mini|Blick vom Schloss auf Nöschenrode und den Lindenberg (2010) mini|Nöschenrode – Blick von der Liebfrauenkirche (1907) Nöschenrode ist ein Stadtteil Wernigerodes in Sachsen-Anhalt. mini|Nöschenrode auf einer Karte der Stadt Wernigerode (um 1890)
Geografische Lage Nöschenrode liegt am Fuße des Harzes im Mühlental. Durch den Ort fließt der Zillierbach, der von der Zillierbachtalsperre kommt. Durch den Ort verläuft die Bundesstraße 244.
Geschichte Eine erste Erwähnung findet der Flecken Nöschenrode als Hörigensiedlung Noscherot im Jahr 1370 in einer Urkunde.Uwe Lagatz, Thorsten Schmidt: Wernigerode – Geschichte, Architektur, Kunst. 2000, S. 8. Der Ort entstand unterhalb von Schloss Wernigerode und gehörte zur Grafschaft Wernigerode. Am Ufer des Zillierbaches im Mühlental befanden sich mehrere Mühlen, die schon 1417 erwähnt wurden, darunter eine Sägemühle, Ölmühle und Marmormühle. 1507 wurde eine gräfliche Schenke erwähnt, die bis in das 20. Jahrhundert als Gasthof zum Goldenen Hirsch betrieben wurde. 1598 wurde das Gemeindehaus am Burgtor erbaut, das als Amtshaus bekannt ist und als Restaurant dient. Seit dem 17. Jahrhundert gibt es das Schützenwesen, das auf dem Anger am Großen Bleek über ein Schützenhaus verfügte. Mit dem Erhalt der Holzgerechtigkeit erhielt der Ort wirtschaftlichen Aufschwung. Zum 30. September 1929 wurde Nöschenrode nach Wernigerode eingemeindet.Wernigerode im Jahr 1929, abgerufen am 5. Juli 2018.
Einwohnerentwicklung 1725: 553Einwohnerzahlen für 1725–1910 vgl. 1750: 643 1773: 721 1805: 924 1824: 942 1832: 1060 1840: 1108 1852: 1132 1861: 1249 1871: 1466 1880: 1764 1890: 1924 1900: 2062 1905: 2007 1910: 1825
Sehenswürdigkeiten Wildpark im Christianental Theobaldikapelle und Schlossfriedhof Kreuzkirche unterhalb des Lindenbergs Kriegerdenkmal an der Promenade
Persönlichkeiten Söhne und Töchter des Ortes Heinrich Horn (um 1480–1553), Theologe Heinrich Ernst Bindseil (1803–1876), Bibliothekar und Historiker Ernst Rose (1821–vor 1893), Bergmann und Fotograf Friedrich Maesser (1824–1900), Porträtmaler und Fotograf Wilhelm Brunotte (1844–1924), Pädagoge und Heimatforscher Gustav Trittel (1865–1929), Pädagoge und Reichstagsabgeordneter Friedrich Bothe (1869–1952), Historiker in Frankfurt am Main Wilhelm Grosse (1873–1946), Schauspieler Friedrich Lent (1882–1960), Jurist und Reichstagsabgeordneter (Deutsche Volkspartei) Hans Holfelder (1891–1944), Chirurg, Radiologe, Hochschullehrer und SS-Führer Fritz Nötzoldt (1908–1987), Buchhändler, Kabarettist, Lektor und Autor in Heidelberg
Persönlichkeiten, die im Ort gewirkt haben Johann Ludwig Konrad Allendorf (1693–1773), Kirchenlieddichter Victor Aimé Huber (1800–1869), Literaturhistoriker und Sozialpolitiker, starb in Nöschenrode Ernst Helbig (1802–1866), Maler der Romantik, lebte lange Zeit in Nöschenrode Paul Kilburger (1863–1951), Architekt, fürstlicher Kammer- u. Baurat
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Harz Kategorie:Geographie (Wernigerode) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Harz)