Semjon Aronowitsch Gerschgorin (; * in Pruschany, Russisches Kaiserreich; † 30. Mai 1933) war ein belarussisch-sowjetischer Mathematiker. International bekannt wurde er durch sein Theorem über die Gerschgorin-Kreise, welche die Eigenwerte einer Matrix einschließen.

Leben Er studierte seit 1923 am Petersburger Technologischen Institut und wurde 1930 Professor am Leningrader Maschinenbauinstitut. Er arbeitete in den mathematischen Teilgebieten der Algebra, der Funktionentheorie, der numerischen Mathematik und der Theorie der Differentialgleichungen.

Gerschgorin konstruierte einen Apparat zum Zeichnen von Ellipsen, von dem ein Exemplar im Deutschen Museum in München steht.

Literatur S. Gerschgorin: Über die Abgrenzung der Eigenwerte einer Matrix. In: Izvestija Akademii nauk SSSR, Reihe 7, Otdelenie matematičeskich i estestvennych nauk, Band 6, 1931, S. 749–754. R. S. Varga: Geršgorin and His Circles. Springer-Verlag, Berlin 2004. ISBN 3540211004. – Online-Ausgabe Гершгорин Семен Аронович, In: А.Г. Курош (Hrsg.): Математика в СССР за сорок лет. 1917–1957 (A.G. Kurosch (Hrsg.): Mathematik in der UdSSR durch vierzig Jahre. 1917–1957). Band 2. Физматгиз (Fismatgis), Moskau 1959, S. 173 (russisch) Gary J. Tee: Semyon Aronovich Gershgorin. In: The Bulletin of the International Linear Algebra Society IMAGE, Heft 32, 2004, S. 2–5 (englisch)

Weblinks

Kurzbiografie. In: Große biografische Enzyklopädie (russisch) Semën Aronovich Gershgorin in der Datenbank zbMATH

Kategorie:Mathematiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Sankt Petersburg) Kategorie:Belarusse Kategorie:Geboren 1901 Kategorie:Gestorben 1933 Kategorie:Mann