Rüdiger Kramer (* 13. April 1953 in Menden, Sauerland; † 23. März 2017Traueranzeige Rüdiger Kramer. In: Rheinische Post. 29. März 2017, abgerufen am 30. März 2017.) war ein in Duisburg lebender deutscher Zeichner, Maler und Fotograf.
Leben Kramer studierte von 1971 bis 1977 freie Kunst an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Joseph Beuys und Rolf Sackenheim: nach seiner Zeit als Meisterschüler arbeitete er als freier Künstler. In den Jahren 1977/78 hatte er einen Lehrauftrag an der Kunstakademie Düsseldorf, von 1984 bis 1988 an der Gewerbeförderungsanstalt der Handwerkskammer Düsseldorf und von 1988 bis 1992 an der FH Dortmund im Fachbereich Design. 2006 unterrichtete er am Fachbereich Design an der FH Aachen.Rüdiger Kramer, c/o – Kunst in und aus Mönchengladbach, abgerufen am 26. Februar 2019
Zwischen 1986 und 2006 arbeitete er mit psychisch Kranken und geistig Behinderten an der LVR-Klinik Viersen. Bei dieser Arbeit entstanden zahlreiche Werke in einer für beide Seiten eigenständigen Zusammenarbeit. Mehrfach stellte Kramer sein Werk bei Ausstellungen dem seiner Schüler gegenüber.Hartmut Kraft: Grenzgänger zwischen Kunst und Psychiatrie. Deutscher Ärzte-Verlag, Köln 1998, S. 99 f. Kramer sah sich dabei nicht als Psychiater oder Kunsttherapeut, sondern als Leiter der Malgruppe, der er „allein mit fachlichem Rat als Künstler und meistens nur menschlich zur Seite“ stand.Gisela Klinkhammer: Künstlerische Arbeit mit Psychiatriepatienten: Eine bildliche Erde kann man haben. In: Deutsches Ärzteblatt, 1999; 96(8): A-496/B-399/C-376
Stipendien und Preise 1985 dreimonatiger Arbeitsaufenthalt in Olevano/Italien durch ein Stipendium des Kultusministeriums NRW (Sonderstipendium zum Villa Massimo-Stipendium) 1985 und 1987 Graphik-Stipendien der Aldegrever-Gesellschaft, Münster 1986 Stipendium für einen zweimonatigen Studienaufenthalt im Bergbau 1993 Preis für Bildende Kunst der Tisa von der Schulenburg-Stiftung, Dorsten 2002 Kunstpreis der Stadt Euskirchen
Ausstellungen Einzelausstellungen 1975: Stadt Menden, Wilhelmshöhe (mit W. Pahlen) 1983: Literaturbüro Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 1987: Kreismuseum Zons, Dormagen 1988: Museen der Stadt Recklinghausen 1989: Landesmuseum Volk und Wirtschaft, Düsseldorf 1989: Stadtmuseum Iserlohn 1989: Kunstmuseum Bonn 1989: Hermann Grochtmann-Museum, Datteln 1990: Siegerlandmuseum im Oberen Schloss, Siegen 1990: Städtisches Kunstmuseum Düsseldorf 1994: Deutsches Medizinhistorisches Museum, Ingolstadt 2003: Menden – die Stadt im Walde, Museum der Stadt Menden 2012: UNVERGESSSEN, Hermann Grochtmann-Museum, Datteln 2014: Den Kanal entlang, Museum der Deutschen Binnenschifffahrt, Duisburg
Gruppenausstellungen 1976: Nachbarschaft, Kunsthalle Düsseldorf 1984: Profile, Kunstmuseum Düsseldorf 1985: Zeichner in Düsseldorf 1955 – 1985, Kunstmuseum Düsseldorf 2001: Kunst auf Rezept, Städtisches Museum Ratingen (danach: Herford, Unna, Zwickau, Siegen, Gütersloh, Erfurt, Berlin etc.) 2003: Prostitution, Stuttgarter Kunstverein 2014: Museums(er)leben (Photoausstellung), Kunsthalle Lingen 2015: Vom Jung und Alt sein, Künstlerverein Walkmühle, Wiesbaden
Literatur Duisburger Skizzenbuch: Zeichnungen und einige Photographien. Kühlen, Mönchengladbach 2014 Den Kanal entlang. Bilder und Zeichnungen. Kühlen, Mönchengladbach 2014
Weblinks
Persönliche Website Malprojekt mit psychisch Kranken
Einzelnachweise
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