Kfar Gilʿadi () ist ein Kibbuz in Israel in der Region Obergaliläa, südlich von Metulla, an der Grenze zum Libanon. Der Kibbuz hatte Einwohner.
Geschichte Der Kibbuz wurde am 21. Oktober 1916Mordecai Naor: Eretz Israel. Könemann, Köln 1998, ISBN 3-89508-594-4, S. 74 und 93. durch Mitglieder der HaSchomer auf Land gegründet, das der Jewish Colonization Association gehörte. Nach dem arabischen Angriff auf Tel Chai am 1. März 1920, woran ein Denkmal am Ortseingang Kfar Gilʿadis erinnert, war der Kibbuz zeitweise verlassen worden, aber am 3. Oktober 1920 kehrten die Siedler zurück. Im Jahre 1926 ging Tel Chai in Kfar Gilʿadi auf.
Der Pädagoge und Arzt Janusz Korczak kam in seinem Tagebuch, welches er während der Besatzung der Deutschen im Warschauer Ghetto schrieb, im Zuge einer fiktiven Vision auf den Kibbuz Kfar Giladi zu sprechen. Dort erträumte er sich, durch Spenden unbegrenzte Mittel zu besitzen, um einen Wettbewerb „[...] für den Bau eines großen Waisenhauses in den Bergen des Libanon - in der Nähe von Kfar Giladi [...]“ ausschreiben zu können.
Am 6. August 2006, während des Libanonkrieges 2006, wurden zwölf Reservisten der israelischen Armee getötet, nachdem eine von der Hisbollah aus dem südlichen Libanon abgeschossene Katjuscha-Rakete eingeschlagen war. Fünfzehn weitere wurden verwundet, davon zwei so schwer, dass sie mit MedEvac nach Haifa gebracht werden mussten.Kfar Gilʿadi casualties: Reserve soldiers. Ynetnews, 6. August 2006 (englisch).
Museen Beit HaSchomer, Museum der frühen jüdischen Verteidigungsorganisation HaSchomer mit Filmvorführungen Beit HaRischonim (Haus der Ersten) zur Geschichte von Ortsgründung und Gründern
Siehe auch Joseph Trumpeldor
Weblinks
Offizielle Webseite (hebräisch) (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Kibbuz Kategorie:Gemeindegründung 1916 Kategorie:HaGalil haʿElion