Der Mac Pro war die High-End-Personal-Computer-Serie des Unternehmens Apple. Nach dem Wechsel auf x86-Prozessoren von Intel 2006 ersetzt der Mac Pro die zuvor als Power Mac bezeichnete Linie mit den bis dahin genutzten PowerPC-Prozessoren.

Vom 7. August 2006 bis 28. Februar 2013 hatten die Modelle Tower-Gehäuse und waren durch den Benutzer selbst mit RAM-Modulen, Festplatten, PCI-Express-Steckkarten (Grafik, Controller usw.) und optischen Laufwerken einfach erweiterbar. Äußerlich waren die aus Aluminium gefertigten Gehäuse denen der Vorgänger Power Mac G5 ähnlich. Die technischen Unterschiede beider Computer sind jedoch so groß, dass diese zueinander inkompatibel sind.

Seit dem 10. Juni 2013 wurde der Mac Pro in Form eines Zylinders vertrieben, der weit weniger Möglichkeiten für Erweiterungen bietet, dafür aber kleiner ist. Ende 2019 stellte Apple ein neueres Modell vor, welches wieder mehr Möglichkeiten zur Erweiterung bietet. Seit 2023 wird der Mac Pro mit dem Apple M2 Ultra (SoC) ausgeliefert.Mac Pro (2023) – Technische Daten , Apple, abgerufen am 2. September 2023.

Am 26. März 2026 berichteten Medien unter Berufung auf offizielle Quellen des Herstellers, dass die Serie eingestellt ist. Seither steht der Mac Pro auch auf Apples Webseite nicht mehr zum Verkauf.

Technische Details Der Mac Pro wurde erstmals am 7. August 2006 auf Apples WWDC vorgestellt und mit einem oder zwei Intel-Xeon-Prozessoren ausgeliefert. Aufgrund der damals neuen Core-2-basierten Intel-Architektur war der erste Mac Pro laut Apple-Marketing etwa doppelt so schnell wie die vorherige Generation des Power Macs, der auf der PowerPC-Architektur basierte.

Am 8. Januar 2008 wurde eine weitere Revision des Mac Pro mit i5400X-Chipsatz und Xeon-5400-CPUs vorgestellt.

Zwei Jahre später, am 9. August 2010, folgte eine Weiterentwicklung mit einem bzw. zwei Intel-Xeon-Prozessoren, die auf der Nehalem- bzw. Westmere-Architektur basieren. Zum letzten Mal wurde der Mac Pro der 1. Generation am 11. Juni 2012 aktualisiert. Diese Version besitzt bis zu zwei Intel-Xeon-E5645-Prozessoren.

Ab dem 1. März 2013 verkaufte Apple in Europa den Mac Pro vorübergehend nicht mehr, da das Gerät laut Apple die geänderte IEC-Richtlinie 60950-1 nicht erfüllt und für den Verkauf eine Änderung an den Lüftern des Mac Pros nötig wäre.Aktueller Mac Pro ab März nicht mehr in Europa erhältlich. heise.de, 1. Februar 2013

Am 10. Juni 2013 stellte Apple einen neuen Mac Pro vor. Statt der bisherigen Tower-Form hatte das Gerät nun die Form eines deutlich kleineren, schwarzen Zylinders. Die Hardware ist vom Nutzer, anders als bisher, kaum noch intern erweiterbar. Vom Nutzer konnte nur noch der RAM erweitert oder eine andere Festplatte eingebaut werden.Apple gibt Ausblick auf die Zukunft des Pro Desktops auf apple.com/de. Abgerufen am 15. Juni 2013. Das Gerät war seit Dezember 2013 erhältlich.

Die nächste Generation des Mac Pro wurde im Jahr 2019 veröffentlicht. Es wurde bereits im Vorfeld angekündigt, dass dieser wieder zu einem modularen System wechselt. Apple stellte in einer News-Mitteilung klar, dass der auf der WWDC 2017 vorgestellte iMac Pro keinesfalls die Mac Pro Reihe ersetzen soll.

Im Jahr 2023 folgte die nächste Generation des MacPro, diesmal basierend auf dem Apple M2 Ultra Chip. Dieser sieht äußerlich dem 2019er Modell ähnlich, verfügt jedoch über eine gänzlich andere Prozessorarchitektur.

1. Generation Unter Mac-Anwendern und in der FachweltGeneralüberholte "Käsereibe"-Mac-Pro-Modelle mit optimierter Hardware, heise.de, 5. Januar 2017, abgerufen am 6. April 2019 wird die erste Generation des Mac Pro auch scherzhaft Käsereibe genannt aufgrund der optischen Ähnlichkeit des Frontblechs zu einem solchen Küchengerät. Das aus Aluminium gefertigte Gehäuse ist äußerlich dem des Power Mac G5 sehr ähnlich, der daher bereits den Beinamen Käsereibe erhielt. Im Unterschied zum G5, der auf PowerPC-970-Prozessoren von IBM basiert, arbeitet im Innern des Mac Pro eine Xeon-CPU von Intel. Die Mac Pro Serie ist somit keine Weiterentwicklung der Power Macs. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine vollkommen neue Produktlinie mit zueinander inkompatibler Soft- und (teilweise) Hardware.

Um softwareseitig zwischen den am 7. August 2006 aus dem Sortiment genommenen PowerPC- und den neueren Intel-basierenden Macs unterscheiden zu können, wurde zunächst die Bezeichnung „Mac/Intel“ für die neue Produktlinie verwendet. Das war zur Zeit der Umstellung wichtig, da neuere Programme für Mac OS X nur noch auf Mac/Intel liefen. Ab Mac OS X Lion (10.7 aus dem Jahr 2011) wurde die Unterstützung für PowerPC-Applikationen (Rosetta) komplett eingestellt, sodass seither der Zusatz „/Intel“ nicht mehr verwendet wird. Umgekehrt findet sich nun für ganz alte Software gelegentlich die Bezeichnung „Mac OS X/PPC“ oder „Mac OS X/PowerPC“; diese ist nicht auf dem Mac Pro lauffähig.

Prozessor Jeder Mac Pro aus dem Jahr 2006 (Mac Pro 1.1) besitzt mindestens eine 64-Bit Intel Xeon CPU (Vierkernprozessoren, bis zu 3,2 GHz), oder zwei 64-Bit Intel Xeon CPUs (Doppelkernprozessoren, Nehalem 2,26 GHz, 2,66 GHz oder 2,93 GHz mit 8 MB L3-Cache), was zu einer Gesamtkernzahl von vier bzw. acht, bei späteren Modellen sechs bzw. zwölf Kernen führt. Die Taktfrequenz der beiden FSB beträgt bei den Modellen der ersten Generation 1,33 GHzhttp://support.apple.com/kb/SP30; jeweils zwei Kerne teilen sich einen gemeinsamen (engl. ) Level-3-Cache von 4 bzw. 8 MBhttp://support.apple.com/kb/SP30. Das Nachfolgemodell kann bis zu zwei Westmere 6-Kern-Prozessoren mit je 3,06 GHz besitzen.

Arbeitsspeicher mini|Riser-Karte für RAM-Bausteine Der Mac Pro setzt DDR2-FBDIMM-RAMs mit 667 MHz und Fehlerkorrektur (ECC) ein, die dank des Intel-5000X-Chipsatzes je nach Bestückung im Einkanal-, Zweikanal- oder Dreikanalbetrieb genutzt werden. Die standardmäßige Ausstattung des Mac Pro sieht 1 GB RAM vor, die auf den acht vorhandenen Steckplätzen auf bis zu 64 GB (von Apple unterstütztes Limit) erweitert werden können. Je vier der RAM-Steckplätze befinden sich auf einer der zwei sogenannten Riser-Karten. Apple verbaut handelsübliche FB-DIMMs verschiedener Hersteller. Da FB-DIMMs bauartbedingt im Betrieb sehr warm werden, besitzen diese Speichermodule generell Kühlkörper. Apple unterstützt einen maximalen Speicherausbau von 64 GB in Form von acht 8-GB-Modulen, wobei generell maximal 8-GB-Module unterstützt werden. Allgemein ist es ratsam, bei Speicheraufrüstungen auf FB-DIMMs mit geringerem Stromverbrauch zu achten.

Ab dem Modelljahr 2010 (MacPro 4.1 und 5.1) werden nun DDR3-ECC-DIMMs mit bis zu 1333 MHz unterstützt. Es gibt auch nur eine Riser-Karte, auf welcher auch der Prozessor platziert ist. Je nachdem, ob es sich um eine Single oder Dual-CPU-Ausführung handelt, sind vier bzw. acht RAM-Steckplätze vorhanden. So variiert auch die maximale Arbeitsspeicherkapazität zwischen 48 und 128 GB.

Grafik Standardausstattung ist eine PCIe-Grafikkarte vom Typ ATI Radeon HD 2600XT. An die ATI Radeon HD 5770 können aufgrund ihres Dual-Link-DVI-Anschlusses sowie den zwei Mini-DisplayPorts bis zu drei 30-Zoll-Apple Cinema Displays angeschlossen werden. Um an den Mac Pro weitere Bildschirme anzuschließen, kann man bis zu vier gleiche Karten verbauen.

Apple bietet außerdem gegen Aufpreis folgende Grafikkarten an: eine zweite ATI Radeon HD 5770 sowie eine ATI Radeon HD 5870 mit 1024 MB Grafikspeicher. Alle optionalen Grafikkarten benötigen eine aktive Kühlung; allerdings erhöhen sie durch die zusätzlichen Lüfter das Betriebsgeräusch.

Am 29. Oktober 2018 veröffentlichte Apple eine Liste mit offiziell unterstützten Grafikkarten, die in dem Mac Pro nachträglich verbaut werden können, um die zu dieser Zeit aktuelle Betriebssystemversion macOS 10.14 Mojave zu nutzen.macOS 10.14 Mojave auf einem Mac Pro (Mitte 2010) und einem Mac Pro (Mitte 2012) installieren, apple.com, Liste der unterstützten Grafikkarten, Veröffentlichungsdatum: 29. Oktober 2018, abgerufen am 11. März 2019 Darunter die SAPPHIRE Radeon PULSE RX 580 8GB, die leistungsstärkste Karte aus der Liste,AMD RX 580 vs Nvidia GTX 680, AMD RX 580 vs 560, AMD RX 580 vs AMD HD 7950, userbenchmark.com, abgerufen am 11. März 2019; AMD Radeon RX 550 vs MSI Radeon RX 580, comparisoncpu.com, abgerufen am 11. März 2019 gefolgt von NVIDIA GeForce GTX 680 Mac Edition, MSI Gaming Radeon RX 560 4GB, NVIDIA Quadro K5000 für Mac und SAPPHIRE Radeon HD 7950 Mac Edition.

Grundsätzlich können im Mac Pro eine Vielzahl an PC-Grafikkarten verbaut werden, da eine Standard PCIe-Schnittstelle vorhanden ist. Jedoch erfolgt dann beim Hochfahren des Betriebssystems keine Bildausgabe, da dafür ein spezieller Bootloader benötigt wird. Erst im Betriebssystem stehen dann die nötigen Treiber zur Verfügung. Einige „PC-Modelle“ können aber nachträglich mit einem speziellen Bootloader geflasht werden und somit wird dann auch der Bootscreen angezeigt. Zusatzstecker für die externe Stromanschlüsse sind in Form von zwei Mini-6-Pin Buchsen auf dem LogicBoard vorhanden, welche mit einem Adapterkabel auf 2x 6-Pin oder 1x 8-Pin umgewandelt werden können. Somit steigt die maximale Leistung der einsetzbaren Grafikkarte auf 225 W (75 W vom Steckplatz, 75 W erster Stecker, 75 W zweiter Stecker).

Laufwerke mini|Kabelloser Festplatteneinschub Festplatte: Der Mac Pro enthält standardmäßig eine 1 TB große SATA-Festplatte mit 7200/min und 32 MB Cache. Es können ab Werk bis zu vier Festplatten mit je 2 TB eingebaut werden, wodurch bis zu 8 TB an Speicher zur Verfügung stehen. Zum Einbau werden die Festplatten auf Metallschienen festgeschraubt und kabellos eingeschoben. Außerdem kann man den Mac Pro mit insgesamt bis zu vier 512-GB-Solid-State-Drives bestücken, die deutlich schneller sind. Optische Laufwerke: Für die Verwendung optischer Datenträger ist im Mac Pro standardmäßig ein 18x SuperDrive-Laufwerk verbaut. Dieses liest alle gängigen CD- und DVD-Formate und beschreibt DVD±R, DVD+R DL, DVD±RW, CD-R und CD-RW. Ein zweiter Steckplatz für optische Laufwerke ist vorhanden. Blu-ray-fähige Laufwerke werden von Apple bislang nicht angeboten.

Anschlüsse 2x 1000/100/10 MBit/s RJ-45 Netzwerkanschluss 5x USB 2.0 (davon zwei an der Frontseite) (2x USB 2.0 (an der Tastatur)) 4x Firewire 800 (zwei an der Frontseite) Bluetooth 2.1 + EDR WLAN (AirportExtreme, standardmäßig installiert, bei älteren Modellen war es optional) 3,5 mm Kopfhöreranschluss optischer, digitaler Audio Ein-/Ausgang LineOut und LineIn (jeweils 3,5mm Klinke-Anschluss)

Software Mac OS X 10.8 Mountain Lion (umfasst Spotlight, Dashboard, Mail, Messages, Safari, iTunes, QuickTime, iCal und weitere Software) iLife ’11 (umfasst iPhoto, iMovie, iDVD, iWeb, GarageBand)

Technische Daten Legende: —

Daten, die kursiv und grau geschrieben sind, können nur auf der Internetseite optional konfiguriert werden. Geräte mit solchen Sonderausstattungen werden oftmals als built-to-order (BTO) bezeichnet, weil sie pro Bestellung extra angefertigt werden, wodurch die Lieferzeit in der Regel länger ist.

ModellMitte 2006Anfang 2007Anfang 2008Anfang 2009Mitte 2010Mitte 2012ModellbezeichnungMacPro1,1 (A1186)MacPro2,1 (A1186)MacPro3,1 (A1186)MacPro4,1 (A1289)MacPro5,1 (A1289)MacPro5,1 (A1289)Prozessor2 x 2,66 GHz Intel Xeon 5150 (Dual Core) 2 x 2 GHz Intel Xeon 5130 (Dual Core) 2x 3 GHz Intel Xeon 5160 (Dual Core)2 x 3 GHz Intel Xeon X5365 (Quad Core)Intel Xeon 2,8 GHz E5462 (Quad Core) 2 x 2,8 GHz Intel Xeon E5462 (Quad Core) 2 x 3 GHz Intel Xeon E5472 (Quad Core) 2 x 3,2 GHz Intel Xeon X5482 (Quad Core)Intel Xeon 2,66 GHz W3520 (Quad Core) 2,93 GHz Intel Xeon W3540 (Quad Core) 3,33 GHz Intel Xeon W3580 (Quad Core) 2 x 2,26 GHz Intel Xeon E5520 (Quad Core) 2 x 2,66 GHz Intel Xeon X5550 (Quad Core) 2 x 2,93 GHz Intel Xeon X5570 (Quad Core)Intel Xeon 2,8 GHz W3530 (Quad Core) 3,2 GHz Intel Xeon W3565 (Quad Core) 3,33 GHz Intel Xeon W3680 (Six Core) 2 x 2,4 GHz Intel Xeon E5620 (Quad Core) 2 x 2,66 GHz Intel Xeon X5650 (Six Core)