mini|Village Residence Hall mini|hochkant|Usen Castle Die Brandeis University (oder einfach Brandeis) ist eine Privatuniversität in Waltham, im Osten des US-Bundesstaates Massachusetts. Die Hochschule ist seit 1985 Mitglied der Association of American Universities, einem seit 1900 bestehenden Verbund führender forschungsintensiver nordamerikanischer Universitäten.
Geschichte Brandeis wurde 1948 als nicht konfessionsgebundene Universität unter der Förderung der amerikanisch-jüdischen Gemeinschaft gegründet. Benannt wurde die Universität nach Louis Brandeis (1856–1941), dem ersten jüdischen Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten. Sie steht Studenten aller Nationalitäten, Religionen und politischer Orientierung offen. Noch 2006 waren etwa 50 % der Studenten jüdisch.
Seit 1976 befindet sich an der Brandeis das National Center for Jewish Film, das größte jüdische Filmarchiv außerhalb Israels.
Bis November 2013 bestand eine Partnerschaft mit der arabischen al-Quds-Universität in Jerusalem.
Fachbereiche Department of Biochemistry Interdepartmental Program in Biological Physics Department of Biology Graduate Program in Biophysics and Structural Biology Brandeis International Business School Department of Chemistry Michtom School of Computer Science Interdepartmental Program in Environmental Studies Graduate Program in Genetic Counseling Heller School for Social Policy and Management Interdepartmental Program in Health: Science, Society and Policy Department of Mathematics Graduate Program in Molecular and Cell Biology Interdepartmental Program in Neuroscience Martin A. Fisher School of Physics Department of Psychology
Zahlen zu den Studierenden, den Dozenten und zum Vermögen Im Herbst 2021 waren 5.558 Studierende an der Brandeis University eingeschrieben. Davon strebten 3.591 (64,6 %) ihren ersten Studienabschluss an, sie waren also undergraduates. Von diesen waren 59 % weiblich und 41 % männlich; 17 % bezeichneten sich als asiatisch, 6 % als schwarz/afroamerikanisch, 8 % als Hispanic/Latino, 43 % als weiß und weitere 20 % kamen aus dem Ausland. 1.967 (35,4 %) arbeiteten auf einen weiteren Abschluss hin, sie waren graduates. Es lehrten 544 Dozenten an der Universität, davon 389 in Vollzeit und 155 in Teilzeit.
Im Jahr 2014 waren an der Universität 5.945 Studenten eingeschrieben, 2005 waren es etwa 5000 gewesen.
Der Wert des Stiftungsvermögens der Universität lag 2021 bei 1,286 Mrd. US-Dollar und damit 19,8 % höher als im Jahr 2020, in dem es 1,074 Mrd. US-Dollar betragen hatte. 2008 waren es rund 770 Mio. US-Dollar gewesen.
Sport Die Sportteams der Brandeis University nennen sich die Judges. Die Universität ist Mitglied der University Athletic Association.
Berühmte Absolventen Kathy Acker (1947–1997) – Schriftstellerin Mitch Albom (* 1958) – Journalist und Schriftsteller Elliot Aronson (* 1932) – Psychologe Alvaro Cordero (* 1954) – Komponist und Musikpädagoge Tyne Daly (* 1946) – Schauspielerin Loretta Devine (* 1949) – Schauspielerin Thomas L. Friedman (* 1953) – Journalist und dreifacher Pulitzer-Preisträger Tony Goldwyn (* 1960) – Schauspieler, Regisseur und Filmproduzent Debra Granik (* 1963) – Filmschaffende Geir Hilmar Haarde (* 1951) – Premierminister von Island Jeffrey Herf (* 1947) – Historiker Dorothy Iannone (1933–2022) – Künstlerin Laura Janner-Klausner (* 1963), Oberrabbinerin des Reformjudentums im Vereinigten Königreich Ha Jin (* 1956) – Autor und Gewinner des PEN/Faulkner Awards Marta Kauffman (* 1956) – Produzentin von Friends Leslie Lamport (* 1941) – Informatiker und Entwickler von LaTeX Jon Landau (* 1947) – Journalist und Musikmanager Deborah Lipstadt (* 1947) – Historikerin George Loewenstein (* 1955) – Verhaltensökonom Peter Ludes (* 1950) – Kommunikationswissenschaftler Roderick MacKinnon (* 1956) – Biochemiker und Mediziner, Nobelpreis für Chemie (2003) Gates McFadden (* 1949) – Schauspielerin David Oshinsky (* 1944) – Historiker, Pulitzer-Preis für Geschichte (2006) Lewis Porter (* 1951) – Autor, Musiker, Musikwissenschaftler Michael Rosen (* 1938) – Mathematiker Joseph Ruben (* 1950) – Drehbuchautor und Regisseur Dimitrij Rupel (* 1946) – erster Außenminister Sloweniens Michael Sandel (* 1953) – Philosoph Simon Sinek (* 1973) – Autor und Unternehmensberater Michael Walzer (* 1935) – Philosoph William A. Ward (1928–1996) – Ägyptologe Julie Weiss (* 1947) – Kostümbildnerin Edward Witten (* 1951) – Theoretischer Physiker, Mathematiker (Gewinner der Fields-Medaille)http://www.brandeis.edu/about/alumni.html
Auszeichnungen Das Rosenstiel Basic Medical Sciences Research Center an der Brandeis vergibt jährlich die Wissenschaftspreise Gabbay Award und Rosenstiel Award.
Ellsworth Kelly ist Träger des Brandeis Creative Arts Award der Brandeis University (1963).
Siehe auch Liste der Universitäten in Massachusetts
Weblinks
Webauftritt der Brandeis University
Einzelnachweise
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Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 1948