mini|Rathaus mini|Skulptur Unikornis Kazincbarcika [] ist eine ungarische Stadt im gleichnamigen Kreis im Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén. Die Stadt ist durch Industrie geprägt.
Geografische Lage Kazincbarcika liegt 21 Kilometer nordwestlich des Komitatssitzes Miskolc am rechten Ufer des Flusses Sajó. Nachbargemeinden sind Sajókaza, Szuhakálló, Múcsony, Berente, Alacska, Kondó, Tardona, Bánhorváti, Nagybarca und Sajóivánka.
Geschichte Die Stadt ging aus den drei Siedlungen Sajókazinc, Barcika und Berente hervor, die teilweise schon im 13. Jahrhundert erwähnt wurden.
In der ehemals landwirtschaftlich geprägten Gegend führte der Kohleabbau ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. In der Stadt befand sich nach 1945 eines der vier Internierungslager der ÁVH des kommunistischen Regimes in Ungarn.
Der Aufbau der Stadt begann 1951; schon nach zwei Jahren wurden die ersten Wohnungen übergeben. In den 1960er Jahren begann die Stadt schnell zu wachsen. Aus ganz Nordungarn kamen Zuzügler, vor allem Jugendliche. Das Chemiewerk von Borsod, heute BorsodChem wurde im Jahre 1963 gegründet, wodurch in der Stadt viele weitere Arbeitsplätze entstanden. In den 1980er Jahren wurden jedoch viele Bergwerke geschlossen, was zum Verlust zahlreicher Arbeitsplätze führte.
Einrichtungen In der Stadt gibt es drei Kindergärten, elf Grundschulen, eine Musikschule, fünf Mittelschulen und ein Gymnasium. Die Mittelschulen besuchen auch Kinder aus der Umgebung der Stadt. Seit 1953 hat Kazincbarcika ein Krankenhaus. Das neue Gebäude wurde 1969 übergeben und 2005 renoviert. Es gibt zudem eine Schwimmhalle, eine Kunsteisbahn und einen Sportplatz.
Kultur und Tourismus Zu den kulturellen Einrichtungen der Stadt gehören das Béni-Egressy-Kulturhaus und die Bibliothek. In der Stadt gibt es mehr als 40 Statuen, zwei reformierte Kirchen, eine griechisch-katholische Kirche und zwei römisch-katholische Kirchen. Alljährlich finden verschiedene, teilweise internationale Festivals in Kazincbarcika statt, wie das internationale Theaterfest, das internationale Blasmusikfestival und der „Kazincbarcikaer Sommer“.
Es gibt Möglichkeiten, Ausflüge in das südlich gelegene Bükk-Gebirge oder zur Tropfsteinhöhle von Aggtelek zu machen. Weiterhin gibt es Badetourismus in der Stadt.
Sport Vegyész RC Kazincbarcika, Volleyballverein der höchsten Spielklasse, mehrfacher Meister und Pokalsieger Kazincbarcika SC, Fußballverein der höchsten Spielklasse
Städtepartnerschaften Es bestehen folgende Städtepartnerschaften:
Burgkirchen an der Alz, Deutschland, seit 1998 Dimitrowgrad, Bulgarien, seit 1964 Knurów, Polen, seit 1996 Revúca, Slowakei, seit 2000 Sânnicolau Mare, Rumänien, seit 2000 Świdnica, Polen, seit 1999 Tjatschiw, Ukraine, seit 1999
Zu weiteren Städten und Gemeinden in Europa bestehen enge Verbindungen, wenn auch nicht in Form einer offiziellen Partnerschaft. Wegen der sowohl breitgefächerten als auch intensiven Beziehungen zu europäischen Städten wurde Kazincbarcika im September 1999 vom Europäischen Rat mit dem Europa-Diplom ausgezeichnet.
Söhne und Töchter der Stadt Hajnalka Juhász (* 1980), Rechtsanwältin und Politikerin Tamás Decsi (* 1982), Säbelfechter László Kleinheisler (* 1994), Fußballspieler Zsófi Szemerey (* 1994), Handballspielerin Balázs Tóth (* 1997), Fußballtorhüter Anna Tóth (* 2003), Hürdenläuferin
Sehenswürdigkeiten Griechisch-katholische Kirche Teológus Szt. János apostol és evangélista, erbaut 1995 Reformierte Kirchen, in Kazincbarcika-Alsó und Kazincbarcika-Felső, erbaut im 18. bzw. 19. Jahrhundert im barocken Stil Römisch-katholische Kirche Avilai Szent Teréz, erbaut 1913 Römisch-katholische Kirche Szent Család, erbaut 2003 bis 2007 nach Plänen von Róza Kiss
Weblinks
Einzelnachweise
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