Pöbel & Gesocks ist eine Oi-Punk-Band aus dem Ruhrgebiet.
Bandgeschichte Die Band wurde 1979 unter dem Namen Beck’s Pistols gegründet. 1990 veröffentlichte sie das erste Album Pöbel und Gesocks mit Stücken aus den Anfangstagen und wurde damit einem breiteren Publikum bekannt. Einziges noch aktives Gründungsmitglied ist Willi Wucher, der außerdem das Plattenlabel und -vertrieb Scumfuck Mucke sowie das Fanzine Raumschiff Wucherpreis betrieb. Im Jahr 2009 stellte er diese Aktivitäten ein und widmet sich seitdem nur noch seiner Musik. Die Band bedient sich eines „asozialen“ Images. Die Liedinhalte drehen sich um Sex, die Punkszene und exzessiven Alkoholkonsum.
2012 trat Jennes aus der Band aus. Sein Nachfolger wurde CB, der vorher bei der Band Cotzraiz gespielt hat.
Namensänderung Aufgrund einer Unterlassungsklage der Brauerei Beck durfte die Band ihren Namen nicht weiterbenutzen. Auslöser war ein Auszubildender der Brauerei, welcher ein T-Shirt der Band zur Arbeit angezogen hatte. Nach einer Umfrage im hauseigenen Fanzine Scumfuck Tradition wurde dann der neue und zugleich aktuelle Name Pöbel und Gesocks gewählt. Der Name geht auf eines ihrer bekanntesten Lieder zurück und wird in der Skinhead- sowie auch Punkszene auch häufig als Begrüßungswort verwendet.
Kritik Willi Wucher wurde vorgeworfen, mit seinem Plattenlabel auch die rechtsextreme Szene zu bedienen. Er hatte bis Ende März 2003 Geschäftsbeziehungen zum Plattenlabel DIM Records. Verstärkt wurde dieser Vorwurf dadurch, dass er ab 1983 als Gründungsmitglied bei der Skinhead-Band Band Body Checks aktiv war, die beim Rechtsrocklabel Rock-O-Rama eine LP herausbrachte. Er wurde außerdem kritisiert, da er ein Skrewdriver-Konzert besucht hatte, über das er später in seinem Fanzine berichtete. Die Band wurde zudem kritisiert, da auf ihren Konzerten anwesende rechtsextreme Skinheads – unter dem Vorwand des unpolitischen „Unity“-Gedankens – geduldet wurden. Willi Wucher bezog 2003 Stellung zu diesen Vorwürfen und gab eine Erklärung dazu ab, in der sich die Band von der rechtsextremen Szene distanziert.Stellungnahme auf Indymedia
Diskografie Beck’s Pistols Alben 1990: Pöbel und Gesocks 1991: Live in Köln 1992: Bethelarm + Asozial (Live) 1995: Es war einmal...
Singles 1991: Lockruf der Wildnis 1992: Trabbi–Rainer (B-Seite von Die Lokalmatadore) 1993: Live Penis
Pöbel & Gesocks Alben 1994: Schönen Gruß 1999: Oi!-Punk Pervers 1998: 5 Millionen 2003: Lieder über Leben und Tod 2003: Live 2004: Kopf zu (Bonus zur DVD) 2010: Beck’s Pistols
Singles und EPs 1994: Voice Of The Ruhrpott (EP mit Die Lokalmatadore) 1996: Sturm Nach Der Ruhe 2003: Kopf Zu!!! / Bück Dich Fee (Live) 2004: 1000 gute Gründe / El Zecho 2006: Punk 7″ 2007: Das Kollegium 2017: Auf Euch! (EP)
Weblinks
Belege
Kategorie:Oi!-Band Kategorie:Deutschpunk-Band Kategorie:Deutsche Band Kategorie:Kultur (Ruhrgebiet)