Ville-d’Avray ist eine französische Stadt mit Einwohnern (Stand ) im Département Hauts-de-Seine in der Region Île-de-France. Die Einwohner werden Dagovéraniens genannt.
Geographie Ville-d’Avray liegt etwa 12 Kilometer westlich des Pariser Stadtzentrums. Angrenzende Gemeinden und Städte sind Sèvres, Marnes-la-Coquette, Saint-Cloud, Chaville, Viroflay und Versailles.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1946 1954 1962 1968 1975 1982 1991 1999 20062023Einwohner 3.397 4.351 6.027 10.487 11.699 11.625 11.645 11.573 11.25511.089
Soziale Lage
Schulverlauf In Ville-d'Avray gibt es folgende Schulen: Groupe scolaire Jean Rostand (Kindergarten und Grundschule), Groupe scolaire de la Ronce (Kindergarten und Grundschule), Ecole maternelle Halphen (Kindergarten) und eine Mittelschule: Collège la Fontaine du Roy (ab 6. Klasse bis 9. Klasse). Zum Besuch eines Gymnasiums müssen die Schüler entweder nach Saint-Cloud ins Lycée Allexandre Dumas oder Sèvres ins Lycée Jean-Pierre Vernant fahren.
Kultur Ville-d’Avray bietet ein lebendiges und vielfältiges kulturelles Angebot, das sowohl für Einwohner als auch für Besucher attraktiv ist. Die Stadt enthält eine große Vielfalt von Vereine, die die Kuktur verbreiten. Diese Vereine bieten zum Teil Kurse an, wie Musikkurse in La Maison pour Tous (LMPT), la SUM oder das Conservatoire de Ville-d’Avray Chaville. Die LMPT unterrichtet sogar auch Tanz, Zirkus, Kunst unter andere. Diese Vereine und die Stadt organisieren auch Events, wie das Musikfest oder Konzerten. Im Kino Le Colombier werden viele Filme projiziert und Shows finden dort auch statt, wie Theaterstücke. Die Stadt veröffentlicht jährlich ein detailliertes Programm für die kulturelle Saison, das Konzerte, Theateraufführungen, Ausstellungen und Workshops umfasst. Die Médiathèque Municipale Boris Vian ist ein zentraler Ort für Kultur und Bildung. Sie bietet nicht nur Bücher und digitale Ressourcen, sondern auch regelmäßige Veranstaltungen wie Lesungen, Ateliers und Ausstellungen, insbesondere im Rahmen des „Printemps des poètes“.
Sport Die Union Sportive de Ville-d’Avray (USVA) ist der zentrale Sportverein der Stadt und bietet rund 30 verschiedene Sportarten an. Dazu gehören Mannschaftssportarten, Individualsportarten, Fitness und vieles mehr. Der Verein richtet sich an alle Altersgruppen und ist sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene offen.
Neben der USVA gibt es weitere Vereine und Initiativen, die spezifische Sportarten wie Laufen (ParRunning 92), Kampfsport (ParAM FIGHT92) und andere anbieten.
Ville-d’Avray wurde für seine innovative Sportpolitik und das vielfältige Angebot an Sportaktivitäten mit dem Label „Ville Active et Sportive“ ausgezeichnet. Die Stadt verfügt über moderne Sporteinrichtungen und nutzt ihre natürlichen Räume (z. B. Parks und Seen) für Outdoor-Aktivitäten.
Es gibt spezielle Angebote wie Muskelaufbau und Fitness, die über eine eigene App (Ville-d’Avray Tennis et Fitness) gebucht werden können. Die Anmeldung erfolgt in der Regel über das Rathaus.
Wohnungenlage (Quelle: ) +Wohnung (im Jahr 2022)Ville-d'Avray Anzahl 20225 462Hauptwohnungsrate (in %)88,8Zweitwohnungsrate (in %)4,6leerstehende Wohnungen (in %)6,6Anteil der Haushalte, die Eigentümer ihres Hauptwohnsitzes sind (in %)56,0
Arbeitslage (Quelle: ) +Arbeit (15-Jährige bis 64-Jährige im Jahr 2022)Ville-d'AvrayErwerbsquote79,0Arbeitslosenquote 8,1 +Arbeitgeber (Ende des Jahres 2023)Ville-d'AvrayAnzahl221Anteil der Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei (in %)0,0Anteil der Industrie (in %)2,3Anteil des Bausektors (in %)4,1Anteil des Handels, Verkehrs und sonstiger Dienstleistungen78,3Anteil der öffentlichen Verwaltung, des Bildungswesens, des Gesundheits- und Sozialwesens (in %)15,4Anteil der Betriebe mit 1 bis 9 Beschäftigten in %77,4Anteil der Betriebe mit 10 oder mehr als 10 Beschäftigten in %10,9
Baudenkmäler Siehe: Liste der Monuments historiques in Ville-d’Avray
Persönlichkeiten Söhne und Töchter der Stadt Arthur de Gobineau (1816–1882), französischer Diplomat und Schriftsteller Boris Vian (1920–1959), französischer Schriftsteller, Jazztrompeter, Chansonnier, Schauspieler und Übersetzer
Persönlichkeiten mit Bezug zur Stadt Augustin Jean Fresnel (1788–1827), französischer Physiker, in Ville-d’Avray gestorben Jean-Baptiste Camille Corot (1796–1875), französischer Maler, verbrachte schon als Kind die Wochenenden in Ville-d’Avray, wo sein Vater ein Landhaus gekauft hatte. Auch als Maler besuchte er den Ort gerne, da er hier Motive für seine Landschaftsmalerei fand, vor allem im Umkreis der Teiche. Außerdem malte er vier Fresken in der Kirche des Ortes. Jean Baptiste Édouard Detaille (1848–1912), französischer Schlachtenmaler, lebte in Ville-d’Avray mini|Jean-Baptiste-Camille Corot: Ville d’Avray, zirka 1867 Léon Gambetta (1838–1882), französischer Politiker, in Ville-d’Avray gestorben Janet Scudder (1869–1940), US-amerikanische Bildhauerin und Malerin, lebte bis zum Zweiten Weltkrieg in Ville-d’Avray Jean Rostand (1894–1977), französischer Biologe und Schriftsteller, in Ville-d’Avray gestorben Yehudi Menuhin (1916–1999), US-amerikanisch geborener Violinist und Dirigent, lebte hier von 1931 bis 1934Zeitleiste zur Biografie von Yehudi Menuhin warnerclassics.com Jean-Louis Petit (* 1937), französischer Dirigent, Komponist, Organist und Pianist, Rektor der Ecole nationale de Musique et de Danse de Ville d'Avray und Organisator des Festival de Musique Française Isabelle Huppert (* 1953), französische Schauspielerin, verbrachte ihre Kindheit in Ville-d’Avray Richard Clayderman (* 1953), französischer Pianist, lebte zeitweise in Ville-d’Avray Mylène Farmer (* 1961), in Kanada geborene, französische Popsängerin, in Ville-d’Avray aufgewachsen
Sonstiges mini|1907: Die Tour de France durchquert Ville-d’Avray Der Film Les dimanches de Ville d’Avray (dt. Sonntage mit Sybill), Regie: Serge Bourguignon (1962), Hauptrolle: Hardy Krüger, war 1964 in der Sparte „Musik“ (Maurice Jarre) für den Oscar nominiert. Die Teiche (Étangs) von Ville d’Avray, die auch Corot gemalt hatte, gehören zum nationalen Erbe Frankreichs. Sie versorgen die Brunnen im Schlosspark von Saint-Cloud mit Wasser.
Literatur Le Patrimoine des Communes des Hauts-de-Seine. Flohic Éditions, 2. Auflage, Charenton-le-Pont 1993, ISBN 2-908958-95-3, S. 414–419.
Weblinks
Offizielle Website der Stadt (französisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Île-de-France
Kategorie:Ersterwähnung im 12. Jahrhundert