Die Verzweigung Zürich-West ist eine Autobahnverzweigung südwestlich von Zürich. Sie verbindet die Autobahnen A3 und A4. Das 2009 eröffnete Autobahndreieck liegt in der Filderen-Ebene auf den Gemeindegebieten von Birmensdorf und Wettswil am Albis im Kanton Zürich und ist Teil der Westumfahrung.

Topologie

mini|hochkant|links|Karte: A3/A4(West) A3(Ost) A4(Süd), 2022

Im Bereich des Autobahndreiecks befindet sich der Vollanschluss Wettswil mit der Anschlussnummer 31a der A3. Auffällig am Gesamtbauwerk ist der Umstand, dass aufgrund von Vorgaben des Natur- und Landschaftsschutzes die Verzweigung in der Filderen-Ebene stark eingeschnitten wurde und in allen drei Richtungen jeweils unmittelbar in einem Tunnel mündet:

im Nordosten (A3) im Uetlibergtunnel (Richtung Chur und Zürich) im Nordwesten (A3/A4) im Aeschertunnel (Richtung Basel, Limmattalerkreuz und Nordring) im Südwesten (A4), nach dem integrierten Anschluss Wettswil, im Islisbergtunnel (Richtung Luzern, Zug und Gotthard)

Jenseits des Uetlibergs befindet sich als südöstliches Ende der Westumfahrung die Verkehrsdreieck Zürich-Süd in Zürich Wollishofen, beim Autobahnanschluss Brunau.

+ Relationen von nach Anzahl Spuren Verbindungsrampe Nordosten Süden 2 Direkt Nordosten Westen 2 Direkt Nordosten Datei:AB-AS.svg Wettswil Luzernerstrasse, Birmensdorf 1 Direkt Süden Nordosten 2 (Ausfahrt) / 1 (Einfahrt) Direkt Süden Westen 1 Direkt Süden Datei:AB-AS.svg Wettswil Moosstrasse, Wettswil 1 Direkt Westen Nordosten 2 Direkt Westen Süden 1 Direkt Westen Datei:AB-AS.svg Wettswil Luzernerstrasse, Birmensdorf 1 Direkt Datei:AB-AS.svg Wettswil Moosstrasse, Wettswil Nordosten 1 Direkt Datei:AB-AS.svg Wettswil Luzernerstrasse, Birmensdorf Süden 1 Direkt Datei:AB-AS.svg Wettswil Luzernerstrasse, Birmensdorf Westen 1 Halbdirekt

Bau Für den Bau der Autobahnverzweigung sowie der drei Tunnel wurde eine eigene Bahnverladestation und ein eigenes Betonwerk gebaut. Die Fahrbahnen kommen aus Lärmschutzgründen in künstlich angelegten Einschnitten zu liegen, welche durch beidseitige Böschungen, bestehend aus Ausbruchmaterial aus den Tunnels, entstehen. Die Anlage besteht aus drei Ebenen: dem Tagbautunnel Chur–Luzern, verschiedenen ebenerdigen Verbindungen (Chur–Basel, Basel–Luzern, Luzern–Chur), sowie den Brücken Basel–Chur und Luzern–Basel, neben weiteren Brücken des untergeordneten Strassennetzes. Zeitversetzte Inbetriebnahme Seit den 1970er Jahren verlief der Transitverkehr aus dem Südosten, das heisst von der A3 am linken Zürichseeufer auf der Westtangente durch die Stadt Zürich. Seit dem 4. Mai 2009 wird dieser Verkehr von der Verzweigung Zürich-Süd auf der Westumfahrung durch den Uetlibergtunnel und über die Verzweigung Zürich-West zur Verzweigung Limmattal geleitet und weiter über die A1 in Richtung Basel/Bern beziehungsweise auf den Nordring in Richtung Winterthur/St. Gallen. Seit Eröffnung der A4 durch das Knonauer Amt am 13. November 2009 fliesst zusätzlicher Verkehr von und nach der Innerschweiz sowie Transitverkehr aus dem Süden über diesen Verkehrsknoten.

Zahlen und Fakten

Bauzeit: 1996–2008 Inbetriebnahme: 4. Mai 2009 / 13. November 2009 Kosten: 160 Mio. CHF (Basis: 1994, exklusive Tunnel) Aushub: ca. 300'000 m³ Fläche Fahrbahnen: ca. 70'000 m² mini|Blick Richtung Westen zum Portal des Aeschertunnels, Spur Basel–Chur und Brücke Luzern–Basel (2006)

Weblinks

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