Hamgyŏng-pukto (Nord-Hamgyŏng) ist eine Provinz in Nordkorea. Sie entstand 1896 bei der Teilung der Provinz Hamgyŏng-do in Hamgyŏng-pukto und Hamgyŏng-namdo. Hauptstadt der Provinz Hamgyŏng-pukto ist Ch’ŏngjin. In der Provinz leben 2,3 Millionen Menschen (Zensus 2008).

Geographie Hamgyŏng-pukto grenzt im Norden an die Volksrepublik China sowie Russland, im Osten an das Japanische Meer, im Südwesten an die Provinz Hamgyŏng-namdo und im Westen an die Provinz Ryanggang-do.

Geschichte In der Provinz befinden sich die Internierungslager Hwasŏng und Haengyŏng. Ungefähr 60 % der nach Südkorea geflohenen Koreaner stammen aus dieser Provinz.

Im Oktober 2006 wurde im Süden der Provinz die erste nordkoreanische Kernwaffenzündung durchgeführt. Über den genauen Ort des Versuchs gab es zunächst unterschiedliche Angaben. in: hani.co.kr (koreanisch). In: kyodo.co.jp (englisch).

Ende August 2015 kam es in der Provinz zu schweren Überschwemmungen.

Verwaltungsgliederung Die Provinz Hamgyŏng-pukto gliedert sich in drei Städte und zwölf Landkreise. 1993 wurden die Stadt Rajin (Rajin-shi; ; ) und der Landkreis Sŏnbong (Sŏnbong-gun; ; ) aus der Provinz Hamgyŏng-pukto herausgelöst und zu Rajin-Sŏnbong zusammengelegt, einer Stadt unter zentraler Verwaltung der Regierung. 2000 ist die Stadt in Rasŏn (Rasŏn Chik'alshi; ; ) umbenannt worden. Vor Januar 2005 wurde Rasŏn wieder eingegliedert. 2010 wurde sie zu einer „Besonderen Stadt“ (T'ŭkpyŏlsi; , ) erklärt.

Städte Ch’ŏngjin-shi (; ) Ch'ŏngam-guyŏk (; ) P'ohang-guyŏk (; ) Puyun-guyŏk (; ) Ranam-guyŏk (; ) Sinam-guyŏk (; ) Songp'yŏng-guyŏk (; ) Sunam-guyŏk (; ) Hoeryŏng-shi (; ) Kimch’aek-shi (; ) Besondere Stadt Rasŏn (; ) Rajin-guyŏk (; ) Sŏnbong-gun (; )

Landkreise Hwasŏng-gun (; ) Hwatae-gun (; ) Kilchu-gun (; ) Kyŏngsŏng-gun (; ) Musan-gun (; ) Myŏngch'ŏn-gun (; ) Onsŏng-gun (; ) Ŏrang-gun (; ) Puryŏng-gun (; ) Saepyŏl-gun (; ) Ŭntŏk-gun (; ) Yŏnsa-gun (; )

Einzelnachweise

Kategorie:Nordkoreanische Provinz