mini|Der Sitz von Burger King mini|Filiale in den USA mini|Ehemalige Filiale in Dortmund (bis 2020)

Burger King ist eine US-amerikanische Schnellrestaurantkette mit Sitz im Miami-Dade County, Florida, die als Systemgastronomie ein weltweites Restaurantnetz aufgebaut hat. Die rund 19.700 Restaurants werden zu rund 90 % von selbständigen Franchisepartnern geführt. Burger King gehört zusammen mit Tim Hortons und Popeyes Louisiana Kitchen zu Restaurant Brands International, die ihren Sitz im kanadischen Oakville hat.

Geschichte 1954 gründeten James McLamore und David Edgerton die Burger King Corporation mit der Eröffnung des ersten Restaurants am 4. Dezember in der NW 36th Street in Miami () unter dem Namen Insta-Burger King. Das Konzept war über offener Flamme gegrilltes Rindfleisch, teils frische Zutaten und große Portionen Pommes frites. Damals gab es den Whopper noch nicht, allerdings wurden Hamburger für 0,18 US-Dollar verkauft. 1957 wurde der erste Whopper serviert, der später eines der erfolgreichsten Produkte des Unternehmens wurde. Der Whopper wird heute weltweit 1,7 Milliarden Mal pro Jahr verkauft. 1961 erwarben die Gründer die Franchiserechte, wodurch die Expansion auf der ganzen Welt beginnen konnte.

Das erste Restaurant außerhalb der USA öffnete im Jahr 1963 in Puerto Rico. Im Jahr 1967 hatten in den USA mehr als 260 Restaurants eröffnet. Burger King wurde in diesem Jahr an die Pillsbury Company verkauft. Im Jahr 1969 folgte die Markterweiterung nach Kanada. Burger King setzte seine Expansion fort und ließ sich in Australien unter dem Namen Hungry Jack’s im Jahr 1971 nieder. 1975 wurde der erste sogenannte Drive-in eingerichtet, um den Kunden die Speisen auch auf dem Weg anbieten zu können. Heute macht dieser Vertriebsweg 58 Prozent des Erlöses aus.

1975 kam Burger King nach Europa. In Madrid wurde in diesem Jahr die erste europäische Filiale eröffnet, ein Jahr später folgte das erste deutsche Burger-King-Restaurant in West-Berlin. 1980 gründete der Ex-Fußballprofi Lothar Skala einen Betrieb in Darmstadt und wurde der erste deutsche Franchisenehmer. 1986 wurde in Nürnberg der erste Drive-in in Deutschland eröffnet. 1990 eröffnete in Dresden das erste Restaurant in den neuen Bundesländern. Die ersten Filialen in Asien wurden 1982 eröffnet, 2005 setzte Burger King die Expansion in China fort.

1988 wurde Pillsbury von dem britischen Mischkonzern Grand Metropolitan übernommen, welcher sich 1997 mit der britischen Guinness-Brauerei unter dem Namen Diageo zusammenschloss. Diageo kündigte bereits im Juni 2000 an, die Burger King Corporation aus ihrem Portfolio zu streichen, und verkaufte sie für 1,5 Mrd. US-Dollar am 13. Dezember 2002 an ein US-Konsortium aus den Beteiligungsunternehmen Texas Pacific Group (Del Monte, Ducati, Continental Airlines, America West), Bain Capital sowie Goldman Sachs Capital Partners. Ab April 2006 wurde das Unternehmen von John Chidsey als Vorstandschef geführt. Im September 2010 wurde Chidsey durch Bernardo Hees ersetzt.

Am 2. September 2010 wurde Burger King für vier Milliarden US-Dollar vom New Yorker Finanzinvestor 3G Capital gekauft, hinter dem vor allem brasilianische Investoren wie Jorge Paulo Lemann, Marcel Herrmann Telles und Carlos Alberto Sicupira stehen. Die Aktionäre erhielten 24 US-Dollar je Aktie in bar. Im Juni 2012 kehrte Burger King an die Börse zurück. 3G Capital behielt 71 % der Anteile und blieb damit Hauptaktionär.

Im August 2014 gab Burger King die Fusion mit Tim Hortons zu Restaurant Brands International bekannt. Das neue Unternehmen betrieb zum Zeitpunkt der Übernahme über 18.000 Restaurants und erzielte einen Jahresumsatz von 23 Milliarden US-Dollar. Sein Sitz befindet sich in Oakville, Kanada. 3G Capital ist mit 51 % der Anteile weiterhin Hauptaktionär.

Unternehmen mini|Burger King auf Oʻahu, Hawaii

Weltweit gibt es in ca. 88 Ländern 19.732 Restaurants (Stand 31. Dezember 2024). (englisch) Die Restaurantkette hat weltweit über 400.000 Mitarbeiter, die täglich etwa 11 Millionen Kunden bedienen. Nach Firmenangaben werden rund 90 Prozent der weltweiten Standorte durch selbstständige Unternehmer geführt.Burger King settles value menu franchisee lawsuit, boston.com, 18. April 2011 Der Konzern hat 10.870 direkt angestellte Mitarbeiter (Stand: 31. Dezember 2012).

In Deutschland erzielte Burger King im Jahr 2006 einen Nettojahresumsatz von 647,0 Mio. Euro (2005: 587,8 Mio. Euro; 2004: 561,2 Mio. Euro; 2003: 504,0 Mio. Euro). Im gleichen Zeitraum erzielte das Unternehmen in den USA nach Angaben des Fachblattes „Nation’s Restaurant News“ 1,04 Mio. US-Dollar Umsatz pro Standort. Im Vergleich hierzu erzielte McDonald’s auf dem US-Markt durchschnittlich 1,78 Mio. US-Dollar pro Restaurant, Wendy’s lag 2004 durchschnittlich bei 1,35 Mio. US-Dollar.

Deutschland mini|Verkaufswagen in Dresden, Juli 1990

In Deutschland ist die Burger King Corporation seit 1976 vertreten, als das erste Restaurant in West-Berlin am Kurfürstendamm eröffnete. Das erste von einem Franchisenehmer, dem Ex-Fußballprofi Lothar Skala, geführte Restaurant wurde 1980 in Darmstadt eröffnet. 1986 folgte das erste Drive-in-Restaurant, welches in Nürnberg eröffnete. Die erste Verkaufsstelle in den neuen Bundesländern wurde 1990 – noch mobil – in Dresden eröffnet. Im Jahr 1997 wurde der erste fleischlose Burger unter dem Namen Country Burger eingeführt. Ab 1999 bekamen fast alle deutschen Filialen ein neues Innen-Design im Stil eines US-Diners der 1950er Jahre.

2021 machte Burger King in Deutschland einen Umsatz von 975 Millionen Euro. Die Restaurantanzahl sank auf 696 (2012), stieg dann aber wieder auf 750 (2021). 2025 gibt es in Deutschland rund 760 Restaurants. Seit Mai 2013 werden die knapp 700 Restaurants in Deutschland ausschließlich über Franchising geführt, mit ungefähr 165 Franchisenehmern. Im Jahr 2014 wurden in Deutschland täglich etwa 400.000 Kunden von etwa 24.000 Mitarbeitern bedient.

mini|Filiale von Burger King to go im Frankfurter Hauptbahnhof Im Januar 2015 startete Burger King in Mannheim und danach in weiteren sieben ausgewählten Städten versuchsweise einen Lieferservice. Bei Erfolg möchte das Unternehmen den Service weiter ausbauen. Anfang 2019 schloss Burger King mit Esso einen Kooperationsvertrag. Der Betreiber der Esso-Tankstellen, Echo, ist neuer Franchisenehmer; im Rahmen dieser Vereinbarung sollen innerhalb von fünf Jahren 100 neue Schnellrestaurants eröffnet werden. www.swp.de, 29. März 2019 Das erste Restaurant aus dieser Kooperation wurde am 5. Dezember 2019 bei einer Esso-Tankstelle in Ellwangen eröffnet.Burger King / Esso: Whopper von der Tankstelle. www.food-service.de, 8. Dezember 2019

Der damalige Deutschland-Chef Cornelius Everke kündigte im Mai 2021 an, nach den Erfahrungen in der COVID-19-Pandemie das Drive-in-Geschäft auszubauen. So wurde 2021 auch das erste Restaurant mit zwei Drive-in-Schaltern eröffnet. Neue Filialen will das Unternehmen bevorzugt in Stadtrandlagen planen, die mit dem Auto gut erreichbar sind. Auch der Lieferservice habe sich verdoppelt, daher solle dieser Sektor ebenfalls ausgebaut werden.Burger King baut wegen Corona Drive-in aus www.zeit.de, 2. Mai 2021

Yi-Ko Holding

Ab Mai 2013 betrieb die Yi-Ko Holding 91 Restaurants in Deutschland als Franchisenehmer,Franchise-Deal: Burger King verkauft deutsche Tochter und einen Teil ihrer Filialen an Investor. juve.de, 6. September 2013. die vorher von der Burger King GmbH als Tochter von Burger King geführt wurden. Mehrfach kritisierten Funktionäre der NGG und Mitglieder von Betriebsräten die verschlechterten Bedingungen für die Mitglieder der Betriebsräte. Der Konflikt eskalierte bereits in mehreren Gerichtsverhandlungen, jedoch ohne abschließende rechtliche Würdigung. Im August 2013 reagierte die Yi-Ko Holding auf die Vorwürfe der Gewerkschaft mit einer Schadensersatzklage gegen die NGG beim Amtsgericht Hamburg wegen Verleumdung.Denise Peikert: Streit um Betriebsräte: Burger King zieht gegen die Gewerkschaft vor Gericht In: faz.net vom 26. August 2013.

Am 18. November 2014 kündigte Burger King alle Franchiseverträge mit der Yi-Ko Holding (siehe auch Kritik).Aus für Yo-Ki-Holding: Burger King kündigt Betreibern der Ekel-Filialen. Focus Online, 19. November 2014. Zu diesem Zeitpunkt betrieb Yi-Ko 89 Burger-King-Filialen mit rund 3000 Beschäftigten.Aus für Betreiber Yi-Ko: 89 Filialen von Burger King müssen sofort geschlossen werden. Focus Online, 19. November 2014

Anfang Juni 2015 erhielt Yildiz’ bisheriger Geschäftspartner Alexander Kolobow, der auch in Russland ca. 250 Filialen betreibt, die Lizenz zum Weiterbetrieb von 84 bedrohten deutschen Filialen mit rund 3000 Mitarbeitern. Ausstehende Zahlungen seien beglichen worden, die Betreiberfirma sei wieder Mitglied im Bundesverband der Systemgastronomie und zahle ihren Mitarbeitern Tariflöhne.Unternehmer Kolobov darf weitermachen: 84 Filialen gerettet. www.focus.de, 3. Juni 2015

Seit August 2015 hielt die Baum Unternehmensgruppe einen Anteil von 80 % an der Burger King Deutschland GmbH, war Master-Franchisegeber für Deutschland und betrieb etwa 100 Filialen selbst.Konzernabschluss der Baum Holding GmbH zum Geschäftsjahr 2018 im Bundesanzeiger Im Dezember 2021 gab die Baum Unternehmensgruppe den Verkauf ihres Anteils an den McWin Food Ecosystem Fund, eine der größten europäischen Beteiligungsholdings für Fastfood, bekannt. Hinter McWin stehen Henry McGovern (Gründer von AmRest) und Steve Winegar.

Österreich mini|Burger King in Kapfenberg/Bruck In Österreich wurden die ersten Filialen bereits in den 1980er Jahren in Wien und Innsbruck eröffnet, allerdings wurden diese schon bald darauf wieder geschlossen. Erst im Jahr 2000 wurde wieder in Österreich in der Hauptstadt Wien das erste Lokal im Gastronomie-Teil des Donauzentrums, Donauplex, eröffnet. Des Weiteren wurde eine Filiale in Wiener Neustadt eröffnet. Im Juni 2023 gab es in ganz Österreich 65 Restaurants. Burger King zählt zu den am schnellsten wachsenden Quick-Service-Restaurants in Österreich und plant, weiterhin in Österreich zu expandieren. Nichtsdestotrotz kam es wieder zu Schließungen bestehender Filialen, zuletzt im Sommer 2016 der Innsbrucker Filiale, die im Dezember 2018 nach einem Franchisenehmerwechsel an anderer Stelle wiedereröffnet wurde. Seit April 2015 ist der Franchisenehmer TQSR Holding and Development GmbH (heute The Eatery Group) für den gesamten österreichischen Markt zuständig. Hinter TQSR, zu der auch die Rosenberger-Restaurants und die Coffeeshop Company gehören, steht die Holding Theophil der Familie Spranz. Wie in Deutschland testete Burger King seit Januar 2015 auch in Wien an fünf Filialen einen Lieferservice und weitete diesen in Folge aus.BURGER KING® setzt mit Eröffnung von vier neuen Restaurants Expansionskurs fort und weitet Lieferservice aus. ots, 20. April 2017, abgerufen am 1. Juli 2023

Schweiz mini|Burger King in Bern 1981 wurde in Lugano der erste Burger King in der Schweiz eröffnet. Im Juli 2018 gab es schweizweit 54 Filialen. Zu den größten Franchisenehmern des Landes zählen die BKTL-Gruppe sowie die zur Coop-Gruppe gehörende Marché Restaurants Schweiz AG.

Australien mini|Hungry Jack’s in Brisbane