PetrifeldAmtlicher deutschsprachiger Name laut rumänischem Regierungsbeschluß 1415 vom 6. Dezember 2002 (Amtsblatt). (, ) ist eine Gemeinde im Kreis Satu Mare im Nordwesten Rumäniens. Mit 27,33 Prozent ist Petrifeld ist die Gemeinde mit dem größten Anteil Rumäniendeutscher nach der Zählung von 2011.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Petrești im Kreis Satu Mare Petrifeld liegt im historischen Komitat Sathmar in der sogenannten Câmpia Careilor (Careier Ebene) an der ungarischen Grenze. Im Südwesten des Kreises Satu Mare, an der Europastraße 671, befindet sich der Ort etwa elf Kilometer südlich von der Stadt Carei (Groß-Karol), die Kreishauptstadt Satu Mare (Sathmar) liegt etwa 48 Kilometer nordöstlich von Petrești entfernt.
Geschichte Petrifeld wurde 1316 als Mezeu Petri erstmals urkundlich erwähnt. abgerufen am 13. Juni 2015 (rumänisch). Im Jahr 1740 ließen sich deutsche Siedler – sogenannte Sathmarer Schwaben – im Ort nieder.
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 3. März 2010 (PDF; 633 kB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1880 1168 59 237 819 53 1930 1588 41 70 1447 30 1956 2641 119 2102 367 53 1966 2848 101 2113 598 28 2002 1683 199 794 530 160 2011 1588 199 745 434 210 2021 1388 148 542 549 149 Seit 1880 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und gleichzeitig die der Magyaren 1966 ermittelt. Die höchste Anzahl der Rumäniendeutschen wurde 1930, die der Rumänen 2002 und 2011, und die der Roma (159) 2002 registriert. Des Weiteren bekannte sich 1977 einer als Ukrainer und 1992 einer als Serbe. Mit der Volkszählung von 2021 ist Petrifeld die einzige Gemeinde Rumäniens, in der mehrheitlich Deutsche leben.
Die Volkszählung von 2011 ergab folgende ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung von Petrifeld: 745 waren Magyaren, 434 Rumäniendeutsche, 199 waren Rumänen, 167 Roma, sechs bekannten sich als Tschangos und restliche machten keine Angaben zu ihrer Ethnie.
Söhne und Töchter der Gemeinde
István Haller (1880–1964), ungarischer Journalist, Politiker und Minister
Sehenswürdigkeiten Das Schwabenmuseum in einem Haus von 1881, wurde 1993 eröffnet.Muzeul Șvăbesc, Petrești bei muzeusm.ro, abgerufen am 17. Januar 2025 (rumänisch, ungarisch). Römisch-katholische Kirche Hl. Elisabeth, von 1786 bis 1878 errichtet, steht unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2010 aktualisiert (rumänisch; PDF; 7,10 MB).
Weblinks
Petrești bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Petresti Kategorie:Ersterwähnung 1316