hochkant|mini|Zeichnung der Siegerstatuette Orzeł (dt.: Adler) mini|Regisseur Wojciech Smarzowski mit dem 2012 gewonnenen Publikumspreis|upright Der Polnische Filmpreis () ist der nationale Filmpreis Polens. Er wurde erstmals im Jahr 1999 auf Initiative der Niezależna Fundacja Filmowa (NFF) und der Krajowa Izba Producentów Audiowizualnych (KIPA) vergeben. Seither werden von der über 500 Mitglieder zählenden Polska Akademia Filmowavgl. Film Awards Handed Out - Film Review. In: The Warsaw Voice. 14. März 2007, der Polnischen Filmakademie, jedes Jahr Ende Februar bzw. Anfang März in Warschau die besten polnischen Kinoproduktionen und Filmschaffenden des vergangenen Kinojahres prämiert.

Ein Film qualifiziert sich in dem der Preisverleihung vorhergehenden Jahr, wenn er zwischen dem 1. Januar und 31. Dezember mindestens sieben Tage in einem öffentlichen Kino gegen Entgelt gezeigt wurde. Die Produktionen müssen von einer polnischen Filmcrew realisiert worden und Polen als Produktions- oder Koproduktionsland angegeben sein. Die Gewinner werden von einer qualifizierten polnischen Fachjury bestehend aus Filmschaffenden ermittelt und mit einer stilisierten goldenen Adlerstatuette, dem so genannten Orzeł (), ausgezeichnet. Die Aufbewahrung und der Transport der Briefumschläge, die die Sieger verkünden, obliegt seit 2005 den Notaren der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), die selbige Aufgabe auch bei der Verleihung des US-amerikanischen Filmpreises Oscar innehaben.

Kategorien und Rekorde Ursprünglich wurde der Polnische Filmpreis in zwölf Kategorien vergeben, aktuell werden Preisträger alljährlich in 18 verschiedenen Kategorien prämiert – in einer Kategorie werden ausländische (europäische) Filmproduktionen ausgezeichnet sowie separat ein Publikums- und ein Ehrenpreis. Die Anzahl an Nominierungen variiert zum Teil je nach Kategorie. Wurden bei der Verleihung 2013 mehrheitlich drei Nominierungen pro Kategorie ausgelobt, konkurrierten in den Kategorien Drehbuch, Szenenbild, Ton vier Nominierte gegeneinander.

Die erfolgreichsten Filme sind Wojciech Smarzowskis Sommer 1943 – Das Ende der Unschuld (Wołyń) mit 14 Nominierungen und acht Auszeichnungen 2017 sowie Roman Polańskis Der Pianist und Borys Lankosz’ Rewers, die bei den Verleihungen im Jahr 2003 beziehungsweise 2010 auf je 13 Nominierungen kamen und ebenfalls in acht Kategorien triumphieren konnten. Der am häufigsten prämierte Filmschaffende ist der Kameramann Krzysztof Ptak, der zwischen 1999 und 2010 sechsmal mit einem Orzeł ausgezeichnet wurde, während die Filmeditorin Wanda Zeman 2009 mit Erhalt ihrer zehnten Nominierung einen Rekord aufstellte. Erfolgreichste Schauspieler sind Kinga Preis und Robert Więckiewicz mit je vier gewonnenen Darstellerpreisen.

Kategorie Originalbezeichnung verliehen seitBester FilmNajlepszy film 1999Beste RegieNajlepsza reżyseria 1999 Bestes DrehbuchNajlepszy scenariusz 1999Beste HauptdarstellerinNajlepsza główna rola kobieca 1999Bester HauptdarstellerNajlepsza główna rola męska 1999Beste NebendarstellerinNajlepsza drugoplanowa rola kobieca 2000Bester NebendarstellerNajlepsza drugoplanowa rola męska 2000Beste KameraNajlepsze zdjęcia 1999 Bestes SzenenbildNajlepsza scenografia 1999 Bestes KostümdesignNajlepsze kostiumy 2001 Beste FilmmusikNajlepsza muzyka 1999 Bester TonNajlepszy dźwięk 1999 Bester SchnittNajlepszy montaż 1999 Beste NachwuchsleistungOdkrycie roku 2008 Ehrenpreis für ein LebenswerkNagroda za osiągnięcia życia 1999 Bester europäischer FilmNajlepszy film europejski 2005 Bester DokumentarfilmNajlepszy film dokumentalny 2013 PublikumspreisNagroda publiczności 2002

Ehemalige Kategorien: Bester Filmproduzent (Najlepszy producent, 1999–2001) Spezialpreis (Nagroda specjalna, 2001–2003)

Weblinks Offizielle Webpräsenz (polnisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Filmpreis (Polen) Kategorie:Erstverleihung 1999