Maria Emo (* 8. Juni 1936 in Berlin als Maria Wojtek;Siehe: Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 1: A-Heck. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1960, Seite 336 † 4. Dezember 2021 in Hamburg) war eine österreichische Schauspielerin.
Leben Die Tochter des Filmregisseurs E. W. Emo und der Schauspielerin Anita Dorris erhielt ihre künstlerische Ausbildung 1952 bis 1954 am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Sie spielte jugendliche Liebhaberinnen am Theater in der Josefstadt und am Wiener Volkstheater. Später war die blonde Schönheit eine gefragte Gastschauspielerin als Interpretin von klassischen Stücken an verschiedenen Bühnen in Europa und Südamerika. Bei den Salzburger Festspielen wirkte sie 1963 in der Rolle der „Buhlschaft“ mit.
Im Kino waren Maria Emos Auftritte relativ selten. Sie erhielt Hauptrollen in den Literaturverfilmungen Bel Ami (nach Guy de Maupassant), Das Mädchen vom Moorhof (nach Selma Lagerlöf) und Herr Puntila und sein Knecht Matti (nach Bertolt Brecht). In der amerikanischen Produktion Hitler übernahm sie die Rolle der Eva Braun. Eine der interessantesten Aufgaben ihrer nur kurzen Filmlaufbahn erhielt sie von Georg Tressler, der ihr in Der Weibsteufel die Titelrolle übertrug. Hier konnte sie, abweichend von ihrem bisherigen Rollentypus, als eiskalte Femme fatale überzeugen. Der Film fand seinerzeit allerdings wenig Beachtung und gelangte nicht einmal in die deutschen Kinos. Seit 1959 war Emo auch in Fernsehspielen und Serien zu sehen.
Maria Emo lebte in Hamburg und arbeitete als Professorin für Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.
In den letzten Jahren ihres Lebens lebte Maria Emo pflegebedürftig unter ihrem Geburtsnamen in der Einrichtung Pflege und Wohnen Horn in Hamburg. Sie wurde am 15. März 2022 auf dem Friedhof Öjendorf beigesetzt.Die Grabstätte hat die Bezeichnung 317-03-1739. Auf der Homepage www.friedhof-hamburg.de finden Sie unter OnlineServices > Friedhofspläne > Friedhof Öjendorf eine interaktive Karte. Wenn Sie bei der Lupe diese Bezeichnung eingeben, wird Ihnen die genaue Grablage, nach Scrollen der gesamte Friedhof angezeigt.
Filmografie
Theater (Auswahl) 1953: Das Lied der Taube nach John van Druten 1955: Die liebe Familie nach Felicity Douglas, Theater in der Josefstadt, Wien 1955: Millionärin von Neapel 1957: Der schönste Tag nach Umberto Morucchio 1957: Ein Monat auf dem Lande nach Iwan Turgenjew 1958: Schau heimwärts, Engel nach Thomas Wolfe, Theater in der Josefstadt 1959: Macht der Finsternis nach Leo Tolstoi 1960: Dame Kobold nach Pedro Calderón de la Barca 1960: Der Gigant nach Richard Billinger 1960: Der Heiratsantrag nach Anton Tschechow 1962: Der Schwierige nach Hugo von Hofmannsthal 1963: Jedermann nach Hugo von Hofmannsthal, Salzburger Festspiele 1964: Glastüren nach Alexander Lernet-Holenia 1967: Bürger Schippel nach Carl Sternheim, Freie Volksbühne, Berlin 1967: Soldaten nach Rolf Hochhuth, Freie Volksbühne Berlin 1968: Italienische Nacht nach Ödön von Horváth 1972: Wölfe und Schafe nach Alexander Ostrowski, Freie Volksbühne Berlin 1974: Tabula Rasa nach Carl Sternheim, Thalia Theater Hamburg 1975/76: Emilia Galotti nach Gotthold Ephraim Lessing, Thalia Theater 1977: Kinder der Sonne nach Maxim Gorki, Thalia Theater, Hamburg 1980: Frühlingserwachen nach Frank Wedekind, Thalia Theater, Hamburg 1993: Der Vater nach August Strindberg, Thalia Theater, Hamburg 2006: 36 Stunden Matinee für Maria Emo, Lesung mit Maria Emo und Hermann Killmeyer Thalia Theater, Hamburg
Literatur Hans Lossmann: Das Bühne-Profil: Maria Emo. In: Die Bühne. Wien, um 1970 Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Zweiter Band C – F. John Paddy Carstairs – Peter Fitz, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 552
Weblinks
Einzelnachweise und Anmerkungen
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