Die jordanische Fußballnationalmannschaft ist die Nationalmannschaft des haschemitischen Königreichs Jordanien in Vorderasien.
Weltmeisterschaften
1930 bis 1982 – nicht teilgenommen 1986 bis 2022 – nicht qualifiziert 2026: Vorrunde (Kader)
An der Qualifikation für das wichtigste Fußballturnier der Welt nahm Jordanien erstmals 1986 teil. Nach einem 1:0-Sieg gegen Katar verlor das Team die drei folgenden Spiele und musste den Mannschaften aus dem Irak und Katar den Vortritt lassen. Bei der Qualifikation für das Turnier in Italien 1990 wurde die jordanische Auswahl ebenfalls nur Dritter in ihrer Qualifikationsgruppe hinter Katar und dem Irak. Im Rahmen der Qualifikation für die WM 1994 konnte Jordanien mit einem 5:0 gegen Pakistan den bis dahin höchsten Sieg in einem WM-Qualifikationsspiel feiern.
Vier Jahre später schied Jordanien bereits in der Vorrunde der WM-Qualifikation aus: In einer Dreiergruppe wurde man mit vier Punkten nur Zweiter hinter den Vereinigten Arabischen Emiraten und vor Bahrain. Im Rahmen der Qualifikation für Japan und Südkorea 2002 lief es noch schlechter: In der ersten Phase der AFC-Qualifikation wurde Jordanien nur Gruppendritter hinter Usbekistan und Turkmenistan. Dafür gelang auf heimischem Boden mit einem 6:0 gegen Taiwan ein neuer vorübergehender Rekordsieg in der WM-Qualifikation.
In der Qualifikation für Deutschland 2006 verpasste Jordanien nur knapp das Vorrücken in die dritte Runde der Asien-Qualifikation. Vor dem letzten Spieltag lag die Mannschaft nach vier Siegen in fünf Spielen gleichauf mit dem Favoriten und späteren WM-Teilnehmer Iran, verlor jedoch das letzte Auswärtsspiel in Katar mit 0:2. Ein Überraschungserfolg war Jordanien zuvor mit einem 1:0-Auswärtssieg im Iran gelungen. Vor 35.000 Zuschauern im Azadi Stadion in Teheran siegte der Außenseiter durch ein Tor von Haitham Al Shboul in der 83. MinuteIran vs. Jordan 0 – 1.
Bei der folgenden Qualifikation für Südafrika 2010 erreichte Jordanien die dritte Runde, wo man als Gruppendritter hinter Südkorea und Nordkorea die Qualifikation für das Weltturnier erneut verpasste. Dabei hatte Jordanien mit einem 2:2-Remis gegen Südkorea beim Auswärtsspiel in Seoul auch in diesem WM-Qualifikationsturnier ein beachtliches Ergebnis gegen einen späteren Endrunden-Teilnehmer erreicht.
In der Qualifikation für das 2014 in Brasilien stattfindende Endturnier trat Jordanien nach einem Freilos in der ersten Runde in der zweiten Runde gegen Nepal an. Das Hinspiel in Amman gewannen die Jordanier mit 9:0, was sowohl einen neuen jordanischen WM-Qualifikations-Rekordsieg als auch den höchsten Sieg einer jordanischen Fußballnationalmannschaft überhaupt bedeutete. Mit vier Toren war Hasan Abd al-Fattah in diesem Spiel der erfolgreichste Torschütze. Das Rückspiel in Nepal endete 1:1.
In der dritten Runde gewann Jordanien seine ersten vier Spiele gegen die Gruppengegner Irak, China sowie Singapur und qualifizierte sich vorzeitig für die vierte Runde der AFC-Qualifikation. Dort belegte man in der Gruppe B den dritten Platz und traf in der Folge auf den Dritten der Gruppe A, Usbekistan. Die beiden direkten WM-Teilnehmer Japan und Australien hatte Jordanien jeweils zuhause mit 2:1 bezwungen, auswärts jedoch jeweils klar verloren (0:6 in Japan, 0:4 in Australien). Am letzten Spieltag der Gruppe B bezwang die jordanische Elf den Oman in Amman mit 1:0 und sprang so noch auf den dritten Platz.
Das Hinspiel gegen Usbekistan in Amman endete 1:1. Im Rückspiel in Taschkent stand es nach 90 Minuten und auch nach Verlängerung ebenfalls 1:1, sodass das Elfmeterschießen entscheiden musste. Dort gewann Jordanien mit 9:8 und sicherte sich die Teilnahme an den interkontinentalen Entscheidungsspielen gegen Uruguay, den Fünften der Südamerika-Qualifikation (CONMEBOL). Nachdem das Heimspiel mit 0:5 verloren gegangen war, erreichte der Außenseiter in Montevideo gegen den zweimaligen Fußball-Weltmeister immerhin ein 0:0, das aber nicht zur erstmaligen Qualifikation für die WM reichte.
In der Qualifikation für die WM 2018 traf die Mannschaft in der zweiten Runde auf Australien, Tadschikistan, Kirgisistan und Bangladesch. Die Mannschaft belegte den 2. Platz und schied als einer der schwächsten Gruppenzweiten aus.
In der Qualifikation für die WM 2022 traf die Mannschaft in der zweiten Runde auf Australien, Kuwait, Nepal und Chinese Taipei und belegte den 3. Platz und schied aus.
Durch einen 3:0-Sieg gegen Oman am 5. Juni 2025 sicherte sich Jordanien erstmals einen Platz bei der Weltmeisterschaft 2026. Dort trifft die Nation in der Gruppenphase auf Österreich, Algerien und den amtierenden Weltmeister Argentinien.
Asienmeisterschaften 1956 bis 1968: nicht teilgenommen 1972: nicht qualifiziert 1976 bis 1980: nicht teilgenommen 1984 bis 1988: nicht qualifiziert 1992: nicht teilgenommen 1996 bis 2000: nicht qualifiziert 2004: Viertelfinale 2007: nicht qualifiziert 2011: Viertelfinale 2015: Gruppenphase 2019: Achtelfinale 2024: 2. Platz 2027: Qualifiziert
2004 gelang Jordanien erstmals die Qualifikation für eine Fußball-Asienmeisterschaft. Nach zwei 0:0-Unentschieden gegen Südkorea und die Vereinigten Arabischen Emirate sowie einem 2:0-Erfolg gegen Kuwait konnte man als Zweiter der Vorrundengruppe ins Viertelfinale einziehen. Dort stand es nach regulärer Spielzeit gegen Japan 1:1-Unentschieden. Im Elfmeterschießen musste Jordanien sich schließlich mit 3:4 geschlagen geben und schied aus.
Nachdem für das Turnier 2007 die Qualifikation verpasst worden war, nahm Jordanien 2011 erneut an der Asien-Meisterschaft teil. In Katar trotzte die Mannschaft im ersten Gruppenspiel dem späteren Turniersieger Japan ein 1:1-Unentschieden ab; bis in die Nachspielzeit hatten die Jordanier durch ein Tor von Hasan Abd al-Fattah mit 1:0 geführt. Nach zwei Siegen über Saudi-Arabien und Syrien qualifizierte man sich als Gruppenzweiter für das Viertelfinale. Dort schied Jordanien nach einer 1:2-Niederlage gegen Usbekistan aus.
Bei der Asienmeisterschaft 2015 in Australien traf Jordanien in der Gruppe D erneut auf Titelverteidiger Japan, weitere Gegner waren der Irak und die Auswahl Palästinas. Jordanien wurde mit drei Punkten Drittplatzierter der Gruppe und schied dadurch aus.
Westasienmeisterschaften
2000 – 4. Platz 2002 – 2. Platz 2004 – 3. Platz 2007 – Halbfinale 2008 – 2. Platz 2010 – Gruppenphase 2012 – Gruppenphase 2014 – 2. Platz 2019 – Gruppenphase
Jordanien war bisher dreimal Gastgeber der Westasienmeisterschaft. Das Turnier wurde in den Jahren 2000, 2007 und 2010 jeweils in der jordanischen Hauptstadt Amman ausgetragen.
Als größte Erfolge Jordaniens bei der Westasienmeisterschaft stehen drei zweite Plätze zu Buche. 2002 in Syrien unterlag man dem Irak im Finale erst nach Verlängerung mit 3:2. Sechs Jahre später verlor Jordanien im Endspiel mit 1:2 gegen den Gastgeber Iran, 2014 schließlich mit 0:2 gegen Gastgeber Katar.
Teilnahme Jordaniens am FIFA-Arabien-Pokal 2021 – Viertelfinale 2025 – 2. Platz
Rekordspieler Von den 2025 eingesetzten Spielern, hat Musa al-Taamari insgesamt die meisten Spiele (84) bestritten. Rang Name EinsätzeDie Spiele am 18. Dezember 2002 gegen Marokko, 28. April 2004 gegen Nigeria-B, 14. November 2008 gegen den Oman, 30. Dezember 2009 gegen China, 6. November 2011 gegen Thailand, 25. Mai 2012 gegen Sierra Leone, 4. Juni 2013 gegen Neuseeland, 6. August 2013 gegen Palästina und 30. Dezember 2014 gegen die Vereinigten Arabischen Emirate werden auch von rsssf.org nicht mehr mitgezählt. Tore PositionZeitraum 1. Amer Shafi 171 1 Tor 2002–2021 2. Baha’ Abdel-Rahman 143 7 Mittelfeld 2007–2022 3. Amer Deeb 142 19 Mittelfeld 2002–2014 4. Hatem Aqel 137 10 Abwehr 2000–2014 5. Odai Al-Saify 119 15 Angriff 2003–2023 6. Abdallah Deeb 116 21 Mittelfeld 2000–20167. Hamza Ali Khaled al-Daradreh11331Angriff2011–2024 8. Hassan Mahmoud 109 29 Angriff 2002–2015 9. Anas Bani Yaseen 106 6 Mittelfeld 2008–2024 10. Bashar Bani Yaseen 103 (99) 2 Abwehr 1999–2012 11. Hassouneh al-Sheikh 101 9 Mittelfeld 1997–2010 Stand: 18. Dezember 2025, Quelle: rsssf.org
Rekordtorschützen
Rang Name Tore Einsätze Quote Zeitraum 1. Hamza Ali Khaled al-Daradreh 31 1130,27 2011–2024 2. Hasan Abd al-Fattah 29 109 0,27 2004–2015 3. Badran Mohammad al-Shagran 27 610,44 1997–2006 4. Ali Olwan 26 590,442020– 5. Yazan al-Naimat 25 640,39 2021–6. Musa al-Taamari 23 84 0,27 2016– 7. Mahmoud Omar Shelbaieh 21 830,25 2000–2011 Abdallah Deeb 21 116 0,18 2000–2016 9. Amer Deeb 19 142 0,132002–2014 10. Ahmad Hayel Ibrahim17 790,22 2005–2015 Moayad Salim Mansour17640,27 1999–200612. Odai al-Saify 15 119 0,132003–2023 Baha'a Faisal Mohammed Seif 15 570,262016–2021
Trainer (2002–2007) (2007–2009) (2009–2013) (2013–2014) (2014) (2014–2015) Ahmed Abdel-Qader (2015) (2015–2016) (2016) (2016) Abdullah Abu Zema (2016) (2016–2017) (2017–2018) (2018–2021) Adnan Hamad (2021–2023) (2023–2024) (2024–2026)
Aktueller Kader
Spiele gegen Mannschaften aus deutschsprachigen Ländern Siehe auch: Liste der Länderspiele der jordanischen Fußballnationalmannschaft Datum Ort Heimmannschaft Resultat Gastmannschaft Anlass 1. 31.05.2026 St. Gallen 4:1 Jordanien 2. 16.06.2026 Santa Clara () 3:1 Jordanien WM-Vorrunde
Gegen Deutschland, Liechtenstein und Luxemburg gab es bisher keine Begegnungen.
Weblinks
Jordan Football Association Ergebnisse der Nationalmannschaft Aktueller Kader
Einzelnachweise
Jordanien
Fussball Kategorie:Nationalmannschaftsgründung 1953