Freialdenhoven ist ein nördlicher Gemeindeteil von Aldenhoven im Kreis Düren, bis 1972 Kreis Jülich.
Freialdenhoven ist der Stammort der Zirkusfamilie Althoff, die um 1660 hier entstanden ist und hier bis zum Zweiten Weltkrieg ihr Winterdomizil hatte.
Geschichte Freialdenhoven lag an der Römerstraße von Jülich über Geilenkirchen nach Sittard und wies zu jener Zeit vielleicht eine Ansiedlung auf, worauf ein 1866 gefundener Meilenstein hinweisen kann. Der Name entstand nach einem Hof in einem befriedeten und geschützten Waldbezirk. Urkundlich belegt ist 1029 „Altenhof“, um 1100 „Vrenenaldenhoven“, um 1200 „Vrei-Aldenhof“ und 1431 „Fredenaldenhoeuen“ (mit u statt v).
1166 ist eine Pfarrkirche in Freialdenhoven nachgewiesen, die im 15. Jahrhundert einem Neubau wich, der wiederum 1944 von deutschen Soldaten gesprengt wurde. Die heutige Pfarrkirche St. Mauritius wurde in den 1950er Jahren errichtet.
Neben der Kirche stand in früheren Jahrhunderten eine Burg. Im 14. Jahrhundert wollte Graf Wilhelm V. von Jülich (1328–1361) der Ritterschaft seiner Grafschaft ihre Selbständigkeit nehmen, wogegen sich der Freialdenhovener Burgherr Dietrich Schinnemann auflehnte und sich zum Anführer der freien Ritterschaft gegen den Grafen machte. Im folgenden Kampf wurde Freialdenhoven von Wilhelm V. eingenommen, die Burg zerstört und nicht wieder aufgebaut.
Am 18. September 1678 wurde Freialdenhoven von französischen Soldaten geplündert, weswegen die ältesten heute noch vorhandenen Taufbücher von 1691 datieren.
Am 1. Januar 1972 wurde Freialdenhoven nach Aldenhoven eingemeindet.
Wappen
Baudenkmäler mini|Denkmalgeschützte Hofanlage aus dem Jahr 1788
Vereine Der Fußballverein SC Borussia Freialdenhoven 1912, stieg in den 1990er Jahren aufgrund eines finanzkräftigen Sponsors innerhalb von neun Jahren von der Bezirksliga bis in die Oberliga Nordrhein auf. Nach dem Abstieg aus der Oberliga in der Saison 2006/07 spielt die Borussia bis heute in der Mittelrheinliga.
Die St. Mauritius Schützenbruderschaft wurde 1719 gegründet und der Jugendclub Freialdenhoven e. V. im Jahr 1971.
Verkehr Die nächste Anschlussstelle ist „Aldenhoven“ auf der A 44. Die AVV-Buslinien 278 und 281 des Rurtalbus verbinden die beiden Haltestellen „Post“ und „Lindenend“ unter anderem mit den Nachbarorten sowie mit Jülich und Aldenhoven-Mitte. Zusätzlich verkehren zu bestimmten Zeiten ein Rufbus beziehungsweise ein Anruf-Sammel-Taxi. Zudem verkehren an Schultagen die Schulbuslinien 274, 275 und 289.
Linie Verlauf
Die nächsten Bahnhöfe sind „Lindern“ und „Geilenkirchen“ an der Bahnstrecke Aachen–Mönchengladbach, „Langerwehe“ an der Schnellfahrstrecke Köln–Aachen sowie „Jülich“ und „Broich“ an der Bahnstrecke Jülich–Düren.
Söhne des Ortes Cornelius Gerhard Lersmacher (um 1660–1731), Generalvikar für das Obererzstift Trier Michael Nordhausen (1915–2003), Franziskaner und Bundeskurat der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg
Weblinks
Freialdenhoven auf der Website der Gemeinde Aldenhoven
Einzelnachweise
Kategorie:Ortsteil von Aldenhoven Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kreis Düren) Kategorie:Gemeindeauflösung 1972