Das Dietmar-Hopp-Stadion ist ein Fußballstadion im Stadtteil Hoffenheim der baden-württembergischen Stadt Sinsheim. Es war von 1999 bis 2008 die Heimspielstätte der 1. Herrenmannschaft der TSG 1899 Hoffenheim, die dort seit 2000 viermal einen Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse feierte, zuletzt im Mai 2008, als der Aufstieg in die Bundesliga gelang. Die Anlage ist eine von zwei Sportstätten, die nach Dietmar Hopp benannt sind. Hopp ist Mäzen des Klubs und finanzierte das Stadion privat. In Walldorf gibt es seit 2018 einen Dietmar-Hopp-Sportpark.Der FCA spielt ab jetzt im Dietmar-Hopp-Sportpark

Geschichte Das Stadion wurde 1999 zusammen mit einem benachbarten Kunstrasenplatz zum 100. Geburtstag des Vereins fertiggestellt und ersetzte den zuvor dort befindlichen Sportplatz und das ehemalige Vereinsheim. Es bot zunächst 5000 Zuschauerplätze, darunter 1620 überdachte Sitzplätze. Eingeweiht wurde das Stadion mit einem Freundschaftsspiel gegen den FC Bayern München.

In der Regionalliga-Saison 2005/06 kamen im Schnitt rund 2000 Zuschauer zu den Heimspielen, in der folgenden Saison 2006/07, die den Aufstieg in die 2. Bundesliga brachte, stieg der Zuschauerschnitt auf 3000.

Um den Anforderungen der Deutschen Fußball Liga (DFL) an ein Zweitliga-Stadion gerecht zu werden, wurden im Sommer 2007 zahlreiche Umbaumaßnahmen vorgenommen. Das Dietmar-Hopp-Stadion hat seither ein Fassungsvermögen von rund 6350 Zuschauern, davon 3000 auf Sitzplätzen. Außer den 350 Stehplätzen auf der Gegengerade sind alle Plätze überdacht.

Parallel zu diesem Umbau begann 2007 der Bau eines größeren Stadions an der Autobahn 6 in Sinsheim. Im Januar 2009 bezog der Verein die Rhein-Neckar-Arena, die rund 30.000 Zuschauern Platz bietet; nach dem Bundesliga-Aufstieg waren in der Hinrunde der Saison 2008/09 die Heimspiele übergangsweise im Mannheimer Carl-Benz-Stadion ausgetragen worden.

Nutzung Neben den Spielen der TSG 1899 Hoffenheim in Verbandsliga, Oberliga, Regionalliga und 2. Bundesliga war das Dietmar-Hopp-Stadion auch Austragungsort mehrerer Junioren-Nationalspiele, eines Spiels des DFB-Ligapokals 2001 zwischen dem SC Freiburg und Borussia Dortmund sowie einmaliger Heimspielort der Frauen-Nationalmannschaft, die in Vorbereitung auf die Olympischen Sommerspiele 2004 am 21. Juli 2004 vor 6257 Zuschauern mit 0:1 gegen Norwegen unterlag.

Das Dietmar-Hopp-Stadion wird weiterhin von der 2. Mannschaft, den Jugendmannschaften des Vereins und der Frauenmannschaft genutzt.

Besondere Spiele

Länderspiele Freitag, 21. Juli 2000 – U18-Europameisterschaft 2000–0:0Dienstag, 16. April 2002 – Freundschaftsspiel–2:1Mittwoch, 21. Juli 2004 – Freundschaftsspiel–0:1

Vereinsspiele

Eröffnungsspiel Durch die guten Kontakte von Dietmar Hopp zu Franz Beckenbauer kam der Champions-League-Finalist FC Bayern München im August 1999 zur Stadion-Eröffnungsfeier des Verbandsligisten nach Hoffenheim. Mario Basler erzielte das erste Tor im neuen Stadion, und die Münchner gewannen die Partie vor ausverkauften Rängen deutlich mit 4:1.

Galerie

Weblinks

tsg-hoffenheim.de: Dietmar-Hopp-Stadion europlan-online.de: Dietmar-Hopp-Stadion – Sinsheim-Hoffenheim de.soccerway.com: Dietmar-Hopp-Stadion

Einzelnachweise

Kategorie:TSG 1899 Hoffenheim Kategorie:Fußballstadion in Baden-Württemberg Kategorie:Fußballstadion in Europa Kategorie:Erbaut 1999 Kategorie:Sportstätte in Sinsheim