() ist eine Stadt im in der Region auf der Südinsel von Neuseeland. Die Stadt ist Verwaltungssitz der Distriktverwaltung.

Namensherkunft Der Name stammt aus der sprache und bedeutet Platz des . Die exakte Identität des „“ ist nicht bekannt, weshalb darüber nur Vermutungen angestellt werden können. Der Ortsname ist ein Schibboleth: Der lokale südliche Dialekt der ignoriert das erste A im Namen (AUH-muh-ROO). mit dem nördlichen Dialekt neigen dazu, diese (korrekte) Aussprache als inkorrekt zu bezeichnen. Sie dehnen das A (o-UH-muh-ROO). So lässt sich anhand der Aussprache erkennen, ob eine Sprecherin oder ein Sprecher aus dem Norden oder dem Süden stammt.

Geographie Die Stadt liegt 80 km südlich von und 120 km nördlich von an der Pazifikküste. ist über das Tal des das östliche Tor zum Mackenzie-Becken.

Die meisten Straßen der Stadt sind nach englischen Flüssen benannt. Die Hauptstraße ist die , weitere wichtige Straßen sind die und die .

Geschichte

Bedeutende archäologische Funde in der Umgebung s, besonders an der Mündung des , wo archaische -Jäger um 1100 Spuren hinterließen, zeigen an, dass die Gegend schon damals besiedelt war.

Gemäß s Logbuch befand er sich am 20. Februar 1770 mit der drei Kilometer von der Küste entfernt, ganz nah an der Mündung des . Er hielt fest, dass das Land sehr eben sei und das hügelige Hinterland erst vier bis fünf Meilen landeinwärts beginne. Die Region erschien ihm sehr öde und zeigte keine Spur von Einwohnern. Er ankerte dort vier Tage.

Tatsächlich lebten in der Region und ab 1814 siedelten vereinzelt Robbenjäger, die den Neuseeländischen Seebären jagten. Nachdem 1831 unter der Führung des -Stammesführers ein bei nahe Christchurch gebrandschatzt wurde, zogen die Flüchtlinge südwärts und siedelten nahe und im Gebiet zwischen und , einschließlich des Gebietes der heutigen Stadt .

besuchte von aus 1844 die Region auf dem Landweg. Er fertigte eine Landkarte und hielt auch kartographisch fest. Er war einer von mehreren Europäern, die in den 1840er Jahren die Region zu Fuß erkundeten. wurde noch vor 1850 der erste europäische Regierungsvertreter des Distrikts, als er in diesem Gebiet siedelte, um mit den an der Waitakimündung zu handeln.

In den 1850er Jahren kamen immer mehr europäische Siedler in die Gegend, darunter auch , der 1853 am eine Hütte aus Grassoden baute. Der Standort wurde 1859 zur Stadt erklärt. wuchs zum Zentrum für das landwirtschaftliche Hinterland zwischen den und dem . Zudem gewann der Hafen in zunehmend Bedeutung als Handels- und Fischereihafen.

Die Entwicklung der Gefrierfleischindustrie, die im nahe gelegenen entstand, führte auch zum Aufschwung . Institutionen wie das , die und die wurden gegründet. Der , ein örtlicher Kalkstein, eignet sich hervorragend zur Verarbeitung und so prägte der künstlerische Umgang der Handwerker mit dem Kalkstein das Stadtbild. Die Architektengemeinschaft errichtete in dieser Zeit viele der öffentlichen Bauten und Bauwerke für Unternehmen im heutigen historischen Stadtkern. In der Zeit der 1880er-Jahre-Depression war eine der schönsten und finanzstärksten Städte Australasiens und etwa gleich groß wie das damalige .Charles Rawlings-Way u. a.: New Zealand. Lonely Planet 2010, S. 597. Nachdem die wirtschaftliche Entwicklung abgeflaut war, wuchs die Bevölkerung dennoch bis in die 1970er Jahre weiter. Die Schließung des Hafens und der Stillstand der neuseeländischen Industrie trafen sehr hart. Als Reaktion darauf besann sich als eine der ersten neuseeländischen Städte auf sein architektonisches Erbe und dessen kommerziell-touristische Nutzung.

Seit dem Jahr 2000 ist die Stadt Namensgeberin für den , einen Gipfel auf in der Antarktis.

Infrastruktur Verwaltung Die Stadt ist Verwaltungssitz des . Der historische Status, hinter das zweitwichtigste Zentrum in der Region zu sein, ist allerdings gefährdet, da die Bedeutung der Stadt im zentralen durch ihre Stellung im Tourismus stetig wächst.

Verkehrsanbindung Die Stadt liegt am .

Oamaru liegt an der Bahnstrecke Lyttelton–Invercargill. Die Eisenbahn ging hier 1875 in Betrieb.John Yonge (Hg.): New Zealand Railway and Tramway Atlas. 4. Auflage. Quail Map Company, Exeter 1993, Taf. 23 C. Nachdem im Februar 2002 der Southerner eingestellt wurde, findet hier heute ausschließlich Güterverkehr statt.

Medien Einzige täglich erscheinende Tageszeitung der Stadt ist die . sendet auf FM und als Webradio.

Sehenswürdigkeiten Historische Altstadt Viele öffentliche Gebäude aus dem 19. Jahrhundert wurden aus dem hellen regional vorkommenden Kalkstein errichtet, der besonders nahe abgebaut wurde. Die historische Innenstadt – es handelt sich nur um wenige Straßenzüge – weist eine nahezu geschlossene Bebauung aus viktorianischer Zeit auf und gilt als eine der beeindruckendsten historischen Gesamtanlagen Neuseelands. Dieser Stadtteil und das Hafenviertel stehen unter Denkmalschutz.

Eine öffentliche Galerie, die Galerie, wurde 1983 im ehemaligen neoklassizistischen Gebäude der eröffnet. Auch andere Gebäude wurden restauriert. Ein Treuhandfonds wurde eingerichtet und die Restaurierungsarbeiten am historischen Hafenstadtteil vorangetrieben. Mit Beginn des 21. Jahrhunderts wurde das kulturelle Erbe zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. Es wurde um historische Einrichtungen ergänzt, etwa die Museumseisenbahn der Oamaru Steam and Railway Society, die die Gleisanlage des ehemaligen Hafens nutzt. der Künstler haben sich angesiedelt.

Aufgrund des hohen historischen Erhalts der Gebäude bewirbt sich die Stadt als -Hauptstadt, in dem sie das viktorianische Ambiente um Elemente der Bewegung ergänzt und mit dem jährlich zum Wintereinbruch stattfindenden Steampunk-Festival Fans aus dem ganzen Land anzieht.

Pinguin-Kolonie Im Bereich des Hafens lebt die , eine Kolonie von Zwergpinguinen. Direkt südlich der Stadt befindet sich eine Kolonie Gelbaugenpinguine. Bis heute leben Pinguine vereinzelt auch unter einigen der strandnahen Schuppen. Nach Einbruch der Dunkelheit können sie auf dem Weg zu ihren Nestern beobachtet werden.

Persönlichkeiten Des Thomson (* 1942), Radrennfahrer Heath Blackgrove (* 1980), Radrennfahrer Richie McCaw (* 1980), Rugby-Spieler

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Oamaru

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Region Otago