deutschland, Ausgabe 1990 - S. 548 u. 551 Bezirk der DDR Suhl Kreisstadt Hildburghausen Fläche 696,70 km² (1989) Einwohner 58.608 (31. Dez. 1989) Bevölkerungsdichte 84 Einwohner/km² (1989) Territorialstruktur 77 Gemeinden (31. Dez. 1989) Kfz-Kennzeichen O (1953–1990)OD, OE, OF (1974–1990)HBN (1991–1994) 300px Der Kreis Hildburghausen im Bezirk Suhl Der Kreis Hildburghausen war ein Landkreis im Bezirk Suhl der DDR. Von 1990 bis 1994 bestand er als Landkreis Hildburghausen im Land Thüringen fort. Sein Gebiet liegt heute im Landkreis Hildburghausen in Thüringen. Der Sitz der Kreisverwaltung befand sich in Hildburghausen.

Geographie

Nachbarkreise Der Kreis Hildburghausen grenzte im Uhrzeigersinn im Westen beginnend an die Kreise Meiningen, Suhl-Land, Ilmenau, Neuhaus, Sonneberg sowie an die Landkreise Coburg, Staffelstein, Ebern, Hofheim in Unterfranken und Königshofen im Grabfeld (bis 1972) bzw. Coburg, Haßberge, bis 1973 Haßberg-Kreis und Rhön-Grabfeld, bis 1973 Bad Neustadt an der Saale (ab 1972).

Geschichte Der Kreis ging am 25. Juli 1952 aus dem alten Landkreis Hildburghausen hervor. Der Kreiszuschnitt wurde damals nur wenig verändert, sodass der Kreis noch den fast identischen Zuschnitt hatte, den er bereits im 19. Jahrhundert in Sachsen-Meiningen erhalten hatte.

Politisch gehörte der Kreis bis 1990 zum DDR-Bezirk Suhl, ab 1990 zu Thüringen. Neben der Kreisstadt Hildburghausen lagen noch vier weitere Städte (Eisfeld, Themar, Ummerstadt und Heldburg) im Kreisgebiet.

Große Teile des Kreises lagen im Grenzgebiet zwischen den beiden deutschen Staaten. Deshalb wurden drei unmittelbar an der Grenze gelegene Dörfer zu DDR-Zeiten geräumt und abgetragen: Billmuthausen, Erlebach und Leitenhausen.

Der Kreis Hildburghausen war zu großen Teilen landwirtschaftlich geprägt. Er besaß für DDR-Verhältnisse nur wenig Industrien und war daher und auch auf Grund seiner Grenzlage ein Abwanderungsgebiet mit sinkender Einwohnerzahl. Die Landschaft des Kreises war geprägt vom Werratal in der Mitte, dem Thüringer Wald im Norden und dem Grabfeld im Süden.

Am 17. Mai 1990 wurde der Kreis in Landkreis Hildburghausen umbenannt.Durch Gesetz über die Selbstverwaltung der Gemeinden und Landkreise in der DDR (Kommunalverfassung) vom 17. Mai 1990, im Gesetzblatt der DDR 1990, Band I, S. 255, Online (PDF). Am Anfang des Jahres 1991 erhielt der Landkreis Hildburghausen das Kfz-Zeichen HBN. Am 1. Juli 1994 wurde er im Rahmen der Thüringer Kreisgebietsreform um einige Teile der Landkreise Suhl (Schleusingen und Umgebung) und Meiningen (Römhild und Umgebung) erweitert. Hildburghausen blieb der Kreissitz des heutigen Landkreises Hildburghausen.

Gemeinden Dem Kreis Hildburghausen gehörten 1952 die folgenden Gemeinden an: Adelhausen Albingshausen Bad Colberg Bedheim Beinerstadt Biberau Birkenfeld Bockstadt Brattendorf Brünn/Thür. Bürden Crock Dingsleben Ebenhards Ehrenberg Eicha Einsiedel Eisfeld, Stadt Eishausen Fehrenbach Friedrichshöhe Gellershausen GerhardtsgereuthGießübel Gleichamberg Gleicherwiesen Gompertshausen Gottfriedsberg Grimmelshausen Goßmannsrod Harras Häselrieth Heckengereuth Heid Heldburg, Stadt Hellingen Herbartswind Heßberg Heubach Hildburghausen, Stadt Hinterrod Hirschendorf Holzhausen Käßlitz Kloster Veßra LangenbachLeimrieth Lengfeld Linden Lindenau Massenhausen Masserberg Merbelsrod Neuhof Oberrod Pfersdorf Poppenhausen Poppenwind Reurieth Rieth Roth Saargrund Sachsenbrunn Schackendorf Schirnrod Schlechtsart Schnett Schönbrunn SchwarzbachSchweickershausen Seidingstadt Siegritz Simmershausen St. Bernhard Steinbach Steinfeld Stelzen Stressenhausen Streufdorf Tachbach Themar, Stadt Ummerstadt, Stadt Veilsdorf Völkershausen Waffenrod Waldau Wallrabs Weitersroda Weitesthal Westhausen Wiedersbach Zeilfeld Am 1. Januar 1957 wechselten Gottfriedsberg und Heckengereuth aus dem Kreis Hildburghausen in den Kreis Suhl, gleichzeitig wechselten die Gemeinden Henfstädt und Wachenbrunn aus dem Kreis Meiningen in den Kreis Hildburghausen. Am 17. September 1961 wurden im Kreis die vier neuen Gemeinden Hetschbach, Oberwind, Poppenhausen und Stelzen gebildet.

Die folgenden Gemeinden wurden zwischen 1957 und 1990 in andere Gemeinden eingegliedert: Heid, am 1. Januar 1957 zu Eisfeld Gottfriedsberg, am 1. Januar 1957 zu Geisenhöhn Poppenhausen, am 1. Januar 1957 zu Käßlitz Heckengereuth, am 1. Januar 1957 zu Ratscher Stelzen, am 1. Januar 1957 zu Schirnrod Tachbach, am 1. Januar 1957 zu Themar Oberrod, am 1. Januar 1962 zu Waldau Häselrieth und Wallrabs, am 1. Januar 1969 zu Hildburghausen Hinterrod, am 23. April 1969 zu Waffenrod Adelhausen und Steinfeld, am 1. Juli 1973 zu Eishausen Seidingstadt, am 1. Juli 1973 zu Streufdorf Herbartswind, am 1. April 1974 zu Bockstadt Einsiedel, am 1. April 1974 zu Heubach Birkenfeld, am 1. April 1974 zu Hildburghausen Neuhof, am 1. April 1974 zu Kloster Veßra Siegritz, am 1. April 1974 zu Reurieth Albingshausen, am 1. April 1974 zu Rieth Weitesthal, am 1. April 1974 zu Sachsenbrunn Schackendorf, am 1. April 1974 zu Veilsdorf

Kfz-Kennzeichen

Den Kraftfahrzeugen (mit Ausnahme der Motorräder) und Anhängern wurden von etwa 1974 bis Ende 1990 dreibuchstabige Unterscheidungszeichen, die mit den Buchstabenpaaren OD, OE und OF begannen, zugewiesen. Die letzte für Motorräder genutzte Kennzeichenserie war ON 50-01 bis ON 75-00.

Anfang 1991 erhielt der Landkreis das Unterscheidungszeichen HBN.

Einzelnachweise

Weblinks

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