Leuchtturm Kiipsaare (, auch Harilaid tuletorn oder Kiipsaare päevamärk) ist ein ehemaliger Leuchtturm an der äußersten Spitze der Halbinsel Harilaid (estn. Harilaid poolsaar) auf der Insel Saaremaa in Estland.

mini|Der aufgerichtete Leuchtturm im Jahr 2010 mini|Sonnenuntergang 2013

Der Leuchtturm wurde 1933 aus Stahlbeton gebaut und sollte die Seeleute in der Ostsee vor den Gefahren in der Nähe der Halbinsel warnen und bei der Orientierung behilflich sein. Anfangs befand sich der 25 Meter hohe Leuchtturm 150 Meter im Landesinneren. Aufgrund von Erosion befindet er sich mittlerweile mehr als 50 Meter vor dem Ufer.Enzo Pranzini, Allan Williams: Coastal Erosion and Protection in Europe. Routledge, 2013, ISBN 1-84971-339-1, S. 54 (). Ein unzureichendes Fundament im Sand hatte dazu geführt, dass sich der Leuchtturm neigte.

Während 1988 die Uferlinie noch 11 Meter vom Leuchtturm entfernt war, hatte das Meer Anfang der 1990er Jahre bereits den Leuchtturm erreicht und er begann sich zu neigen. Wegen drohender Einsturzgefahr wurde die Leuchttechnik 1992 entfernt und der Kiipsaare-Leuchtturm blieb bis 2009 als Tagesmarke in den Handbüchern verzeichnet.

Lange Jahre war der Turm umsturzgefährdet. Erst ab etwa 2006, als er durch die fortschreitende Erosion schon ganz im Wasser stand, begann er sich durch weitere Unterspülung des Fundaments selbst wieder aufzurichten.

Bezugnahme

Im estnischen Film „Somnambuul“ (2003; international; Somnambulance) über den Zweiten Weltkrieg spielt der Turm eine wichtige Rolle.

Der Turm ist eine touristische Attraktion des Nationalparks Vilsandi, des ältesten Nationalparks in Estland. Dieser wurde 1971 gegründet.

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Weblinks

Quellen

Einzelnachweise Registrierungen: UHKO: United Kingdom Hydrographic Office NGA: EVA:

Kiipsaare Kategorie:Erbaut in den 1930er Jahren Kategorie:Bauwerk in Saaremaa (Landgemeinde) Kiipsaare Kiipsaare Kategorie:Verkehrsbauwerk (Ostsee) Kategorie:Bauwerk (Finnischer Meerbusen)