Jule Ronstedt (* 21. April 1971 in München) ist eine deutsche Schauspielerin und Regisseurin.
Leben Jule Ronstedt, Tochter einer Modedesignerin und eines Selfmade-Unternehmers, wuchs in Herrsching am Ammersee auf und machte ihr Abitur am Gymnasium in Gilching. Sie absolvierte von 1991 bis 1994 eine dreijährige Ausbildung an der Neuen Münchner Schauspielschule.Jule Ronstedt persönliche Webseite, abgerufen am 18. Oktober 2022, abgerufen am 29. Februar 2024
1996 spielte sie die Titelrolle in Pippi Langstrumpf bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel. Von 1996 bis 2000 war sie unter Intendant Dieter Dorn als festes Ensemblemitglied an den Münchner Kammerspielen engagiert. Als Theaterregisseurin inszenierte sie an den Münchner Kammerspielen das Bühnenstück Andere Baustelle. 2001 führte sie Regie bei Frank Wedekinds Frühlings Erwachen am Theater der Stadt Heidelberg. 2003 hatte sie ein Gastengagement am Berliner Ensemble. Daneben arbeitet sie als Regisseurin und Autorin am Münchner Kinder- und Jugendtheater Schauburg.
Ihr Debüt vor der Kamera gab Ronstedt als Serientochter Alicia Sandmann von Daniel Friedrich in der BR-Fernsehserie Aus heiterem Himmel. 1997 spielte sie an der Seite von Jasmin Tabatabai die Hauptrolle der Ulrike in Maria Teresa Camoglios Filmkomödie Bandagistenglück und wurde für ihre schauspielerische Leistung mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet. Danach wirkte sie in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen, u. a. in Joe Duebells Liebesdrama Großglocknerliebe (2003) und in Marcus H. Rosenmüllers Komödie Wer früher stirbt ist länger tot (2006).
Mehrfach übernahm sie Gastrollen in Fernsehserien und -reihen, u. a. in Café Meineid, Polizeiruf 110, Die Rosenheim-Cops, Der Bulle von Tölz, Tatort, Der Staatsanwalt, Solo für Weiss und Kommissarin Lucas.
Die Krimikomödie Maria Mafiosi, bei der sie das Drehbuch gemeinsam mit dem Produzenten Sven Burgemeister schrieb, war 2017 ihr Regiedebüt bei einem Film.
Jule Ronstedt war über 20 Jahre verheiratet und hat eine Tochter. Das Paar trennte sich 2019.Maria Zsolnay: Jule Ronstedt gibt Frauen in den Wechseljahren eine Stimme. In: tz vom 21. Oktober 2025. Abgerufen am 8. November 2025 Ronstedt ist mittlerweile geschieden.Assenheimers Promitalk - mit Gast Jule Ronstedt. Abgerufen am 8. November 2025 Sie lebt in München-Haidhausen.Claudia Theurer: Furchtlos durch den Alltag: Regisseurin Jule Ronstedt über ihr neues Stück und den Umgang mit eigenen Ängsten. In: Hallo München vom 18. Februar 2024. Abgerufen am 8. November 2025
Filmografie Kino
Fernsehen (Auswahl)
Theater (Auswahl) Münchner Kammerspiele (Spielzeitraum von 1996 bis 2000) Das Gleichgewicht von Botho Strauß – Mädchen mit der Trapperfellmütze; Zeitungsmädchen; Regie: Jens-Daniel Herzog Die Legende vom armen Heinrich von Tankred Dorst – Elsa; Regie: Jens-Daniel Herzog Urfaust von Johann Wolfgang von Goethe – Gretchen; Regie: Thomas Bischoff Herr Puntila und sein Knecht Matti von Bertolt Brecht – Das Kuhmädchen; Regie: Franz Xaver Kroetz Hekabe von Euripides – Kriegsgefangene Frau von Troja; Regie: Dieter Dorn Andere Baustelle von Jule Ronstedt und Antje Uhle – Ali und Regie King Kongs Töchter von Theresia Walser – Carla; Regie: Antoine Uitdehaag
Hörspiele 2003: Das magische Labyrinth – 6: Bittere Mandeln. Hörspiel nach Max Aub. Regie: Ulrich Gerhardt. Produktion: BR Hörspiel und Medienkunst/Eichborn-Verlag. 2013: Hell of Fame. Hörspiel von Jörg Albrecht. Rolle: Beste Freundin. Regie: Bernadette Sonnenbichler, Produktion: BR Hörspiel und Medienkunst. Als Podcast/Download im BR Hörspiel Pool. BR Hörspiel Pool 2019: Was man von hier aus sehen kann. Hörspiel von Mariana Leky. Rolle: Luise (erwachsen)/Erzählerin. Regie: Petra Feldhoff, Produktion: WDR. Als Podcast/Download in der ARD Mediathek.https://www1.wdr.de/radio/wdr3/programm/sendungen/wdr3-hoerspiel/feel-good-dorf-alltag-100.html
Auszeichnungen 1997: Max-Ophüls-Preis als „beste Darstellerin“ für ihre Rolle der Ulrike in Bandagistenglück 1998: Merkur-Theaterpreis (Förderpreis) 2001: Bayerischer Kunstförderpreis im Bereich Darstellende Kunst 2011: Festival de Cine de Terror Molins de Rei als „beste Darstellerin“
Weblinks
Jule Ronstedt bei der Agentur Vogel Jule Ronstedt bei der Agentur Scenario (Agentur Regie) Jule Ronstedt – Internetpräsenz
Einzelnachweise
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