Saint-Benoît-sur-Loire (wörtlich: St. Benedikt an der Loire) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Loiret in der Region Centre-Val de Loire.

Geographie Die Gemeinde liegt am rechten Ufer der Loire, an der nordöstlichen Gemeindegrenze verläuft der Fluss Bonnée.

Geschichte mini|links|Abteikirche Der Ort ist bekannt für seine romanische Benediktinerabtei, in der sich Reliquien des heiligen Benedikt von Nursia befinden sollen. Die Abtei wurde um 640 gegründet und erlangte große Berühmtheit. Vor allem im Mittelalter war die Klosterkirche von Saint-Benoît-sur-Loire ein Ziel für viele Pilger und Wallfahrer. Ebenfalls großes Ansehen genoss die vom hl. Odo von Cluny gegründete Klosterschule.

Früher trug der Ort den Namen Fleury; seine Umbenennung in Saint-Benoît-sur-Loire erfolgte, nachdem 653 die Gebeine des hl. Benedikt von Monte Cassino hierher gebracht worden waren. 1562 wurde die Abtei von den Hugenotten zerstört, und die reiche Bibliothek ging verloren.

Die derzeit vierzig im Kloster lebenden Benediktinermönche bevorzugen bis heute den alten Namen Fleury. Die Einwohner des Dorfes hingegen bezeichnen sich selbst jedoch als Benoîts, also als Benediktiner.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2018Einwohner 1440 1597 1790 1925 1880 1876 1999 2017 Quellen: Cassini und INSEE

Persönlichkeiten Max Jacob (1876–1944), französischer Dichter, Maler und Schriftsteller, lebte von 1921 bis 1928 und dann wieder ab 1936 in Saint-Benoît-sur-Loire, wo er auch begraben ist.

Gemeindepartnerschaften Eine Gemeindepartnerschaft besteht seit 1984 mit der deutschen Gemeinde Tholey im Saarland, die ebenfalls durch eine Benediktinerabtei bekannt ist.

Weblinks

Internetseite der Gemeinde Saint-Benoît-sur-Loire

Einzelnachweise

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