Zwei Tote im Sender und Don Carlos im PoGl ist ein Fernsehfilm des ZDF aus dem Jahre 1982. Regisseur war Joachim Roering.
Der Film ist eine böse Satire auf das Fernsehen und die dahinterstehenden Personen. Er zeigt einen Tag im real existierenden Alltagswahnsinn des öffentlich-rechtlichen Fernsehens.
Inhalt Der Fernsehfilm beschreibt schonungslos den (so noch nicht) real existierenden Alltag eines öffentlich-rechtlichen Senders – Ort der Handlung ist eine zugleich regionale wie auch überregionale Fernsehanstalt. „Normaler“ Arbeitsalltag: In zwei Studios werden Theaterstücke produziert: Schillers „Don Carlos“ und „Ulysses“ von James Joyce. Ein Autor möchte sein Stück abnehmen lassen, der Fernsehrat tagt, der Intendant feiert sein Amtsjubiläum und empfängt den Ministerpräsidenten eines Bundeslandes. Im Laufe des Tages beißt ein Hund einen Regisseur und am Ende sind zwei Tote in diesem Hause zu vermelden.
Über allem schwebt das unbedingt einzuhaltende „PoGl“, das politische Gleichgewicht, das unter anderem dafür sorgt, dass aus Proporzgründen in „Don Carlos“ die „Prinzessin Eboli“ zum „Prinzen Ebolus“ wird. Von der Kritik erwartet man anschließend Lob für einen revolutionären Regieeinfall.
Über die Produktion Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten besaß das ZDF noch kein zentrales Fernsehzentrum (dieses war im Bau und wurde erst in den folgenden Jahren (dritter Bauabschnitt bis 6. Dezember 1984) in Mainz-Lerchenberg fertiggestellt); gedreht wurde u. a. im Berliner ICC, dessen unübersichtliche und gleichzeitig protzige Architektur als Metapher für eine öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt diente.
Im November 2006 wurden Wiederholungen im ZDFtheaterkanal ausgestrahlt.
Kritiken
Weblinks Besprechung im Webdienst des ZDFtheaterkanals
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1982 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Fernsehfilm (ZDF) Kategorie:Satirefilm