mini|hochkant|Raf im Jahr 2006 Raf (* 29. September 1959 in Margherita di Savoia, Provinz Foggia; eigentlich Raffaele Riefoli), im deutschsprachigen Raum anfänglich auch Raff, ist ein italienischer Sänger und Songwriter. Seinen größten Hit (Self Control) hatte er im Sommer 1984. In den späten 1980er Jahren wechselte er zu Liedern in italienischer Sprache.
Biografie Der Musiker wuchs in Florenz auf und war dort früh in der New-Wave-Szene aktiv. Anfang der 1980er Jahre siedelte er nach London über und begann mit dem Schreiben von Songs. 1983 nahm er über ein französisches Label seine erste Single Self Control auf. Der Song wurde auch von der US-amerikanischen Sängerin Laura Branigan aufgenommen und wurde ein Welthit. In einigen Ländern waren beide Versionen gleichzeitig in den Hitparaden: Im Sommer 1984 belegte Self Control in den deutschen und schweizerischen Singlecharts gleichzeitig Platz 1 (Branigan) und Platz 2 (Raf). Die unterschiedliche Schreibweise seines Künstlernamens entstand außerhalb Italiens aufgrund der Verwechslungsgefahr mit der Terrororganisation Rote Armee Fraktion (RAF). bei br.de Weitere Erfolgstitel aus dieser Zeit waren Change Your Mind und Hard.
Nach diesen ersten Erfolgen entschied sich Raf, zu italienischsprachigem Pop zu wechseln. Der Durchbruch als Songwriter gelang ihm in Italien 1987, als das von ihm mitgeschriebene Lied Si può dare di più (Gianni Morandi, Umberto Tozzi und Enrico Ruggeri) das Sanremo-Festival 1987 gewann. Im Anschluss vertrat Raf im Duett mit Umberto Tozzi Italien beim Eurovision Song Contest 1987 mit Gente di mare und belegte dort Platz drei. Beim Sanremo-Festival 1988 präsentierte der Musiker als Solist Inevitabile follia und erreichte den elften Platz. Im Jahr darauf ging er in Sanremo mit Cosa resterà degli anni ’80 ins Rennen. Das Lied wurde nach dem Festival ein Hit und im selben Jahr gewann Raf mit Ti pretendo den Wettbewerb Festivalbar, was ihm seinen zweiten Nummer-eins-Hit in Italien einbrachte.
In den 1990er-Jahren gelangen Raf weitere Erfolge. 1991 hatte er mit Interminatamente einen Hit, auch sein Sanremo-Beitrag Oggi un Dio non ho war in diesem Jahr erfolgreich. Mit Il battito animale gewann Raf 1993 erneut Festivalbar. Es folgten weitere Single- und Albenveröffentlichungen. 2001 hatte er mit Infinito einen weiteren Nummer-eins-Hit. Zum Sanremo-Festival kehrte der Musiker erst 2015 mit Come una favola zurück. Ab 2018 arbeitete er für ein Projekt wieder mit Umberto Tozzi zusammen, das in ein Gemeischaftsalbum und eine Tournee mündete. Mit dem Lied Ora e per sempre nahm Raf am Sanremo-Festival 2026 teil.
Diskografie
Alben
Weitere Alben 1992: Raf (spanische Kompilation) 2010: Semplicemente Raf (Kompilation) 2015: The Best of Raf (Kompilation)
Singles
Weitere Singles 1985: I Don’t Want to Lose You 1986: Hard 1987: London Town 1988: Il sapore di un bacio 1988: Svegliarsi un anno fa 1989: La battaglia del sesso 1989: Cosa Resterà Degli Anni 80 (IT: ) 1992: Anche tu (mit Eros Ramazzotti) 1992: Amarsi o non amarsi 1994: Il canto 1995: Sei la più bella del mondo (IT: ) 1995: Il suono c’è 1995: Dentro ai tuoi occhi 1995: Io e te 1996: Prima che sia giorno 1996: È quasi l’alba 1996: Un grande salto 1997: Malinverno 14-07-2007 1998: Vita, storie e pensieri di un alieno 1999: La danza della pioggia 1999: Little Girl 2002: Nei silenzi 2002: Oasi 2004: Superstiti 2005: Aria da niente 2006: Il nodo 2007: Salta più alto 2009: Ballo 2011: Senza cielo 2011: Controsenso 2012: In questa notte 2015: Rimani tu 2023: 80 voglia di te 2024: Wave (mit Fast Boy; #16 der deutschen Single-Trend-Charts am 27. September 2024)
Quellen
Weblinks
Offizielle Website
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