Investiturstreit zentriert|177px|Heinrich bittet Mathilde und seinen Taufpaten Abt Hugo von Cluny um Vermittlung König Heinrich IV. begibt sich auf den „Gang nach Canossa“. zentriert|163px|Gregor VII., Detail Auf der Burg Canossa wird er von Papst Gregor VII. vom Kirchenbann gelöst. 1077 in anderen Kalendern Armenischer Kalender 525/526 (Jahreswechsel Juli) Äthiopischer Kalender 1069/70 Buddhistische Zeitrechnung 1620/21 (südlicher Buddhismus); 1619/20 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 62. (63.) Zyklus Jahr der Feuer-Schlange 丁巳 (am Beginn des Jahres Feuer-Drache 丙辰) Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 439/440 (Jahreswechsel April) Iranischer Kalender 455/456 (um den 21. März) Islamischer Kalender 469/470 (24./25. Juli) Jüdischer Kalender 4837/38 (20./21. September) Koptischer Kalender 793/794 Malayalam-Kalender 252/253 Seleukidische Ära Babylon: 1387/88 (Jahreswechsel April) Syrien: 1388/89 (Jahreswechsel Oktober) Spanische Ära 1115 Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1133/34 (Jahreswechsel April)

Ereignisse Politik und Weltgeschehen Investiturstreit

25. Januar bis 28. Januar: König Heinrich IV. wird auf der Burg Canossa in Oberitalien von Papst Gregor VII. vom Kirchenbann gelöst, nachdem er seine Bußfertigkeit gezeigt hat – der sogenannte „Gang nach Canossa“. 15. März: Trotz der Lösung Heinrichs vom Bann erfolgt in Forchheim die Wahl des Schwabenherzogs Rudolf von Rheinfelden zum Gegenkönig durch oppositionelle Adelige. Dabei werden erstmals auch Wahlversprechen von den Fürsten eingefordert. Rudolf von Rheinfelden wird am 26. März oder 7. April durch den Mainzer Erzbischof Siegfried I. von Eppstein im Mainzer Dom gekrönt. Im Herbst kommt es erstmals zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Kontrahenten.

Weitere Ereignisse im Reich

Verwüstung der Stadt Friesach – einer Gründung der Salzburger Erzbischöfe – durch den steirischen Markgrafen Adalbero – den Bruder Otakars Erzstift Salzburg: Landesfürst Erzbischof Gebhard I. von Helffenstein und dessen Nachfolger errichten die Festung Hohensalzburg. Es besteht aus dem romanischen, gemauerten Palas, dem Wohnturm, der heute noch den Kern des Hohen Stocks bildet. Dazu kommen eine kleine Kirche und ein Nebengebäude.

Byzantinisches Reich

Als Kaiser Michael VII. mit den Seldschuken einen für Byzanz äußerst ungünstigen Vertrag über großflächige Gebietsabtretungen in Anatolien abschließt, zettelt General Johannes Bryennios in Adrianopel eine Rebellion gegen den seiner Meinung nach unfähigen Kaiser und dessen mächtigen Minister Nikephoritzes an. Oktober: Als Johannes’ Bruder Nikephoros Bryennios, der zunächst noch gezögert hat, sich dem Aufstand anzuschließen, erfährt, dass Nikephoritzes ihn aus dem Amt des Dux von Dyrrhachion entfernen will, lässt er sich in Traianopolis zum Gegenkaiser ausrufen. Im November bringen die beiden Brüder fast ganz Makedonien und Thrakien unter ihre Herrschaft und marschieren auf Konstantinopel. Nikephoros Basilakes, der ihrem Vorstoß Einhalt gebieten soll, verständigt sich stattdessen nach einem kurzen Scharmützel mit ihnen. Weil die Bryennoi aber bedenkenlos die Vororte zur Plünderung freigeben, formiert sich in der Hauptstadt starker Widerstand gegen ihre Herrschaftsansprüche, so dass es Michael VII. gelingt, die Belagerer zum Rückzug nach Thrakien zu veranlassen.

Weitere Ereignisse in Europa

Nach dem Tod seines Bruders Géza I. wird Ladislaus I. König von Ungarn. Robert, ältester Sohn Wilhelms des Eroberers, beginnt eine Rebellion gegen seinen Vater. Das langobardische Fürstentum Salerno endet nach der Unterwerfung Fürst Gisulfs II. unter die normannische Herrschaft unter Robert Guiskard. Salerno wird die Hauptstadt von Guiscards Herzogtum, das aus Apulien, Kalabrien und Sizilien besteht. Mit der päpstlichen Belehnung Korsikas an den Bischof von Pisa wird die Insel pisanische Kolonie.

Ostasien

Frühjahr: Schlacht am Như-Nguyệt-Fluss. Die im Vorjahr tief nach Vietnam eingedrungene chinesisch Song-Armee unter General Guo Kui wird am Fluss Như-Nguyệt (heute der Cầu-Fluss) vom vietnamesischen General Lý Thường Kiệt entscheidend gestoppt. Aufgrund der immensen Verluste der Chinesen durch Krankheiten und des zähen vietnamesischen Widerstands schließen beide Seiten einen Waffenstillstand. Die Song-Truppen ziehen sich zurück. Đại Việt bewahrt seine Unabhängigkeit, und es kommt in den folgenden Jahren zu Verhandlungen.

Urkundliche Ersterwähnungen

Schlanders wird erstmals urkundlich erwähnt.

Religion Im heutigen Rumänien wird das lateinische Bistum Magnovaradinensis Latinorum gegründet.

Natur und Umwelt Seegfrörni: Der Bodensee ist komplett zugefroren.

Geboren Ibn Tūmart, islamischer Reformer und Begründer der Bewegung der Almohaden († 1130) Josef ibn Migasch, spanischer Rabbiner († 1141)

Gestorben Todesdatum gesichert 7. Januar: Johan II. van Arkel, holländischer Adliger (* um 1010) 25. April: Géza I., König von Ungarn (* um 1044 bis 1048) 21. Juli: Gertrud die Ältere von Braunschweig, deutsche Adelige und Stifterin 12. August: Sieghard, Patriarch von Aquileia 14. Oktober: Andronikos Dukas, byzantinischer General und Hofwürdenträger (* nach 1045) 14. November: Werner II., Bischof von Straßburg (* um 1048/1049) 7. Dezember: Gerald von Ostia, Bischof von Ostia und Heiliger der katholischen Kirche 14. Dezember: Agnes von Poitou, Regentin des Heiligen Römischen Reichs (* um 1025)

Genaues Todesdatum unbekannt Shao Yong, chinesischer Philosoph, Dichter, Kosmologe und Historiker (* 1011) Zhang Zai, chinesischer Moralphilosoph und Kosmologe (* 1020)

Weblinks