mini|„Fang“ in Lan-Na-Schrift Amphoe Fang () ist ein Landkreis (Amphoe – Verwaltungs-Distrikt) im nördlichen Teil der Provinz Chiang Mai. Die Provinz Chiang Mai liegt in der Nordregion von Thailand.
Geographie Amphoe Fang liegt unweit der Grenze zu Myanmar in etwa 655 Metern Höhe im sogenannten Goldenen Dreieck. Fang befindet sich etwa 125 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Chiang Mai und nur 24 Kilometer südöstlich der Grenze zu Myanmar.
Benachbarte Distrikte (von Nordosten im Uhrzeigersinn): die Amphoe Mae Ai der Provinz Chiang Mai, Mae Suai der Provinz Chiang Rai und Chai Prakan wiederum aus der Provinz Chiang Mai, sowie der Shan-Staat von Myanmar.
Der Nationalpark Doi Phahom Pok liegt im Distrikt Fang.
Geschichte Nach der „Yonok-Chronik“ wurde Mueang Fang im Jahr 641 von König Lawa Changkarat gegründet. Später regierte König Mangrai über Fang, bevor er ab 1294 Wiang Kum Kam und Chiang Mai gründete.The Chiang Mai Chronicle 2nd Edition, Übers. David K. Wyatt und Aroonrut Wichienkeeo, Chiang Mai: Silkworm Books, 1998, ISBN 978-974-7100-62-4, S. 18. Die Stadt bildete dann die Ausgangsbasis für die Eroberung des „Hariphunchai“-Reiches der Mon durch die ThaiSarassawadee Ongsakul: History of Lan Na. Übers. Chitraporn Tanratanakul, Silkworm Books, Chiang Mai, Thai text 2001, English text 2005, ISBN 974-9575-84-9, S. 55. und entwickelte sich im 14. und 15. Jahrhundert zu einem bedeutenden Handelszentrum. Lange Zeit war Fang ein wichtiger Außenposten des Widerstandes gegen die birmanischen Expansionsbestrebungen in Nord-Thailand, wurde aber schließlich 1732 erobert. Ende des 18. Jahrhunderts gelang den Thai unter König Taksin die Rückeroberung. 1910 wurde Fang schließlich Teil der Provinz Chiang Rai und erhielt den Namen „Amphoe Mueang Fang“. 1925 wurde Fang Chiang Mai unterstellt, und 1938 wurde das „Mueang“ aus dem Namen entfernt, da es für Haupt-Distrikte der Provinzen reserviert war.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts galt der Ort als Knotenpunkt des Opiumhandels und Waffenschmuggels im Goldenen Dreieck. Heute ist Fang eine allmählich touristische Strukturen entwickelnde, aufstrebende Provinzstadt. Der Opiumanbau in der Umgebung wird mit Hilfe massiver finanzieller Zuwendungen der Regierung in Bangkok verstärkt auf alternative landwirtschaftliche Produkte umgestellt.
Sehenswürdigkeiten mini|hochkant=2.0|Blick in das Fang-Tal Gemessen an ihrer Vergangenheit besitzt die Stadt relativ wenig besichtigenswertes Kulturgut. Reste der Befestigungsanlage aus der Gründungszeit und ein Brunnen, in den sich König Udom Sin und seine Frau gestürzt haben sollen, um der Gefangennahme durch die Birmanen zu entgehen, werden gerne gezeigt.
Besuchenswert sind die etwa zehn Kilometer außerhalb des Stadtzentrums gelegenen heißen Schwefelquellen, etwa 50 an der Zahl. Sie liegen im Nationalpark Doi Phahom Pok, auch Mae Fang genannt.
Ebenfalls einen Abstecher lohnt die landwirtschaftliche Versuchs- und Lehrfarm des Tribal Welfare Committee, auf der den Opiumbauern der Region der Anbau alternativer Produkte vermittelt wird.
Verwaltung Provinzverwaltung Der Landkreis Fang ist in acht Tambon („Unterbezirke“ oder „Gemeinden“) eingeteilt, die sich weiter in 119 Muban („Dörfer“) unterteilen.
Nr. Name Thai Muban Einw.1.Wiang2025.2233.Mon Pin1517.4324.Mae Ngon1516.0235.Mae Sun1714.3706.San Sai1711.05010.Mae Kha1513.38411.Mae Kha139.37112.Pong Nam Ron75.586 Hinweis: Die fehlenden Nummern (Geocodes) gehören zu den Tambon, aus denen heute Chai Prakan besteht.
Lokalverwaltung Es gibt vier Kommunen mit „Kleinstadt“-Status (Thesaban Tambon) im Landkreis: San Sai (Thai: ) bestehend aus dem kompletten Tambon San Sai. Mae Kha (Thai: ) bestehend aus Teilen des Tambon Mae Kha. Ban Mae Kha (Thai: ) bestehend aus Teilen des Tambon Mae Kha. Wiang Fang (Thai: ) bestehend aus Teilen des Tambon Wiang.
Außerdem gibt es sechs „Tambon-Verwaltungsorganisationen“ ( – Tambon Administrative Organizations, TAO) Wiang (Thai: ) bestehend aus Teilen des Tambon Wiang. Mon Pin (Thai: ) bestehend aus dem kompletten Tambon Mon Pin. Mae Ngon (Thai: ) bestehend aus dem kompletten Tambon Mae Ngon. Mae Sun (Thai: ) bestehend aus dem kompletten Tambon Mae Sun. Mae Kha (Thai: ) bestehend aus dem kompletten Tambon Mae Kha. Pong Nam Ron (Thai: ) bestehend aus dem kompletten Tambon Pong Nam Ron.
Literatur Baedeker Thailand. 5. Auflage. Baedeker, Ostfildern 2001, ISBN 3-87504-541-6, S. 202 ff.
Einzelnachweise
Weblinks Informationen zum Amphoe Fang von amphoe.com (in Thai) Informationen zum Doi-Phahompok-Nationalpark (in Englisch)
Fang