Wüstheuterode ist ein Ortsteil der Landgemeinde Uder im thüringischen Landkreis Eichsfeld. mini|hochkant=1.7|Im Ort Lage Wüstheuterode ist ein Ort im Eichsfeld und befindet sich an der Landesstraße 1074 von Uder Richtung Vatterode.

Geschichte Die urkundliche Ersterwähnung war im Jahr 1338 als „Hadewartherode“. 1424 wurde das Dorf infolge einer Fehde mit der Adelsfamilie von Hanstein von den Truppen der Reichsstadt Mühlhausen verbrannt und gänzlich zerstört. Weil es in der Folge eine Zeit lang wüstgelegen hatte, bekam es den Beinamen „Wüstheuterode“, der spätestens seit 1806 auch offizieller Ortsname ist. Der Ort gehörte bis zur Säkularisation 1802 zu Kurmainz und unterlag der Gerichtsbarkeit der Familie von Hanstein. 1802 bis 1807 wurde der Ort preußisch und kam dann zum Königreich Westphalen. Von 1815 bis 1945 war er Teil der preußischen Provinz Sachsen. 1945 kam der Ort zur sowjetischen Besatzungszone und war ab 1949 Teil der DDR. Von 1961 bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 wurde Wüstheuterode von der Sperrung der nahen innerdeutschen Grenze beeinträchtigt. Seit 1990 gehört der Ort zum wieder gegründeten Bundesland Thüringen. Seit dem 1. Februar 1992 gehörte die Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Uder an. Mit Auflösung dieser am 1. Januar 2024 wurde Wüstheuterode ein Ortsteil der neugebildeten Landgemeinde Uder.Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 15/2023 vom 22. Dezember 2023, S. 347 ff., abgerufen am 22. Dezember 2023

Wappen Blasonierung: „Gespalten und halb geteilt; vorn in Blau der Heilige Bonifatius in Silber, in der Rechten einen schwarzen Bischofsstab und in der Linken ein rotes Messbuch mit silbernem Hochkreuz haltend, das durch einen silbernen Dolch durchstoßen wird; oben in Silber rote Flammen und unten in Rot ein sechsspeichiges silbernes Rad.“

Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember): 1994: 597 1995: 609 1996: 633 1997: 626 1998: 622 1999: 613 2000: 613 2001: 611 2002: 635 2003: 655 2004: 652 2005: 657 2006: 647 2007: 627 2008: 619 2009: 607 2010: 604 2011: 616 2012: 611 2013: 624 2014: 613 2015: 611 2016: 609 2017: 599 2018: 589 2019: 581 2020: 579 2021: 574 2022: 570 2023: 575 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Sehenswürdigkeiten Kirche

mini|Dorfkirche St. Bonifatius mini|Kriegerdenkmal auf dem Hirtenhöfchen

Politik Ehemaliger Gemeinderat Der ehemalige Gemeinderat von Wüstheuterode setzte sich aus acht Gemeinderatsmitgliedern zusammen. CDU: 4 Sitze FWG: 2 Sitze SV: 2 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)

Ehemalige Bürgermeister Die ehrenamtliche Bürgermeisterin Frau Silke Kaufhold (FWG) wurde am 6. Juni 2010 gewählt und am 5. Juni 2016 wiedergewählt.

Wirtschaft und Infrastruktur Wasser und Abwasser Die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung wurde auf den Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Obereichsfeld übertragen.

Persönlichkeiten Hans-Joachim Menge (* 1963 in Wüstheuterode), Rennrodler

Literatur Reiner Merker: Wüstheuterode. Eine 100jährige Bildgeschichte, in der Ereignisse, dörfliches Leben und die Entwicklung dieses Eichsfelddorfes dargestellt werden. Band I: 1912–1972. Eigenverlag, Wüstheuterode 2012, 72 Seiten, 4 Farb- und 381 Schwarz-Weiß-Abbildungen Reiner Merker: Wüstheuterode. Die hundertjährige Geschichte eines Eichsfelddorfes dargestellt in Wort und Bild. Band II: 1973–1993. Eigenverlag, Wüstheuterode 2013, 72 Seiten, 259 Farb- und 161 Schwarz-Weiß-Abbildungen Reiner Merker: Wüstheuterode. Die hundertjährige Geschichte eines Eichsfelddorfes dargestellt in Wort und Bild. Band III: 1994–2004. Eigenverlag, Wüstheuterode 2014, 72 Seiten, 681 Farb- und 19 Schwarz-Weiß-Abbildungen

Einzelnachweise

Weblinks

Wüstheuterode auf der Internetseite der Landgemeinde Uder Internetseite von Wüstheuterode

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